Mobilität

Berliner setzen zunehmend auf Hybrid-Fahrzeuge

Bei den Neuzulassungen in Berlin liegen alternative Antrieben bei mehr als 20 Prozent.

Auto zum Einstöpseln: Bei einem Plug-in-Hybrid lässt sich der Akku auch an der Steckdose aufladen, um eine gewisse Strecke rein elektrisch fahren zu können.

Auto zum Einstöpseln: Bei einem Plug-in-Hybrid lässt sich der Akku auch an der Steckdose aufladen, um eine gewisse Strecke rein elektrisch fahren zu können.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa-tmn

Berlin. In Berlin ist im 1. Halbjahr 2020 laut Kraftfahrt-Bundesamt die Zahl neu zugelassener Pkw mit alternativen Antrieben um 15,2 Prozent auf 5440 angestiegen. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch mit. 1153 Pkw verfügten demnach über einen Elektromotor und 4189 über einen Hybridantrieb (1. Halbjahr 2019: 1105 beziehungsweise 3398).

Zudem wurden zwei mit Flüssiggas und 89 mit Erdgas betriebene Pkw neu zugelassen (1. Halbjahr 2019: 115 beziehungsweise 99). Der Anteil neu zugelassener Pkw mit den genannten alternativen Antrieben an den insgesamt neu zugelassenen Fahrzeugen betrug damit 20,4 Prozent. Gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres hat sich ihr Anteil damit nahezu verdoppelt (1. Halbjahr 2019: 10,6 Prozent) Berlin liegt damit auch bundesweit deutlich über dem Durchschnitt: In der Deutschland lag die Quote bei 17,2 Prozent.

Starker Zuwachs bei alternativen Antrieben auch in Brandenburg

Auch im Nachbarland Brandenburg haben alternative Antriebsarten deutlich zugelegt, sie liegen aber immer noch unter dem Bundesdurchschnitt. So stieg die Zahl der der neu zugelassenen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im 1. Halbjahr 2020 um 67,3 Prozent auf 3998 an. Es wurden 69 mit Flüssiggas und 67 mit Erdgas betriebene Pkw neu zugelassen (1. Halbjahr 2019: 168 beziehungsweise 103), teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

901 Pkw verfügten über einen Elektromotor und 2957 über einen Hybridantrieb (1. Halbjahr 2019: 457 beziehungsweise. 1661). Der Anteil neu zugelassener Pkw mit alternativen Antrieben an den insgesamt neu zugelassenen Pkw betrug somit 16,9 Prozent (1. Halbjahr 2019: 7,2 Prozent).

Ein Viertel der Käufer setzt weiter auf Diesel

Ein Viertel der neu zugelassenen 26.661 Autos in Berlin wurden mit einem Dieselmotor betrieben. Im Jahr 2017 betrug deren Anteil an allen neu zugelassenen Fahrzeugen noch 31,9 Prozent. Ähnlich sieht es in Brandenburg aus: Hier wurden 26,4 Prozent der neu zugelassenen 23.727 Pkw mit einem Dieselmotor betrieben. Im Jahr 2017 hatte der Anteil an allen neu zugelassenen Pkw noch 30 Prozent betragen.

Die Zahl der insgesamt in Berlin neu zugelassenen Kraftfahrzeuge ist im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres durch den Einfluss der Corona-Krise um 22.194 beziehungsweise 38,8 Prozent auf 35.029 stark zurückgegangen. In Brandenburg fiel der Rückgang nicht ganz so stark aus: Die Zahl der insgesamt im Land Brandenburg neu zugelassenen Kraftfahrzeuge ist im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 10.633 beziehungsweise 24,4 Prozent auf 32.957 gesunken.