EU

Steinbach sieht Perspektive für Werk Hennigsdorf

Jörg Steinbach (SPD) bei einem Termin.

Jörg Steinbach (SPD) bei einem Termin.

Foto: dpa

Potsdam/Brüssel. Nach der nun möglichen Übernahme von Bombardier Transportation durch den französischen Bahntechnik-Konzern Alstom sieht Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) eine gute Perspektive für das Werk in Hennigsdorf (Oberhavel). "Aus Sicht der Landesregierung kann der Produktionsstandort Hennigsdorf mit dem Verkauf an Alstom langfristig gesichert werden", sagte er am Freitag.

Steinbach zeigte sich auch zuversichtlich, dass das Gros der dortigen Arbeitsplätze erhalten werden kann: "Wir haben klare Zusagen von Alstom, dass sie die zusätzliche Produktionskapazität dringend benötigen und damit auch den großen Teil der Beschäftigten in Hennigsdorf halten werden." Um Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme auszuräumen, hatten Alstom und Bombardier vor drei Wochen angekündigt, Bombardier-Produktionsanlagen am Standort Hennigsdorf bei Berlin zu verkaufen. Dabei geht es nach Unternehmensangaben um solche für den Zug Talent 3.

"Wir erwarten, dass nach einem Verkauf weiterhin Talent 3-Züge "made in Hennigsdorf" aus den Werkshallen rollen und setzen darauf", sagte Steinbach. Der Verkaufsprozess müsse zügig über die Bühne gehen - auch im Interesse der Mitarbeiter, die rasch Klarheit und Zukunftsperspektive benötigten.