Luftverkehr

Corona-Tests an Berliner Flughafen Tegel gestartet

In Berlin Tegel sind die ersten Reiserückkehrer auf das Corona-Virus getestet worden. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten nahm die Teststelle am Nachmittag die Arbeit auf. Noch sind die Tests freiwillig.

Fluggäste aus der Türkei wollen sich am Flughafen Tegel freiwillig auf Corona testen lassen und warten bis die Teststelle öffnet. freiwillig.

Fluggäste aus der Türkei wollen sich am Flughafen Tegel freiwillig auf Corona testen lassen und warten bis die Teststelle öffnet. freiwillig.

Foto: dpa

Berlin. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten haben sich am Mittwoch die ersten Reiserückkehrer aus Risikogebieten am Berliner Flughafen Tegel auf das Corona-Virus testen lassen. Rund 20 Menschen mussten nach ihrer Landung aus der Türkei zunächst einige Stunden darauf warten, bis die Teststelle der Charité am Terminal A fertig aufgebaut war und öffnen konnte. Grund waren Probleme mit dem Netzwerk, sagte eine Sprecherin der Charité. Die Tests sind derzeit noch freiwillig. Wer jedoch kein negatives Ergebnis vorlegen kann, muss in eine zweiwöchige Quarantäne. Zahlen müssen die Passagiere nichts.

Am Donnerstag soll am Flughafen Schönefeld im Terminalbereich L eine weitere Teststelle öffnen. An beiden Standorten führen dann jeweils zwei Teams der Charité die Tests durch. "Nach einer Pilotphase soll das Angebot weiter ausgebaut werden", hatte die Charité am Vortag mitgeteilt.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte die freiwilligen Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten am vergangenen Donnerstag für diese Woche in Aussicht gestellt. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Charité. Von kommender Woche an sollen die Tests dann verpflichtend sein. In Tegel betrifft das vor allem Flüge aus der Türkei, die in der Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts aufgeführt ist. In Schönefeld landen hauptsächlich Flugzeuge aus osteuropäischen Risikogebieten.

Der Flughafenbetreiber rechnet damit, dass sich nur wenige Rückkehrer freiwillig testen lassen werden. Pro Tag kämen in Berlin an beiden Standorten rund 2000 Passagiere aus Risikogebieten an, sagte ein Sprecher. Eine bundesweite Verordnung sieht vor, dass sich die Passagiere verpflichtend testen lassen müssen. Diese soll in der kommenden Woche in Kraft treten.

Die Reisenden werden der Charité zufolge über Infotafeln in den Flughafengebäuden auf die Möglichkeit hingewiesen. "Für die Durchführung eines Tests ist eine Anmeldung vor Ort an der Teststelle erforderlich", heißt es. "Die Übermittlung des Testergebnisses erfolgt innerhalb von 48 Stunden." Sollte der Test positiv ausfallen, würden die Betroffenen automatisch durch das zuständige Gesundheitsamt informiert.

"Das ist jetzt alles sehr akut und wird zügig bearbeitet", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) im RBB-Inforadio mit Blick auf die Tests in Schönefeld. Sie erwarte, dass wenige Menschen positiv getestet werden. "Aber trotzdem ist das sehr sinnvoll, dass wir jetzt, wo wir in Deutschland bisher gut durch die Krise gekommen sind, uns jetzt nicht mehr viel Infektionsgeschehen hier ins Land holen."