Freizeit

Hallenbäder öffnen wieder: Das müssen Besucher beachten

Ab Montag öffnen die meisten der Sportstätten in der Stadt – mit den entsprechenden Hygienevorschriften. Diese Corona-Regeln gelten.

Doppelte Bahnbreite, dafür muss man aber im Kreis schwimmen. In den Hallenbädern gelten strenge Corona-Auflagen.

Doppelte Bahnbreite, dafür muss man aber im Kreis schwimmen. In den Hallenbädern gelten strenge Corona-Auflagen.

Foto: mediaphotos / Getty Images/iStockphoto

Schwimmbegeisterte dürfen sich freuen: Ab kommenden Montag darf nun auch wieder in Berlins Hallenbädern geschwommen werden. Entsprechende Hygienekonzepte würden bereits für alle Bäder vorliegen, so Unternehmenssprecher Matthias Oloew. Um das Infektionsrisiko auch in den Hallenbädern so gering wie möglich zu halten, gelten für die Besucher neue Regeln.


Welche Hallenbäder haben geöffnet?

Weit mehr als die Hälfte der Berliner Hallenbäder hätten bereits die Genehmigung zur Betriebsaufnahme erhalten, erklärt Bädersprecher Oloew zum aktuellen Stand am Freitagnachmittag. Dazu gehören unter anderem die Schwimmhallen Finckensteinallee, Ernst-Thälmann-Park, Zingster Straße, Sewanstraße und Allendeviertel, die Stadtbäder Schöneberg und Märkisches Viertel und das Kombibad Mariendorf. Weitere Genehmigungen würden jedoch minütlich eintreffen. Oloew empfehlt, sich vor dem Schwimmbadbesuch auf der Seite der Berliner Bäder zu informieren.


Welche Regeln gelten?

Die Anweisungen sind klar: Bis zum Beckenrand gilt eine Maskenpflicht. Dafür könne laut Oloew auch das Handtuch genutzt werden. Außerdem gilt auch hier mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen zu wahren. Dafür wurden die Bahnen auf das Doppelte verbreitert. Zudem soll es in den Becken Wegleitsysteme geben, das heißt. geschwommen wird dort im Kreis und Überholen ist nur an den Kehren gestattet. Die Bademeister sollen auf die Einhaltung der Regeln achten und gegebenenfalls Ermahnungen aussprechen.

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Wie kann ich ein Ticket kaufen?
Tickets können sowohl online über die Seite der Berliner Bäderbetriebe bis zu drei Tage im Voraus gebucht werden als auch an den Kassen in den Schwimmhallen. An den Tarifen soll sich nach Oloews Angaben nichts ändern – abgesehen von der Mehrwertsteuersenkung, die den Kunden pro Ticket zehn Cent erspart – also statt regulären 5,50 Euro nur 5,40 Euro, beziehungsweise statt ermäßigten 3,50 Euro nur 3,40 Euro.


Gelten bestimmte Zeitfenster?

Ja, Tickets können ähnlich wie auch schon in den Freibädern nur für bestimmte Zeitfenster gebucht werden. Diese variieren jedoch zwischen den Bädern. In den meisten Fällen sind diese zwei Stunden lang, in den freizeitorientierten Bädern gibt es auch Tickets für 90 Minuten oder für drei Stunden. Tageskarten werden jedoch nicht verkauft. Die Berliner Bäderbetriebe weisen darauf hin, dass möglicherweise auch mal ein Zeitfenster aufgrund der neuen Beschränkung bei der Besucherzahl ausverkauft sein kann. Aktuelle Informationen zur Auslastung der Bäder sind auf der Internetseite der Berliner Bäderbetriebe einsehbar.


Muss ich meine Daten angeben?
Ja, das ist neuerdings Pflicht. Bei der Online-Buchung werden Name, Adresse und Telefonnummer automatisiert erfragt. Wer Karten an der Kasse kauft, muss diese Angaben direkt dort hinterlassen. Die Informationen werden für den Fall, dass Infektionsketten nachverfolgt werden müssen, jeweils vier Wochen aufgehoben und danach gelöscht.


Finden auch wieder Schwimm- und Aqua-Fitness-Kurse statt?

Nein. Erstmal soll sich der Betrieb auf das reine Schwimmen für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit fokussieren. Nachdem sich alles etwas eingespielt habe, könne dann geschaut werden, welche Kapazitäten es für Kurse gebe, sagt der Bädersprecher. Nur Schul- und Vereinsschwimmen darf mit entsprechender Gruppengröße stattfinden.


Können auch Schwimmprüfungen und Sportabzeichen wieder abgenommen werden?

Ja – jedoch muss vorab mit dem entsprechenden Hallenbad abgeklärt werden, ob die entsprechenden Kapazitäten dafür vorhanden sind.


Gibt es weitere Einschränkungen?
Sämtliche Aufenthaltsbereiche im Eingangsbereich sind grundsätzlich gesperrt. Genauso wie die Liegen und Sitzgelegenheiten an den Becken. Tauchringe, Brillen und weiteres Equipment werden vorerst nicht mehr ausgeliehen. Von den Startblöcken darf nicht mehr gesprungen werden. Auch die Saunen müssen noch geschlossen bleiben und auch Massagen werden bis auf Weiteres nicht mehr angeboten.


Was ist denn gestattet?

Die Sprung- und Rutschenanlagen dürfen wieder wie gewohnt genutzt werden. Gleiches betrifft die Duschen.


Und die Gastronomie?
Auch die gastronomische Einrichtungen in den Hallenbädern sollen wieder wie gewohnt geöffnet sein.


Wie lange bleiben die Sommerbäder noch geöffnet?
Am 30. August endet offiziell die Saison in den Sommerbädern. Sieben Freibäder bleiben jedoch noch länger geöffnet: die Kombibäder Gropiusstadt und Spandau-Süd haben noch bis einschließlich 6. September geöffnet, die Sommerbäder Kreuzberg, Neukölln, Wilmersdorf und Humboldthain bis einschließlich 13. September und das Strandbad Wannsee bis einschließlich 19. September.