Einsatzkräfte

Feuerwehr erhält neue Löschfahrzeuge für Katastrophenschutz

Die Berliner Feuerwehr erhält drei neue Löschwagen für den Katastrophenfall vom Bund. Weitere sollen folgen.

Berlins Vize-Feuerwehrchef Karsten Göwecke (l.) und Innensenator Andreas Geisel vor einem der drei neuen Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz

Berlins Vize-Feuerwehrchef Karsten Göwecke (l.) und Innensenator Andreas Geisel vor einem der drei neuen Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Auf den ersten Blick sehen sie wie normale Löschfahrzeuge aus. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass sie dank der großen Räder deutlich höher sind. Die drei fabrikneuen Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz (LF-KatS) wurden am Donnerstag feierlich an die Berliner Feuerwehr übergeben – konkret an die Freiwilligen Feuerwehren Pankow, Heiligensee und Rauchfangswerder (Schmöckwitz).

„Sie sind gedacht und gebaut für Szenarien, in denen es zerstörte Straßen gibt, in denen Werkstätten nicht einfach erreichbar sind und Hydranten nicht funktionieren“, sagte Thomas Herzog, Vizepräsident des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). „Sei es wegen Hochwasser, wegen Sturmschäden oder in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen.“

Das BBK hat die drei Fahrzeuge für 223.000 Euro pro Stück angeschafft und an das Land Berlin weitergegeben. Damit verfüge die Feuerwehr der Bundeshauptstadt nun 29 der geplanten 46 LF-KatS, so Herzog weiter. Nummer 30 soll im Oktober folgen. „Wir werden diese Fahrzeuge mit Sicherheit nicht so lange in der Garage stehen lassen, bis es soweit ist“, sagte Berlins Vize-Feuerwehrchef Karsten Göwecke in Hinblick auf ein tatsächliches Katastrophenszenario. Denn die Fahrzeuge seien auch für den alltäglichen Einsatz verwendbar. Ferner seien sie bei Unterstützungseinsätzen wie zuletzt in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Sachsen bei Waldbränden oder Überschwemmungen einsetzbar.

Hilfsorganisationen erhalten eine Million Euro

Die Herausforderungen beim Katastrophenschutz in einer Millionenstadt wie Berlin seien groß, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD). „Insbesondere die Freiwilligen Feuerwehren stehen in Ausnahmesituationen rund um die Uhr auf Abruf parat.“ Sie seien das Rückgrat für den Katastrophenschutz, wie sich beim großen Stromausfall in Köpenick im Februar 2019 gezeigt habe.

Die Fahrzeuge würden über modernste und neuste technische Ausstattung verfügen, „um den verschiedensten Einsatzbedingungen Rechnung tragen zu können“, so Geisel weiter. Weitere Anschaffungen für den Katastrophenschutz sollen folgen. Neben den neuen Fahrzeugen für die Feuerwehr erhalten Berliner Hilfsorganisationen 2021 für solche Fälle rund eine Million Euro. Bislang seien es jährlich nur 60.000 Euro gewesen.