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Seelöwen-Jungtier wagt seinen ersten Ausflug ins Wasser

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Katrin Lange
Seelöwen-Jungtier wagt seinen ersten Ausflug ins Wasser

Seelöwen-Jungtier wagt seinen ersten Ausflug ins Wasser

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Der Nachwuchs im Zoo ist jetzt auf der Außenanlage zu sehen.

Berlin. So ganz überzeugt ist der kleine Seelöwe anfangs noch nicht vom Wasser. Erst wackelt er ganz forsch heran, doch dann macht er erst einmal eine lange Nase. Das soll also ab sofort sein Medium sein? Vorsichtig streckt er eine Flosse aus, mit der anderen hält er sich noch am Felsen fest. Mutter Sandra schwimmt heran und gibt dem Jungtier einen Schubs. „Ab ins Wasser“, lautet das Kommando. Sie bleibt an der Seite des Jungtiers und überwacht die ersten Schwimmversuche.

Noch nicht einmal drei Wochen ist der jüngste Seelöwen-Nachwuchs im Zoo alt. Am 21. Juni kam der kleine Kalifornische Seelöwe auf die Welt. Die ersten zwei Wochen hat das männliche Jungtier im Stall mit Mutter Sandra verbracht. Jetzt aber ist es an der Zeit für die ersten Ausflüge auf die Außenanlage. Noch ist das Jungtier mit der Mutter auf einer separaten Anlage, um die ersten Lektionen in Ruhe zu lernen. Mit zwei bis drei Wochen können Seelöwen richtig schwimmen.

Bald lernt das Jungtier auch seinen Vater kennen

Später kommen die beiden mit der Gruppe zusammen. Dann lernt das Jungtier auch seinen Vater Enzo kennen. Es ist bereits der sechste Nachwuchs der 16 Jahre alten Seelöwen-Dame. „Als erfahrene Mutter kümmert sich Sandra vorbildlich um ihren Nachwuchs“, sagt Robben-Tierpfleger Corvin Schmohl. Noch hat der kleine Seelöwen-Junge keinen Namen, doch das soll sich schnell ändern. Der Zoo wird in den Social-Media-Kanälen dazu aufrufen, Vorschläge für einen Namen abzugeben. Die Tierpfleger wollen sich dann aus allen Vorschlägen einen aussuchen, der am besten zu dem Jungtier passt.

Kalifornische Seelöwen sind schlanker und athletischer als Seehunde, mit denen sie verwandt sind. Sie können ihre Hinterflossen unter den Körper drehen und so auf allen vieren laufen, statt schwerfällig zu robben. Die meiste Zeit verbringen sie im Wasser. Sie können bis zu 100 Meter tief tauchen. Die Haare an der Schnauze sind hochempfindlich. Seelöwen orientieren sich damit und orten ihre Beute, indem sie feinste Schwingungen wahrnehmen. Am liebsten ernähren sich Seelöwen von Lachsen, Tintenfischen und Krebsen.