One Berlin

Tim Raue und One Berlin: Stadt muss wieder vibrieren

Die Hoteliers Tom und Nadine Michelberger mit Sternekoch Tim Raue (v.l.) im  Hotel Michelberger an der Warschauer Straße. Foto: Jörg Krauthöfer / FUNKE Foto Service 

Die Hoteliers Tom und Nadine Michelberger mit Sternekoch Tim Raue (v.l.) im Hotel Michelberger an der Warschauer Straße. Foto: Jörg Krauthöfer / FUNKE Foto Service 

Foto: Joerg Krauthoefer / FUNKE Foto Services

Berlin muss aus Sicht von Sterne-Koch Tim Raue auch in der Corona-Krise zu seinen Szene-Werten zurückfinden.

Berlin. Um Tim Raue, so die weit verbreitete Annahme, müsse man sich doch wirklich keine Sorgen machen. Der Berliner Zwei-Sternekoch ist schließlich im Fernsehen und international bekannt. Dass der 46-Jährige die Verantwortung für fast 40 Mitarbeiter allein in seinem Hauptrestaurant an der Rudi-Dutschke-Straße trägt und zu einem großen Teil von Touristen lebt, steht auf einem anderen Blatt. Aus diesem Grund ist Raue am Mittwochmorgen ins „Michelberger Hotel“ an der Warschauer Straße gekommen, um mit den Eigentümern Nadine und Tom Michelberger sowie weiteren Vertretern der Gastronomie- und Veranstaltungsbranche die Initiative One Berlin vorzustellen.

Politik soll offen sein für alternative Vorschläge

Gemeinsam richten sie einen Appell an die Politik zu einem Dialog über die Reanimation des Lebens in der Stadt. „Berlin ist in den vergangenen Jahren gewachsen, weil es vibriert. Unsere Diversität verdanken wir unseren sozialen Orten“, so Raue. Für die Bewohner fühle sich der Alltag zwar wieder wie Normalität an, international sei Berlin aber quasi von der Außenwelt abgeschlossen. „Das Berlin-Gefühl lässt sich an Zahlen nicht messen“, so Tom Michelberger. Von der Politik fordere er deshalb auch nicht in erster Linie Geld, sondern Offenheit für Alternativen: „Wir haben Bock, wir wollen Dinge anpacken. Als Selbstständige sind wir in der Lage, uns anzupassen. Kultur muss draußen stattfinden.“

( AS )