Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit in Berlin steigt auf mehr als zehn Prozent

| Lesedauer: 2 Minuten
Joachim Fahrun

Foto: Revierfoto / imago/Revierfoto

In Berlin waren zum Monatsende 209.360 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind noch einmal 8719 mehr als im Mai.

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Berlin . Die Corona-Krise hat in Berlin auch im Juni zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt. Zum Monatsende waren 209.360 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind noch einmal 8719 mehr als im Mai, als der Zugang mit 18.000 deutlich höher gewesen war. Die Wucht der Krise macht der Vergleich mit dem Vorjahr deutlich. Derzeit sind in der Hauptstadt 56.000 Menschen mehr ohne Job als im Juni 2019. Die Arbeitslosenquote in Berlin stieg um 0,5 Punkte auf 10,5 Prozent. In Brandenburg gab es mit 86.000 trotz der Krise gegenüber dem Mai einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Quote liegt konstant bei 6,5 Prozent, wenn auch um 0,9 Punkte über dem Niveau des Vorjahres.

In Berlin ist die Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise im Jahresvergleich stärker gestiegen als in den meisten anderen Bundesländern. Das Plus von 37,2 Prozent in der Hauptstadt wird übertroffen von Bayern und Baden-Württemberg mit einer Zunahme von 48 beziehungsweise 45 Prozent. Hamburg liegt mit 35 Prozent mehr Arbeitslosen knapp hinter Berlin. Die Quoten sind in den drei genannten wirtschaftsstarken Regionen aber deutlich niedriger als in Berlin.

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63.000 Betriebe in der Region haben Kurzarbeit beantragt

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wird nach wie vor durch die Kurzarbeit gebremst. 63.000 Betriebe in der Region mit 645.000 Beschäftigten haben Kurzarbeit angemeldet. Allerdings sieht es so aus, als sei hier der Höhepunkt erreicht. In den vergangenen vier Wochen sei die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit in Anspruch nehmen wollen, nur noch um 1100 gestiegen, so die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. „Der Arbeitsmarkt im Juni, in dem sonst Arbeitslosigkeit zurückgeht, ist besonders in Berlin weiter unter Druck“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Bernd Becking. Nun gelte es, die Anstrengungen auf den Endspurt am Ausbildungsmarkt im September zu konzentrieren. „In Berlin sind im Juni noch fast 6900 Ausbildungsstellen unbesetzt, in Brandenburg 6800. Mit Flexibilität und Mobilität sind das 13.700 Chancen für einen guten Start ins Berufsleben.“

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