Berlin-Mitte

Autofreie Friedrichstraße: Einweihung wegen Demo abgesagt

Die Einweihung der autofreien Friedrichstraße in Berlin-Mitte wurde abgesagt, weil sich Demonstranten im Umfeld versammelten.

Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Senatorin Regine Günther wollten am Sonnabend die autofreie Friedrichstraße einweihen.

Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Senatorin Regine Günther wollten am Sonnabend die autofreie Friedrichstraße einweihen.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Die ursprünglich für Samstagmittag geplante Einweihung des verkehrsberuhigten Abschnitts der Friedrichstraße in Berlin-Mitte ist abgesagt worden. „Heute ist nicht der richtige Tag dafür“, sagte der stellvertretende Senatssprecher Julian Mieth am Samstagnachmittag. Grund sei die spontane Auflösung der Demonstration der Initiative „Querdenken 711“, die sich gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung richtet. Tausende Demonstranten hatten sich im Umfeld der Friedrichstraße versammelt.

„Der Abzug der Menschen wird eine längere Zeit dauern“, sagte eine Polizeisprecherin. In der Friedrichstraße und Umgebung seien „große Menschenmengen“ unterwegs. Von dem Modellprojekt einer autofreien Friedrichstraße in Berlin erhofft sich Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) eine Belebung des Einzelhandels während der Corona-Pandemie. Das Konzept „dass nur Autos durchgeführt werden“ komme an seine Grenzen, sagte Günther im Inforadio des RBB.

Autofreie Friedrichstraße: Mehr Kunden sollen sich wohlfühlen

Die Sperrung zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße soll demnach dafür sorgen, dass sich mehr Kunden auf dem Boulevard wohl fühlen - ohne vorbeifahrende Autos. Ein Ersatztermin für die Eröffnung wurde am Samstag zunächst nicht genannt. Nach der Einweihung soll das Projekt bis Ende Januar des kommenden Jahres andauern.

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