Anschlag in Berlin

Newsblog: „Bizarrer, religiöser Wahn“ bei Angreifer

Wegen der psychischen Erkrankung ist eine Schuldunfähigkeit des Angreifers von der A100 nicht auszuschließen. Alle News im Blog.

Autoangriff in Berlin mutmaßlich islamistischer Anschlag

Bei der Autoattacke am Dienstagabend auf der innerstädtischen Autobahn 100 in Berlin hat es sich mutmaßlich um einen islamistischen Anschlag gehandelt. Der Mann sei dringend verdächtig, vorwiegend auf Motorradfahrer "Jagd gemacht zu haben", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner. Bei dem Angriff wurden sechs Menschen zum Teil schwer verletzt.

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  • Er hatte es offensichtlich auf Motorradfahrer abgesehen und machte mit seinem Auto Jagd auf sie. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn gehen in den zweiten Tag.
  • Die Berliner Morgenpost berichtet über die laufenden Entwicklungen in einem Newsblog.
  • Einen Überblick zum Anschlag auf der A100 in Berlin finden Sie hier.

12.59 Uhr: Sprecher - „Bizarrer, religiöser Wahn“ bei Angreifer von Stadtautobahn

Bei dem Angreifer von der Berliner Stadtautobahn gehen die Ermittler von einem „bizarren, religiösen Wahn“ aus. Dies habe eine psychiatrische Begutachtung des 30-Jährigen Irakers ergeben, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag. Wegen der psychischen Erkrankung sei eine Schuldunfähigkeit nicht auszuschließen. Der Mann sei im Maßregelvollzug, dem Haftkrankenhaus, untergebracht. Zu dem Anschlag mit einem Auto am Dienstagabend habe er sich bislang nicht geäußert.

12.09 Uhr: Erkenntnisse zum Iraker reichten für Abschiebung nicht aus

Nach Angaben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) haben die Erkenntnisse der Polizei nicht ausgereicht, um den irakischen Attentäter abzuschieben. Der Asylantrag des Irakers war 2017 abgelehnt worden. Der Täter hatte seitdem Duldungen erhalten. Die Innenminister der Bundesländer hatten sich im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise 2016 zusammen mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) darauf verständigt, keine abgelehnten Asylbewerber in den Irak abzuschieben. Bei schweren Straftätern ist eine Einzelfallprüfung möglich. Die Voraussetzungen dafür hätten aber bei dem Attentäter nicht vorgelegen, sagte Geisel.

10.51 Uhr: Behörden hatten Angreifer von Stadtautobahn nicht auf ihrem „Radar“

Der Angreifer von der Berliner Stadtautobahn war vor dem islamistischen Anschlag mit einem Auto nicht im Blick der Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt. Es habe keine Staatsschutzerkenntnisse zu dem 30-jährigen Iraker und keine Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Donnerstag. „Er war nicht auf dem Radar.“ Aufgefallen sei der Mann, der mit einer Duldung in Deutschland lebt, in der Vergangenheit aber mit Delikten wie Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Der abgelehnte Asylbewerber ist nun vorerst im Maßregelvollzug, dem Haftkrankenhaus, untergebracht, wo er psychiatrisch behandelt wird. Dies hatte ein Haftrichter wegen psychischer Auffälligkeiten am Mittwochabend entschieden.

Die Unterbringung sei eine erste Momentaufnahme und bedeute nicht automatisch, dass der Angreifer schuldunfähig ist, sagten Ermittlerkreise der Deutschen Presse-Agentur. Der Iraker werde weiter begutachtet und befragt. Bislang soll er sich nicht geäußert haben.

Nach der Festnahme am Dienstagabend sei der Mann von einer Polizeiärztin begutachtet worden, diese sei nicht von einer Schuldunfähigkeit ausgegangen, der mutmaßliche Täter soll klar gewirkt haben. Bei einer weiteren Begutachtung seien dann am Mittwoch aber psychische Auffälligkeiten festgestellt worden. Generalstaatsanwältin Margarete Koppers hatte am Mittwoch gesagt, trotz psychischer Auffälligkeiten sei ein gezieltes Verhalten möglich.

9.09 Uhr: Nach Anschlag in Berlin verletzter Feuerwehrmann auf Intensivstation

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag mit einem Auto auf der Berliner Stadtautobahn wird ein schwer verletzter Feuerwehrmann weiter auf einer Intensivstation behandelt. „Sein Zustand ist ernst, wir sind in Gedanken bei ihm und hoffen das Beste“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen der dpa. Die Behörde sei auch im engen Kontakt mit der Familie des Kollegen.

Ein 30-Jähriger Iraker hatte am Dienstagabend auf der Stadtautobahn an drei Stellen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft gezielt Fahrzeuge angegriffen und gerammt. Er hatte demnach Jagd auf Motorräder gemacht. Sechs Menschen waren verletzt worden, drei davon schwer.

Der Tatverdächtige sitzt nun vorerst im Maßregelvollzug, dem Haftkrankenhaus. Dies hatte ein Haftrichter wegen psychischer Auffälligkeiten am Mittwochabend entschieden. Gegen den Angreifer werde wegen versuchten Mordes ermittelt. Der Mann, der in Deutschland geduldet ist, habe sich bislang nicht geäußert, hieß es.

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