Corona-Newsblog in Berlin

31 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln auf Grün

8616 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

Weil in einigen Bundesländern die Zahl der Corona-Infektionen sinkt, wird vielerorts eine Aufhebung der Maskenpflicht diskutiert, so zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Eine Lockerung könnte bereits nach den Sommerferien in Kraft treten. Eine Umfrage in Berlin.

Beschreibung anzeigen

Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

8.31 Uhr: Corona-Krise erschwert Pflegeausbildung in Brandenburg

Geschlossene Pflegeschulen, Onlineunterricht, gesteigerter Sicherheitsaufwand: Die Corona-Pandemie hat den Ausbildungsalltag in der Pflege stark verändert. Zwar haben die Sozialverbände die Ausbildung nicht komplett einstellen, aber organisatorisch umstellen müssen. „So wurde der schulische Anteil der Ausbildung weitestgehend auf Homeschooling umgestellt“, sagte die Sprecherin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Brandenburg, Fanni Brinkmann. Zugleich erschwerten gesteigerte Hygienemaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen in den Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege den praktischen Einsatz.

7.01 Uhr: Digitales Semester - durchwachsene Uni-Bilanz

Computer statt Hörsaal: Innerhalb weniger Wochen haben alle Berliner Hochschulen in der Corona-Pandemie im Frühjahr auf digitale Lehre umgestellt. Zum Ende der Vorlesungszeit am 18. Juli ist klar: Das wird auch zu großen Teilen auch so bleiben.

„Die Lehre im Wintersemester wird erneut im Wesentlichen digital stattfinden“, sagte Hans-Ulrich Heiß, Vizepräsident für Lehre, Digitalisierung und Nachhaltigkeit an der Technischen Universität Berlin (TU). Ausnahmen seien Laborkurse und einige kleinere Seminare.

Ähnlich plant das auch die Humboldt-Universität. Ein großer Wunsch sei eine Rückkehr zur Präsenzlehre, sagte Sprecher Frank Aischmann. Doch solange die Pandemie anhalte, müssten weiterhin zum Großteil digitale Angebote bereitstehen - allein schon mit Blick auf Risikogruppen und die nötigen Abstände. Prüfungen und Praxisformate sollten jedoch, sofern möglich, als persönliche Begegnung stattfinden. Für die HU sei die Umstellung auf Online-Lehre ein Kraftakt gewesen. Zu rund 87 Prozent sei er aber gelungen - das entspreche rund 5000 Lehrveranstaltungen.

Die Freie Universität (FU) hat bereits in der Vergangenheit Online-Kurse angeboten, bei denen der Zugang für Studierende über Blackboard geregelt wurde. Auch „E-Learning“ sei schon seit 2003 ein großes Thema, berichtete Präsidenten-Sprecher Goran Krstin. Das aktuelle Sommersemester sei dennoch anders abgelaufen. Zu den Angeboten gehörten zum Beispiel virtuelle Seminare, Fragen per Chat, Diskussionen über Telefon- und Videokonferenzen und eine Twitter-Vorlesung. Zu 90 Prozent habe die FU-Lehre so digital stattfinden können. Eine Analyse der Nutzung des zentralen Videokonferenzsystems der Uni habe im Juni mehr als 350 000 Teilnehmer verzeichnet.

An der TU ist die Bilanz des Sommersemesters durchwachsen. Vor der Pandemie lag der Anteil digitaler Lehrveranstaltungen bei weniger als zwei Prozent, berichtete Heiß. Je nach Fakultät seien nun fünf bis zwanzig Prozent der Veranstaltungen ausgefallen. Obwohl es der TU gelungen sei, online auf 80 bis 90 Prozent hochzufahren, sei noch nicht klar, wie es mit dem Lernerfolg aussehe, ergänzte Heiß. Auch Klausurergebnisse gebe es noch nicht.

Nicht erweichen ließen sich die Unis vom Wunsch ihrer Studenten nach einem Freiversuch bei Prüfungen. Dabei würde ein Bestehen gewertet, ein Durchfallen dagegen nicht. Auch Wissenschafts-Staatssekretär Steffen Krach hatte am Freitag Sympathie für diese Idee gezeigt. Die TU sieht dafür aber eine fehlenden Rechtsgrundlage und viele ungelöste Probleme mit Blick auf den Grundsatz der Gleichbehandlung.

„Alle Prüfungen sind freiwillig“, sagte Heiß. Die Möglichkeiten zum Rücktritt seien anders als früher nun auch extrem kulant. Das bestätigt auch die HU. Für die FU versicherte Sprecher Krstin, dass Studierende, die im Sommersemester nicht alle geplanten Lehrveranstaltungen belegen und Prüfungen ablegen können, daraus keine Nachteile haben werden.

+++ Freitag, 10. Juli 2020 +++

19.50 Uhr: 1. FC Union will volles Stadion zum Liga-Start - Corona-Test für alle

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin strebt zum Start der neuen Saison trotz der Coronavirus-Pandemie ein volles Stadion an. Wie der Club am Freitag mitteilte, soll es „spätestens ab dem 1. Spieltag der Saison 2020/21“ eine „Vollauslastung“ geben. Erreicht werden soll dieses ehrgeizige Ziel mit Hilfe von Coronatests für alle 22.012 Karteninhaber sowie alle Anwesenden vor Ort. „Zugang zum Stadion erhält man dann mit einer gültigen Eintrittskarte und einem negativen Testergebnis, das zum Zeitpunkt der Stadionschließung nicht älter als 24 Stunden sein darf“, hieß es in der Mitteilung.

„Unser Stadionerlebnis funktioniert nicht mit Abstand, und wenn wir nicht singen und schreien dürfen, dann ist es nicht Union. Gleichzeitig steht die Sicherheit unserer Besucher und Mitarbeiter im Mittelpunkt unserer Überlegungen“, sagte Club-Präsident Dirk Zingler in der Mitteilung. „Wir wollen bestmöglich gewährleisten, dass sich in unserem ausverkauften Stadion niemand infiziert – das gilt für Unioner und gleichermaßen auch für Gästefans.“ Hier geht es zum Artikel.

19.09 Uhr: Corona-Krise trifft Flughafenpersonal hart

Für die Beschäftigten am Flughafen schlägt die Krise allmählich durch. Die Bodendienstleister wie die Wisag bauen Stellen ab. Bei der Flughafengesellschaft (FBB) selbst ist noch die Hälfte der Belegschaft in Kurzarbeit. 20 leitende Mitarbeiter und auch die Geschäftsführung verzichten in der Krise auf zehn Prozent ihres Gehaltes.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup kündigte einen Stellenabbau bei der FBB an, auch wenn es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Es gilt jedoch bereits ein Einstellungsstopp, zudem werde man Altersabgänge, natürliche Fluktuation und Altersteilzeitmodelle nutzen, um die Personalkosten zu senken. In welchem Umfang die Belegschaft schrumpfen soll, sagte der Flughafenchef jedoch nicht. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

19.00 Uhr: Keine weiteren Corona-Toten, 31 neue Infektionen, Ampeln auf grün

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 216. 31 neue Infektionen wurden bestätigt, 49 gab es am Tag zuvor. 462 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 473 waren es gestern. 7938 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt wie gestern 28 Personen. Insgesamt liegen 69 Menschen in Krankenhäusern, diese Zahl ist zum Vortag ebenfalls unverändert.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,52 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

16.28 Uhr: Kulturschaffende demonstrieren

Einige hundert Kulturschaffende haben am Freitag in Berlin unter dem Motto „Rettet die Veranstaltungsbranche“ demonstriert. Der mit 350 Teilnehmern bei der Polizei angemeldete Zug bewegte sich vom Frankfurter Tor bis zum Oranienplatz.

Auf Plakaten von Teilnehmern stand „Musik ist systemrelevant“ und „The Show Must go on“. Trotz zwischenzeitlicher Regenschauer waren nach Angaben eines dpa-Reporters 300 bis 400 Teilnehmer bei der Demo, die auf die prekäre Lage der Kultur-und Eventbranche aufmerksam machen sollte.

Bereits Ende Juni hatte es eine Demonstration unter demselben Motto in Berlin gegeben. Die Veranstaltungsbranche hat wegen den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie große Verluste zu verzeichnen. Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern in geschlossenen Räumen sind bis Oktober verboten.

16.10 Uhr: Renntag in Hoppegarten wieder mit Zuschauern

Erstmals seit dem Beginn der Corona-Krise dürfen in begrenzter Anzahl und unter strengen Auflagen wieder Besitzer und Zuschauer bei einem Renntag auf der Galopprennbahn in Hoppegarten dabei sein. Am Sonntag in einer Woche werden auf dem Rasen vor der Haupttribüne rund 500 zur Wahrung des Mindestabstands markierte Steh- und Picknickplätze zur Verfügung stehen. Das teilten die Veranstalter am Freitag mit. Weiterhin werde auch ein begrenzter Teil der Logen auf der Anlage besetzt sein. Maximal 1000 Personen sollen sich auf der Anlage befinden.

„Wir freuen uns, mit dieser weiteren Lockerung erstmals in diesem Jahr wieder Fans auf der Rennbahn begrüßen zu können. Der Fokus liegt am kommenden Sonntag auf den Pferden und der schönen Natur“, sagte Michael Wrulich, der Geschäftsführer der Rennbahn Hoppegarten: „Ich bin dankbar für die konstruktiven Lösungen, die wir mit dem Landkreis Märkisch-Oderland und Herrn Steffen Hampel, dem Leiter des Gesundheitsamtes, finden konnten.“

Neben den Zuschauern sind rund 250 am Renntag unmittelbar Beteiligte wie Reiter, Trainer, Pferdeführer, Funktionäre und Funktionspersonal zugelassen. Zudem können auch 150 Besitzer und Partner dabei sein.

13.32 Uhr: Vier neue Corona-Infektionen in Brandenburg - Zahlen neu bewertet

Die ermittelte Zahl Corona-Infektionen in Brandenburg ist nach einer Neubewertung der Angaben zurückgegangen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, kam es im Landkreis Potsdam-Mittelmark zu einer Datenrevision: 33 falsch klassifizierte Fälle aus den Monaten April und Mai wurden danach rückwirkend neu bewertet und korrigiert. Damit gibt es im Land 3475 Menschen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 Fälle infiziert haben; am Donnerstag waren noch 3504 gemeldet worden.

Durch die Datenregulierung gelten nun 3220 Patienten als genesen, am Vortag waren es noch 3250. Derzeit werden den Angaben zufolge acht Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Todesfälle beträgt 173.

12.11 Uhr: Band widmet Virologen Drosten Song

Die Berliner Punkrock Band ZSK hat dem Charité-Virologen Christian Drosten einen Fan-Song gewidmet. In dem Youtube-Video mit dem Titel „Ich habe besseres zu tun“ wehrt Drosten als Zeichentrickfigur nicht allein Coronaviren gekonnt ab. Der Song lobt humorvoll die erklärenden Podcasts des Wissenschaftlers und seine „schönen Haare“, thematisiert aber auch kritisch die Anfeindungen gegen ihn - bis hin zu Corona-Leugnern.

Die Idee sei aus einer Bierlaune heraus entstanden, habe auch einen ernsten Hintergrund, sagte Sänger Joshi in einer Presseerklärung. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Wissenschaftler auf der ganzen Welt täten seit Monaten alles menschenmögliche, um Leben zu retten. „Bei uns gehört auch Christian Drosten dazu, der seit Anfang an mit seiner ruhigen und schlauen Art über das Virus aufklärt“, ergänzte Joshi. „Wir finden es furchtbar und erschreckend, dass er dafür angefeindet wird, sogar Morddrohungen erhält.“

11.46 Uhr: Bodendienstleister Wisag baut Hunderte Stellen ab

Der Boden- und Sicherheitsdienstleister Wisag will an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel rund die Hälfte der Arbeitsplätze streichen. „Der dramatisch eingebrochene Luftverkehr in Berlin und die Schließung von Tegel zwingen uns zu einem Stellenabbau über alle unsere Berliner Gesellschaften hinweg“, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Das Magazin „Business Insider“ hatte zuvor berichtet, 800 von 1500 Stellen könnten betroffen sein. „Genaue Zahlen können wir heute nicht nennen, die Größenordnung ist jedoch im Ansatz richtig“, hieß es von Wisag. Das Unternehmen stehe am Anfang der Gespräche mit den Beteiligten und Gewerkschaftsvertretern, „um möglichst viele Arbeitsplätze in Berlin erhalten zu können“.

Der Luftverkehr an den beiden Hauptstadtflughäfen war, wie überall in Deutschland, während der Corona-Krise nahezu zum Erliegen gekommen. Inzwischen erholen sich die Fluggastzahlen wieder, doch aus Sicht der Betreiber wird es noch einige Jahre dauern, bis das Niveau aus dem Jahr 2019 wieder erreicht wird.

6.31 Uhr: Staatssekretär Krach für Corona-Joker bei Hochschul-Prüfungen

Berlins Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach will Berlins Studenten das Leben in Pandemie-Zeiten erleichtern. „Bei Prüfungen hätte ich in diesem Semester grundsätzlich Sympathie für einen Freiversuch“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Doch das müssen die Gremien der Hochschulen beschließen.“ Bei einem Freiversuch zählt eine bestandene Prüfung, ein Durchfallen wird dagegen nicht gewertet. Die Vorlesungszeit endet in Berlin am 18. Juli.

Auch eine Lösung für die Studienzeit sei in Arbeit, ergänzte Krach. „Wir stimmen aktuell einen Gesetzentwurf ab, mit dem die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert werden soll.“ Das Gesetz solle nach der Sommerpause im Parlament beschlossen werden. Die Entscheidung ist zum Beispiel für Studenten wichtig, die BAföG beziehen.

Die Hochschulen hatten ihren Betrieb wegen der Corona-Pandemie innerhalb weniger Wochen auf digitalen Betrieb umstellen müssen. Rund
200.000 Studenten mussten anfangs auch mit geschlossenen Bibliotheken und Lesesälen klar kommen.

6 Uhr: Landesruderverband droht Senat mit Klage

Das gemeinsame Sportrudern in Berlin ist immer noch nur Familienmitgliedern sowie Bundes- und Landeskadersportlern gestattet, da in den Booten baubedingt nur ein Mindestabstand von 1,35 bis 1,45 Metern eingehalten werden kann. Mit dem Landesruderverband Berlin hat nun erstmals eine der betroffenen sportlichen Interessensgemeinschaften juristische Schritte gegenüber der Landespolitik angedroht.

„Wir fordern den Senat auf, kurzfristig klarzustellen, dass die Ausübung des Rudersports in Mannschaftsbooten auch unter der bestehenden Infektionsschutzverordnung zulässig ist“, sagt Karsten Finger, erster Vorsitzender der Landesruderverbands, „hierzu haben wir Anträge an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci und den Regierenden Bürgermeister Michael Müller gesandt. Sollten wir bis Montag keine Antwort erhalten, werden wir mit der vollen Rückendeckung unserer Vereinsmitglieder Klage vor dem Verwaltungsgericht einreichen.“ Mehr dazu lesen Sie hier.

4.31 Uhr: Brandenburg für möglichst lokale Corona-Strategie

Brandenburg setzt im Umgang mit Corona-Ausbrüchen auf möglichst lokale Schutzvorkehrungen. „Erfahrungen der ersten Wochen im Land Brandenburg haben (...) gezeigt, dass es nicht zielführend ist, wenn ein ganzer Landkreis quasi "in Geiselhaft" genommen wird“, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Dominik Lenz, der Deutschen Presse-Agentur. Die Landkreise und kreisfreien Städte hätten bei einem strikt lokalisierbaren Ausbruch wie einer Flüchtlingsunterkunft, einem Krankenhaus oder Pflegeheim bisher stets die geeigneten Maßnahmen für einen Lockdown eingeleitet.

Für einen solchen Fall wird etwa die Einrichtung abgeriegelt und die betreffenden Mitarbeiter und Kontaktpersonen werden getestet. In Brandenburg sind die Landkreise und kreisfreien Städte zuständig für den Schutz, vor allem, wenn es über sieben Tage lang mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gibt. Das Land sei mit der Zuständigkeit der kommunalen Ebene in der Eindämmung regionaler Hotspots bisher „sehr gut gefahren“, sagte der Sprecher. Die Voraussetzung sei aber, dass ein Ausbruch eingrenzbar sein müsse.

Das Brandenburger Gesundheitsministerium rät dazu, nicht von der bisherigen Regelung abzurücken. „Eine bundesweite Verabredung sollte daher diese Form der bewährten Aufgabenteilung zwischen Land und Kommunen nicht ohne Not verändern“, sagte der Sprecher. Sie solle nur Eckpunkte potenzieller Aktionen beinhalten, die die Länder in eigener Verantwortung steuern oder abgeben könnten. In Brandenburg nehmen die Corona-Infektionen moderat zu. Von Mittwoch auf Donnerstag kamen laut Gesundheitsministerium zwei bestätigte neue Fälle hinzu.

Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischunternehmen Tönnies wurde das öffentliche Leben für den nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh deutlich eingeschränkt. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte die Einschränkungen gekippt, weil es die Maßnahmen als nicht mehr verhältnismäßig ansah. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte für mehr regionale Differenzierung geworben, die sich nicht zwingend an Kreisgrenzen orientieren, falls wegen eines lokalen Ausbruchs wieder strengere Maßnahmen eingeführt werden.

+++ Donnerstag, 9. Juli 2020 +++

20.50 Uhr: 473 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, 7896 Menschen genesen

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 216. 49 neue Infektionen wurden bestätigt, 35 gab es am Tag zuvor. 473 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 492 waren es am Mittwoch. 7896 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 28, ein Patient weniger als Mittwoch. Insgesamt liegen 69 Menschen in Krankenhäusern, 18 weniger als Mittwoch. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,6 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

13:27 Uhr: Zwei Neuinfektionen in Brandenburg

Die Corona-Infektionen in Brandenburg nehmen weiter nur moderat zu. Von Mittwoch auf Donnerstag seien zwei bestätigte neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Beide Neuinfektionen stammten aus Potsdam. Seit Anfang März hat Brandenburg damit 3504 bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst.

Derzeit werden den Angaben zufolge neun Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Todesfälle seit März stieg von Mittwoch auf Donnerstag von 172 auf 173, ein Patient starb im Kreis Potsdam-Mittelmark. Als genesen gelten rund 3250 Menschen, 10 mehr als am Vortag. Die Zahl der Erkrankten liegt geschätzt bei rund 80, nach 90 zuvor.

13:06 Uhr: Tourismus auch im Mai deutlich eingebrochen

Die Corona-Pandemie hat in Berlin und Brandenburg auch im Mai zu deutlichen Einbrüchen in der Tourismusbranche geführt. Knapp 91 Prozent weniger Übernachtungen als im Jahr zuvor wurden in der Bundeshauptstadt gezählt, in Brandenburg waren es rund 66 Prozent weniger, wie das Statistische Landesamt Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte.

Demnach gab es im Mai 285.000 Übernachtungen in Berlin, in Brandenburg waren es 470.000. Im Vorjahresmonat wurden in Berlin rund 3 Millionen und in Brandenburg 1,4 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Zahl der Ankünfte sank ebenfalls in beiden Ländern um mehr als 92 Prozent in Berlin und knapp 77 Prozent in Brandenburg.

Bereits im April hatte der Tourismus starke Einbußen erlebt. So sank die Zahl der Übernachtungen in Berlin um fast 95 Prozent und in Brandenburg um knapp 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März ging die Zahl der Übernachtungen in Berlin um zwei Drittel zurück, in Brandenburg um etwa die Hälfte. Seit dem 25. Mai können Hotels in Berlin und Brandenburg wieder Touristen empfangen.

12:17 Uhr: Stimmung in Brandenburger Wirtschaft hellt sich auf

In der Brandenburger Wirtschaft hat sich die Stimmung laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) des Landes leicht aufgehellt. Die Unternehmen sähen Chancen für eine baldige Konjunkturbelebung, teilten die IHK Cottbus, Ostbrandenburg und Potsdam am Donnerstag als Ergebnis der gemeinsamen Befragung mit. An ihr nahmen den Angaben zufolge mehr als 550 Unternehmen teil.

Bei der vorangegangenen Umfrage im März hatte vor allem die Corona-Pandemie belastend auf die Entwicklung gewirkt. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen schätzen die Lage mittlerweile als gut ein.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich in der größten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam, Mario Tobias. Das werde nicht spurlos an Brandenburg vorübergehen. Brandenburgs stärkere Binnenmarktorientierung könnte sich allerdings als Vorteil erweisen. Ein Fünftel der Firmen rechne mit Entlassungen, zehn Prozent wollten hingegen wieder einstellen.

11:00 Uhr: Amateurfußball ärgert sich über Senat

Im Berliner Jugend- und Amateurfußball wächst der Ärger über das weitere Verbot für den Trainings- und Wettkampfbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie. Ein Antrag des Verbandes an den zuständigen Innen- und Sportsenat, wie inzwischen in allen anderen Bundesländern Kontaktsport mit einem entsprechenden Hygiene- und Sicherheitskonzept wieder zuzulassen, führte zu keinen Veränderungen. Die Reaktion des Senats sei „nicht zufriedenstellend“ ausgefallen, berichtete der Berliner Fußball-Verband (BFV) am Donnerstag. Vor allem für die überregional antretenden Vereine sei die Situation mit Blick auf die neue Saison auch ein klarer Wettbewerbsnachteil. Auch im Nachbar-Bundesland Brandenburg kann in allen Klassen bereits wieder Fußball gespielt werden.

Der BFV will nun über seine 200 Vereine und die fußballinteressierte Öffentlichkeit um den Re-Start nach der Corona-Pause kämpfen. Das Hygienekonzept umfasst die vier Säulen Mindestabstand, der nur auf dem Spielfeld weniger als 1,5 Meter betragen darf, Maskenpflicht, Desinfektion und Dokumentationspflicht. Zudem legte der Verband dem Senat Studien vor, die belegen sollen, dass beim Fußball im Freien durch die kurzen direkten Kontakt-Zeiten nur eine sehr eingeschränkte Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus besteht.

Auch der Landessportbund Berlin (LSB) hat bereits bei Sport-Staatssekretär Alexander Dzembritzki vorgesprochen, das bestehende Verbot für Kontaktsport aufzuheben. Der aber beharre auf die in der Berliner Infektionsschutzverordnung festgelegten Regeln, berichtete LSB-Präsident Thomas Härtel in der „Bild“-Zeitung: „Inzwischen haben wir uns an den Regierenden Bürgermeister gewandt und um Unterstützung gebeten.“ Ausnahmen durch die Sportverwaltung gibt es bisher nur für Bundesligateams sowie Berufssportlerinnen und -sportler in anderen Sportarten.

+++ Mittwoch, 8. Juli 2020 +++

19.44 Uhr: 35 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln auf Grün

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 216. 35 neue Infektionen wurden bestätigt, 40 gab es am Tag zuvor. 492 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 503 waren es gestern. 7828 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 29, zwei Patienten weniger als gestern. Insgesamt liegen 87 Menschen in Krankenhäusern, 22 weniger als gestern. In unserem Newsblog finden Sie die Zahlen für jeden der Bezirke.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,76 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 860 (+2) 805
Friedrichshain-Kreuzberg 697 (+5) 642
Lichtenberg 454 (+10) 387
Marzahn-Hellersdorf 480 (+3) 440
Mitte 1251 (+1) 1149
Neukölln 1049 (+5) 928
Pankow 796 (+2) 732
Reinickendorf 664 (+1) 607
Spandau 459 (+1) 427
Steglitz-Zehlendorf 599 (+2) 571
Tempelhof-Schöneberg 821 (+3) 752
Treptow-Köpenick 406 (0) 388
Summe 8536 (+35) 7828

Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt:

  • drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt
  • zwölf 50 bis 59 Jahre alt
  • 23 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt
  • 60 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt
  • 81 waren 80 bis 89 Jahre alt
  • 37 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter

18.05 Uhr: Bislang 324 Testungen nach Corona-Fall in Neuruppiner Kita

Im Zusammenhang mit dem Corona-Fall in einer Neuruppiner Kita (Ostprignitz-Ruppin) sind bislang 324 Menschen getestet worden. Sieben positive Fälle seien dabei festgestellt worden, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Rund 350 Kontaktpersonen konnten ermittelt werden. Das Ende der Fahnenstange sei damit aber noch nicht erreicht, hieß es. Es würden weitere Kontakte gesucht.

15 Uhr: Sterne-Koch Tim Raue: "Berlin muss wieder vibrieren"

Berlin muss aus Sicht von Sterne-Koch Tim Raue auch in der Corona-Krise zu seinen Szene-Werten zurückfinden. „Die Stadt ist immer deswegen in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewachsen, weil es ein Ort war, der vibriert hat“, sagte Raue am Mittwoch in Berlin. Für die Einzigartigkeit und gelebte Diversität müssten entsprechend Orte geöffnet werden. Die Details finden Sie hier.

14.51 Uhr: Trinkbrunnen in Berlin gehen wieder in Betrieb

An den mehr als 100 öffentlichen Trinkbrunnen in der Stadt sollen die Berliner bald wieder ihren Durst stillen können. Nach langer Pause über den Winter und weiter in der Corona-Krise nehmen die Wasserbetriebe die kostenlosen Wasserspender nach und nach in Betrieb, wie eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch auf Anfrage sagte. „Wir gehen bezirksweise vor.“ Die Wiederinbetriebnahme laufe seit circa einer Woche, bis Ende Juli solle aus allen Anlagen Wasser sprudeln.

Da die Brunnen seit dem Herbst trocken waren, werden sie von innen und außen gereinigt sowie desinfiziert, wie die Sprecherin erläuterte. Erst nach einer Bestätigung der Wasserqualität durch eine Probe werde dann der Brunnen zur Nutzung freigegeben. Ein Infektionsrisiko durch das Wasser wird nicht gesehen: „Das wasserführende Rohr kann von außen nicht verschmutzt werden“, betonte die Sprecherin. Dass die Nutzung nun wieder ermöglicht werde, liege etwa an den gesunkenen Corona-Fallzahlen in Berlin und dem gestiegenen Bedarf, da wieder mehr Menschen auf den Straßen unterwegs seien.

11.48 Uhr: Eine neue Infektion in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg ist um einen bestätigten Fall gestiegen. Zwar seien drei neue Infektionen hinzugekommen, je ein Fall in den Kreisen Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Potsdam-Mittelmark, berichtete das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam. Im Kreis Märkisch-Oderland würden aber zwei Infektionen als Korrektur abgezogen, so dass von Dienstag auf Mittwoch rechnerisch ein Fall hinzukam. Solche Korrekturen treten öfter auf, zum Beispiel, wenn sich herausstellt, dass jemand doch nicht infiziert ist oder nicht aus dem jeweiligen Kreis stammt, dem er anfangs zugeordnet wurde.

Seit Anfang März hat Brandenburg 3502 bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst. Seitdem starben 172 Corona-Patienten, diese Zahl hat sich seit mehreren Tagen nicht mehr erhöht. Als genesen gelten rund 3240 Menschen, 10 mehr als am Vortag. Die rechnerische Zahl der Erkrankten liegt bei rund 90 nach 100 zuvor.

06.30 Uhr: Corona-Krise bremst Berliner Büromarkt aus

Die Corona-Krise hat den seit Jahren stabil wachsenden Berliner Büromarkt vorerst ausgebremst. Dies wird vor allem im Büroflächenumsatz deutlich, der im ersten Halbjahr dieses Jahres mit insgesamt 341.000 Quadratmetern 18 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt, wie eine am Dienstag veröffentlichte Analyse des Maklerhauses von BNP Paribas Real Estate zeigt. Auf ganz ähnliche Zahlen kommt auch der Immobilienberater Colliers International, der den Umsatz mit 331.000 Quadratmeter Bürofläche beziffert, was einem Minus von 15 Prozent entspricht. Die Details lesen Sie hier.

+++ Dienstag, 7. Juli 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages in Berlin:

Weitere Corona-Teststellen für Kita-Personal
BVG kontrolliert die Maskenpflicht ab sofort selbst

18.55 Uhr: 40 Neuinfektionen in Berlin, Reproduktionszahl wieder über Grenzwert

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 215. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstagabend 40 neue Infektionen wurden bestätigt, elf gab es am Tag zuvor. 503 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 508 waren es am Montag. 7783 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 31, ein Patient mehr als am Montag. Insgesamt liegen 109 Menschen in Krankenhäusern, sieben weniger als Montag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,28 noch auf Grün. Liegt dieser Wert auch am Mittwoch und damit den dritten Tag in Folge über 1,1, springt diese Ampel auf Gelb. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch weiterhin auf Grün.

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 858 (+2) 805
Friedrichshain-Kreuzberg 692 (0) 639
Lichtenberg 444 (+1) 381
Marzahn-Hellersdorf 477 (+2) 440
Mitte 1250 (+16) 1146
Neukölln 1044 (+4) 905
Pankow 794 (+6) 731
Reinickendorf 663 (0) 603
Spandau 458 (+2) 422
Steglitz-Zehlendorf 597 (+3) 571
Tempelhof-Schöneberg 818 (+4) 751
Treptow-Köpenick 406 (0) 389
Summe 8501 (+40) 7783

Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt:

  • drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt
  • zwölf 50 bis 59 Jahre alt
  • 23 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt
  • 59 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt
  • 81 waren 80 bis 89 Jahre alt
  • 37 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter

17.35 Uhr: Weitere Corona-Infektion nach Fall in Neuruppiner Kita

Die Zahl der Corona-Infektionen im Umfeld einer Kita in Neuruppin ist auf sieben gestiegen. Ein weiterer Fall sei hinzugekommen, teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Dienstag mit. Inzwischen seien zwei Kinder und fünf Erwachsene mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, fünf von ihnen seien weiblich und zwei männlich - der jüngste Patient sei zwei Jahre alt, der älteste 64 Jahre.

Das Gesundheitsamt des Landkreises sorgte bisher für 298 Corona-Tests, seitdem die Infektion einer Mitarbeiterin am 1. Juli bekannt geworden war. Weitere Kontaktpersonen im Umfeld würden gesucht. Bis zum Montag wurden rund 100 Bescheide für eine 14-tägige häusliche Isolation ausgestellt - darunter waren alle 41 Kinder und ihre Betreuungspersonen sowie die Beschäftigten der Kita. Die Kindertagesstätte bleibt vorerst geschlossen.

15.15 Uhr: Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober verlängert

Brandenburgs Landesregierung hat das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern entsprechend einer Vereinbarung von Bund und Ländern vorerst bis Ende Oktober verlängert. Darauf habe sich das Kabinett am Dienstag verständigt, teilte die Staatskanzlei mit. Die Verlängerung des Verbots von Volksfesten, Konzerten oder Sportevents sei zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung erforderlich, da bei derartigen Veranstaltungen Menschen aus verschiedenen Regionen auf engem Raum zusammenkämen. Zudem sei die Rückverfolgung von Kontaktpersonen extrem schwierig.

15.08 Uhr: Gericht bemängelt Unterbringung in Gemeinschaftsunterkunft

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hat die Unterbringung eines Asylbewerbers in einer brandenburgischen Gemeinschaftsunterkunft mit Blick auf das Corona-Abstandsgebot bemängelt. Seine Wohnverhältnisse ständen nicht in Einklang mit der derzeit gültigen brandenburgischen Sars-CoV-2-Umgangsverordnung, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Beschluss. Durch „den Verbleib in einem Gemeinschaftszimmer mit beliebigen Dritten, in dem das Abstandsgebot (...) nicht einzuhalten ist“, sei der Mann in der Unterkunft in Müncheberg (Märkisch-Oderland) „einem erhöhten Risiko“ ausgesetzt, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Über den Fall hatte zuvor die „Märkische Oderzeitung“ berichtet.

14.09 Uhr: Sommerbad Wuhlheide startet in die Saison

Das Sommerbad Wuhlheide startet am morgigen Mittwoch in die Saison. Die Betriebsgenehmigung sei jetzt erteilt worden, teilte die Berliner Bäderbetriebe (BBB) am Dienstag mit. Das Bad stehe den Besuchern täglich von 8 bis 10 sowie 11 bis 14.30 und 15.30 bis 19 Uhr zur Verfügung. Mit der Öffnung in der Wuhlheide seien nach der Corona-Zwangspause nun 24 Freibäder geöffnet. Der Besuch der Bäder unterliegt neuen Regeln, über die sich die Kundinnen und Kunden auf den Internetseiten der BBB informieren können.

13.24 Uhr: Zwei neue bestätigte Corona-Fälle in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg wächst weiter leicht. Von Montag auf Dienstag seien zwei neue bestätigte Fälle gezählt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Allerdings kamen insgesamt fünf neue Fälle hinzu - drei im Landkreis Märkisch-Oderland und je ein Fall in den Landkreisen Oder-Spree und Teltow-Fläming. Weil aber drei Infektionen im Kreis Dahme-Spreewald bei einer Korrektur abgezogen wurden, erhöhte sich die Zahl unterm Strich um zwei Fälle.

Seit Anfang März zählte das Land 3501 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Seitdem starben 172 Corona-Patienten. Als genesen gelten rund 3230 Menschen - 10 mehr als am Vortag -, als erkrankt rund 100.

12.45 Uhr: BVG kontrolliert Maskenpflicht im Nahverkehr ab sofort selbst

Der Berliner Senat hat beschlossen, dass die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ab sofort selbst kontrollieren darf. Bisher mussten die Mitarbeiter der BVG dafür die Polizei oder das Ordnungsamt hinzuziehen. Das Sicherheitspersonal kann nun bei Verstößen gegen die Maskenpflicht die Strafe von mindestens 50 Euro allein durchsetzen. Dafür musste die Nutzungsordnung der Verkehrsbetriebe geändert werden.

11.13 Uhr: Drei neue Test-Stellen für Kita-Erzieherinnen

Drei weitere Teststellen in Prenzlauer Berg, Tempelhof-Schöneberg und Spandau bieten ab dieser Woche Beschäftigten von Berliner Kitas an, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Das teilte die Senatskanzlei am Dienstagvormittag mit. Seit letzter Woche ist das bereits in der Teststelle der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum möglich. Auch an den drei zusätzlichen Teststellen von Vivantes stehen dafür gesonderte Zeitfenster zur Verfügung. Informationen zur Terminvereinbarung haben die Beschäftigten in einem Schreiben von der Senatsbildungsverwaltung erhalten. Die Tests sind freiwillig und kostenfrei. In der zweiten Julihälfte soll das Angebot auch für Beschäftigte aller Berliner Schulen geöffnet werden.

Diese Teststellen bieten jetzt Tests mit verbindlicher Terminvereinbarung im Rahmen der Berliner Corona-Teststrategie an:

  • Charité Campus Virchow-Klinikum
  • Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg
  • Vivantes Wenckebach-Klinikum
  • Vivantes Klinikum Spandau

10.55 Uhr: Internetkongress Republica auf nächstes Jahr verschoben

Die Internetmesse Republica fällt dieses Jahr aus. Das teilten die Veranstalter via Twitter mit.Bereits gekaufte Tickets behalten aber ihre Gültigkeit. Der Kongress soll nun im Mai kommenden Jahres stattfinden.

+++ Montag, 6. Juli 2020 +++

Die wichtigsten Corna-New des Tages in Berlin:

Mehr Betrugsfälle bei Corona-Hilfen in Berlin
BVG darf die Maskenpflicht kontrollieren

21 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci besorgt über Situation nach den Ferien

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ist froh, dass die Maskenpflich tbundesweit beibehalten wird. Sie sorgt sich um die Situation nach den Sommerferien.

18.50 Uhr: Elf Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall in Berlin

In Berlin haben sich seit Sonntag weitere elf Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den täglich aktualisierten Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervor. 7738 Menschen gelten als genesen, 215 Menschen sind bislang mit Covid-19 gestorben, die Zahl hat sich damit nicht weiter erhöht. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt in Berlin damit 508.

Die meisten Neuinfektionen gab es in Lichtenberg (+4), gefolgt von Marzahn-Hellersorf (+3) und Spandau (+2). Pankow und Reinickendorf melden jeweils eine Neuinfektion, alle anderen Bezirke haben keine registriert.

Nach wie vor müssen 30 Menschen auf Intensivstationen behandelt werden, in Krankenhäusern liegen 116 Menschen, das sind zwei weniger als am Sonntag.

Alle Corona-Ampeln stehen auf Grün. Der R-Wert liegt bei 1,24 (der Sieben-Tage-Wert liegt bei 0,99), die Zahl der Neunifektionen pro Woche je 100.000 Einwohner beträgt 7 und der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Zahl an Intensivbetten liegt bei 2,3 Prozent.

17.25 Uhr: Neun Infizierte auf Geflügelhof in Niederlehme

Von den rund 700 Mitarbeitern eines Geflügelhofes in Niederlehme (Dahme-Spreewald) sind neun positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte der Landkreis Dahme-Spreewald am Montag mit. Alle Personen seien symptomfrei und befinden sich ebenso wie enge Kontaktpersonen, deren Testergebnisse alle negativ seien, in häuslicher Quarantäne. Die Reihentestung aller Beschäftigten sei damit abgeschlossen, sagte der Geschäftsführer des Geflügelbetriebes, Gerhard Heil. Zur Sicherheit der Beschäftigten werden weiterhin Tests durchgeführt.

Nachdem der Betrieb täglich einen Teil der Mitarbeiter testete, war Anfang des Monats bekannt geworden, dass sich zwei Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert hatten.

15.18 Uhr: Berliner Fluggastzahlen im Juni mehr als verdreifacht

Im Juni haben sich die Fluggastzahlen an den beiden Hauptstadtflughäfen Tegel und Schönefeld im Vergleich zum Vormonat mehr als verdreifacht. Insgesamt reisten im vergangenen Monat rund 168.900 Passagiere über Berlin, wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) am Montag mitteilte. Im Mai waren es lediglich knapp 52.000 Menschen. „Im Juni haben viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen insbesondere innerhalb Europas langsam wieder aufgenommen“, teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup mit. „Dieser Trend hat sich im Juli deutlich verstärkt, so dass jetzt wieder 20 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht werden.“

13.20 Uhr: Nach Corona-Fall im Sommerbad Wilmersdorf keine weiteren Infektionen

Nach dem Corona-Fall bei einer Mitarbeiterin des Sommerbads Wilmersdorf sind vorsorgliche Tests bei Kollegen negativ ausgefallen. Sechs Mitarbeiter hätten sich freiwillig testen lassen, dabei sei keine Infektion nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe am Montag auf Anfrage.

Das Bad, in dem die Frau gearbeitet hatte, war in der vergangenen Woche nach Bekanntwerden der Infektion vorübergehend geschlossen worden - eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie der Sprecher betonte. Das zuständige Gesundheitsamt hatte demnach keine besonderen Maßnahmen veranlasst. Die Bäderbetriebe und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hatten das Risiko für die Badegäste als gering eingeschätzt.

12.51 Uhr: Helios Klinikum in Buch - Neue Patienten werden auf Corona getestet

Im Helios Klinikum in Buch werden seit Montag bei jedem neu aufgenommenen Patienten Corona-Tests durchgeführt. Bisher wurde ausschließlich bei Verdacht getestet. "Damit setzen wir auf noch mehr Sicherheit für unsere Patienten, damit sie mit einem guten Gefühl unser Klinikum aufsuchen können", so Geschäftsführer Daniel Amrein.

12.22 Uhr: CDU-Politikerin Ludwig hält Ende der Maskenpflicht für geboten

Die Brandenburger CDU-Bundestags- und Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig fordert anders als die rot-schwarz-grüne Landesregierung ein Ende der Corona-Maskenpflicht im Handel. „Die Zahl der Infektionen bewegt sich auch bei uns im niedrigen Bereich“, sagte Ludwig am Montag in Potsdam. Sie rief das Brandenburger Kabinett auf, die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz aufzuheben.

„Der Wegfall der Maskenpflicht würde das Einkaufen in Brandenburg ein Stück wieder attraktiver machen“, sagte die Wirtschaftspolitikerin. „Ich habe großes Vertrauen in Händler und Kunden, die sich auch ohne Maske weiter schützen und dafür auch künftig die Abstands- und Hygieneregeln einhalten werden.“ Brandenburg will vorerst an der Maskenpflicht in öffentlichen Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel festhalten.

10.33 Uhr: Nur eine neue Corona-Infektion in Brandenburg

Der Anstieg der Corona-Infektionen in Brandenburg ist zurückgegangen. Das Gesundheitsministerium in Potsdam berichtete zu Wochenbeginn, von Sonntag auf Montag sei ein neuer bestätigter Fall im Kreis Ostprignitz-Ruppin hinzugekommen. Von Samstag auf Sonntag waren noch zehn neue Infektionen registriert worden. Seit Anfang März zählte das Land insgesamt 3499 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Seitdem starben 172 Corona-Patienten. Seit Freitag kam kein neuer Todesfall hinzu. Als genesen gelten derzeit geschätzt rund 3220 Menschen in Brandenburg - zehn mehr als am Vortag - als erkrankt rund 110.

10.23 Uhr: Keine Partys für Tennis-Profis in Berlin

Die Veranstalter der Tennis-Turniere ab der kommenden Woche in Berlin werden keine Verstöße gegen die strengen Hygieneregeln dulden. „Von dem Moment an, wo die Spieler in Berlin landen und den ersten Coronatest abgeben - der natürlich negativ sein muss - werden sie sich unserem sehr strikten Regulativ unterziehen müssen“, sagte Veranstalter Edwin Weindorfer dem Fernsehsender rbb: „Wenn das nicht eingehalten wird und die Spieler glauben, trotzdem auf irgendwelche Partys gehen zu müssen, dann werden sie nicht antreten. Das haben wir den Spielern auch ganz klar kommuniziert.“

8.54 Uhr: Ramona Pop - Senat setzt weiter auf Maske und Mindestabstand

Der Senat in Berlin will ungeachtet der aktuellen Diskussion über Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie an Mindestabstand und Maskenpflicht festhalten. Gerade die Maske sei das wirksamste Mittel, um andere nicht zu gefährden, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Montag in einem Interview mit dem RBB-Inforadio. Auch wenn sich die Ansteckungszahlen positiv entwickelten, sei die Pandemie noch lange nicht vorbei. Zwar mag sich die Maske für manchen „ein bisschen lästig anfühlen“, sie sei aber ein „sehr, sehr wirksamer Schutz gegen weitere Ansteckungen“. Mehrere Länderminister hatten am Sonntag für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in Geschäften plädiert.

Auch mit Blick auf den öffentlichen Nahverkehr verteidigte die Wirtschaftssenatorin die Maskenpflicht: „Jeder der sagt, ich hab' doch nichts und ich fahre einfach mal U-Bahn ohne Maske, derjenige gefährdet alle in seinem Umfeld und das finde ich unverantwortlich.“ Seit einer guten Woche können in Berlin Verstöße gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld geahndet werden.

Auch aus der Senatskanzlei hieß es am Montag: "Für Berlin spielt die Abschaffung der Pflicht zum Mund-Nasenschutz im Einzelhandel zum jetzigen Zeitpunkt keine Rolle. Gerade jetzt, wo immer mehr gelockert wurde, sind die Abstands- und Hygieneregeln sowie der Mund-Nasenschutz umso wichtiger, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.“

5 Uhr: Berliner Künstler sind in großer Not

Die Corona-Krise hat die Berliner Kulturszene hart getroffen. Nur wenige öffentliche Veranstaltungen dürfen stattfinden, viele Schauspieler, Sänger und Künstler verdienen kein Geld mehr. „Die Situation für Kulturschaffende ist in der Tat dramatisch“, sagt der Präsident der Universität der Künste (UdK), Norbert Palz. Die Zahl der Arbeitssuchenden in den sogenannten „darstellenden und unterhaltenden Berufen“ stieg nach Daten der Bundesagentur für Arbeit in Berlin von 8500 im Januar 2020 auf mehr als 10.000 im Juni. Das Interview mit dem UdK-Präsidenten lesen Sie hier.

4.31 Uhr: Mehr als 170 Demos gegen Corona-Beschränkungen in Brandenburg registriert

Während des Lockdowns in der Corona-Krise haben die Brandenburger Behörden von Mitte März bis Mai dieses Jahres insgesamt 172 Demonstrationen im Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen registriert. Diese verteilten sich auf zahlreiche Städte im ganzen Land, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linke-Landtagsabgeordneten Andrea Johlige und Andreas Büttner hervorgeht. Dazu gehörten auch Aktionen von Berufsgruppen wie der Gastronomie sowie der Tourismus- und Kulturbranche und Gegenkundgebungen zu Versammlungen, zu denen die AfD etwa in Prenzlau (Uckermark) oder in Luckenwalde (Teltow-Fläming) aufgerufen hatte.

+++ Sonntag, 5. Juli 2020 +++

20.31 Uhr: Weitere Corona-Fälle im Umfeld von Neuruppiner Kita

Nach der Corona-Infektion einer Mitarbeiterin in einer Neuruppiner Kita gibt es weitere positive Testergebnisse. Stand Sonntagabend gab es sechs bestätigte Fälle, wie der Sprecher des Landkreises Ostprignitz-Ruppin mitteilte. Darunter seien zwei Kinder und zwei Mitarbeiter der Kita. Nach Feststellung des ersten Corona-Falls am Mittwochabend seien 41 Kinder und acht Beschäftigte der Kita getestet worden. Außerdem wurden Abstriche bei Personen aus dem Umkreis oder den Haushalten der Kinder beziehungsweise der Beschäftigten genommen. Dabei wurden zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus registriert.

18.22 Uhr: 17 neue Infektionen in Berlin, keine weiteren Todesfälle

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 215. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntagabend mit. 17 neue Infektionen wurden bestätigt, 41 gab es am Tag zuvor. 565 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 572 waren es am Sonnabend. 7670 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 30, ein Patient weniger als am Sonnabend. Insgesamt liegen 118 Menschen in Krankenhäusern, vier weniger als am Sonnabend.

Die Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 856 (0) 798
Friedrichshain-Kreuzberg 692 (+1) 631
Lichtenberg 439 (0) 373
Marzahn-Hellersdorf 472 (0) 436
Mitte 1234 (+13) 1127
Neukölln 1040 (0) 892
Pankow 787 (0) 721
Reinickendorf 662 (0) 593
Spandau 454 (0) 411
Steglitz-Zehlendorf 594 (0) 565
Tempelhof-Schöneberg 814 (+3) 744
Treptow-Köpenick 406 (0) 379
Summe 8450 (+17) 7670

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,09 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenso weiterhin auf Grün.

16.18 Uhr: Brandenburg hält an Maskenpflicht im Einzelhandel fest

Im Gegensatz zu Überlegungen in anderen Bundesländern will Brandenburg an der Maskenpflicht im Einzelhandel vorerst festhalten. „Das Brandenburger Kabinett hatte sich damit bereits in seiner letzten Sitzung am Dienstag befasst“, sagte Regierungssprecher Florian Engels am Sonntag auf Anfrage. „Nach Abwägung verschiedener Aspekte - und uns sind die damit verbundenen Probleme sehr bewusst- halten wir daran im Öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel vorerst fest.“

11.57 Uhr: Zehn neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Brandenburg weiterhin leicht an. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) zehn neu nachgewiesene Infektionen. Am Samstag waren neun nachgewiesene Covid-19-Fälle hinzugekommen. Seit Anfang März wurden damit insgesamt 3498 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 registriert, 172 Corona-Patienten starben. 3210 Menschen gelten als genesen, genau so viele wie am Vortag. Die Zahl der derzeit Erkrankten stieg um 10 auf etwa 110 Menschen. Diese rechnerische Größe wird ermittelt, indem von den bestätigten Infektionsfällen die geschätzte Zahl der Genesenen und die Sterbefälle abgezogen werden.

11.50 Uhr: Brandenburg-Kampagne - Abstandhalten kann so einfach sein

Mit Motiven menschenleerer Landschaften wirbt das Land Brandenburg in sozialen Netzwerken in Zeiten der Abstandsregel wegen der Corona-Pandemie für Urlaub in der Mark: „Schon mal in der Uckermark jemandem zu nahe gekommen? Eben.“, heißt es etwa bei einem Motiv mit Wäldern, Wiesen und einem See. „In Zeiten von Covid-19 und Abstandsregelungen hat Brandenburg einen entscheidenden Standortvorteil: Jede Menge Platz, um sich mit Abstand und Rücksicht zu begegnen“, teilte die Staatskanzlei dazu mit. Verbunden ist die bis Ende Juli laufende Kampagne mit dem Landes-Slogan: „Brandenburg. Es kann so einfach sein.“

„Auch wenn Sommer, Sonne und Brandenburgs zahlreiche Badeseen dazu einladen, Covid-19 und die Auswirkungen der weltweiten Pandemie zu vergessen, ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln weiterhin enorm wichtig“, betonte Staatssekretär Benjamin Grimm. „Wir werben mit der unterhaltsamen Kampagne für Rücksicht und Achtsamkeit, damit wir gesund und erholt durch den Sommer kommen. “

10.48 Uhr: AfD-Landeschef fordert erneut Ende der Corona-Maßnahmen

Brandenburgs AfD-Landeschef Andreas Kalbitz hat erneut die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gefordert. Derzeit stünden die einschneidenden Maßnahmen in keinem Verhältnis mehr zu den Infektionszahlen, sagte Kalbitz am Sonntag in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem "RBB". „Wir müssen so schnell wie möglich raus aus dem Shutdown, auch im Sinne der Wirtschaft“, erklärte Kalbitz. Allerdings müsse man darauf achten, Menschen in Bereichen mit erhöhter Infektionsgefahr wie in Pflege- und Seniorenheimen sowie in Krankenhäusern gut zu schützen. „Aber die Einschränkungen in der Fläche halten wir für verfehlt.“

8.01 Uhr: Zahnärzte - Patientenrückgang in Brandenburg geringer als im Bund

Der coronabedingte Patientenrückgang in Zahnarzt-Praxen ist in Brandenburg geringer ausgefallen als im Bundesdurchschnitt. „Wir sind in Brandenburg durch die Corona-Krise relativ gut durchgekommen, mit Ausfällen von 20 bis 30 Prozent“, sagte der Präsident der Landeszahnärztekammer, Jürgen Herbert, der Deutschen Presse-Agentur.

Lediglich in Potsdam sei das Minus aufgrund der Corona-Fälle am Potsdamer Bergmann-Klinikum Bergmann deutlich stärker ausgefallen, sagte Herbert. Inzwischen seien die Wartezimmer aber wieder so frequentiert wie früher. Nach Angaben von Berufsverbänden und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen gab es bei Zahnärzten bundesweit einen Patientenrückgang bis zu 80 Prozent.

7.20 Uhr: Virtual Reality - Corona digitalisiert die Baubranche

Die Baubranche ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Das liegt nicht nur an der vielen frischen Luft auf der Baustelle, sondern vor allem an der „deutlich gestiegenen Bereitschaft, digital zu handeln“, sagt der Berliner Architekt Benjamin Koziczinski. Das bestätigt auch die Fachgemeinschaft Bau (FG Bau) Berlin: „Inzwischen werden auch die Baustellenbesprechungen teilweise nicht mehr vor Ort durchgeführt, sondern können auch online abgehalten werden“, sagt FG-Bau-Geschäftsführerin Manja Schreiner. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

7 Uhr: Karate, Handball, Basketball - Schwieriges Vereinsleben für Sportler von Kontaktsportarten

Kontaktloser Sport im Freien und in Sportanlagen und das individuelle Training in Fitnessstudios unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen ist seit Kurzem wieder erlaubt. Doch nicht alle Sportarten können sich über diese Lockerungen gleichermaßen freuen. Das normale, gemeinsame Training in intensiven Kontaktsportarten wie Kickboxen, Judo, Karate, Handball oder Basketball bleibt auch weiterhin verboten. Sportler sprechen von einem schwierigen Vereinsleben während der Pandemie. Daniel Schwabe, Vorsitzender BC "Samurai Berlin": „Ich glaube leider nicht, dass wir unseren Sportlern das volle Programm bieten können, bevor es eine Impfung gibt.“ Was weitere Sportler über den neuen Alltag berichten, lesen Sie hier.

+++ Sonnabend, 4. Juli 2020 +++

19.20 Uhr: 41 Neu-Infektionen in Berlin, ein weiterer Todesfall

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 215. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonnabendabend mit. 41 neue Infektionen wurden bestätigt, 48 gab es am Tag zuvor. 572 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 566 waren es am Freitag. 7646 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 31, neun Patienten mehr als am Freitag. Insgesamt liegen 122 Menschen in Krankenhäusern, elf mehr als am Freitag.

Die Corona-Fallzahlen nach Bezirken:

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 856 (+4) 794
Friedrichshain-Kreuzberg 691 (+3) 628
Lichtenberg 439 (+6) 373
Marzahn-Hellersdorf 472 (+2) 426
Mitte 1221 (+8) 1127
Neukölln 1040 (+3) 889
Pankow 787 (+2) 721
Reinickendorf 662 (+2) 591
Spandau 454 (+2) 411
Steglitz-Zehlendorf 594 (+1) 565
Tempelhof-Schöneberg 811 (+8) 742
Treptow-Köpenick 406 (0) 379
Summe 8433 (+41) 7646

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,82 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

16.05 Uhr: Fast 2000 Menschen protestieren in Berlin gegen Rassismus

Die Polizei geht mittlerweile von etwa 1800 Teilnehmern bei der der "Nein zu Rassismus"-Demonstration aus. Eine große Mehrheit trug dabei Mund-Nasen-Bedeckungen, hieß es. Die Polizei sprach von einer friedlichen Lage ohne Zwischenfälle. Zeitgleich gab es auf dem Pariser Platz vor der US-Botschaft eine Kundgebung unter dem Titel „Black Lives Matter“, an der rund 100 Menschen teilnahmen. Die kleinere Demonstration war vom Hermannplatz nach Mitte gezogen. Alle Details zu den Demonstrationen am Sonnabend in Berlin lesen Sie hier.

14.33 Uhr: „Black Lives Matter“-Demonstration in Berlin gestartet

Mehrere Hundert Demonstranten haben sich gegen 14.15 Uhr vom Gendarmenmarkt in Mitte in Bewegung gesetzt, um gegen Rassismus zu protestieren. Unter dem Motto „Nein zu Rassismus“ wollen sie zum Großen Stern ziehen. "Die Versammlungsleiterin wird darauf achten, dass auch weiterhin Abstände eingehalten und Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden", teilte die Polizei auf Twitter mit. Laut einer Polizeisprecherin sind 1000 Teilnehmer gekommen. Es habe etwas gedauert, bis sich der Zug loslaufen konnte, weil erst geguckt werden musste, wie die Corona-bedingten Abstände eingehalten werden können.

Auf der Route liegt auch die Mohrenstraße. Der gleichnamige U-Bahnhof soll wegen des vermeintlich rassistischen Namens umbenannt werden, wie die BVG am Freitag bekannt gab. Demonstranten beklebten ein Schild des Bahnhofs mit mehreren Aufklebern.

Zeitgleich laufen zwei weitere Demonstrationen in Berlin. Ein Autokorso fährt von der Messe zum Hauptbahnhof. Vom Hermannplatz wiederum haben sich rund 50 Personen überwiegend auf Fahrrädern in Richtung der US-Botschaft am Pariser Platz in Bewegung gesetzt, um ebenfalls gegen Rassismus zu demonstrieren. Alle drei Proteste liefen laut der Polizeisprecherin bislang friedlich und ohne Zwischenfälle. Die Berliner Polizei ist am Sonnabend mit rund 600 Kräften im Einsatz - unter anderem auch beim DFB-Pokalfinale am Abend.

13.58 Uhr: Versammlung am Gendarmenmarkt - Polizei verschafft sich Überblick

12.51 Uhr: Neun neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Brandenburg weiterhin nur leicht. Das Gesundheitsministerium meldete am Samstag (Stand 10 Uhr) neun neue nachgewiesene Infektionen. Auch am Freitag waren neun nachgewiesene Covid-19-Fälle hinzugekommen. Seit Anfang März wurden insgesamt 3488 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 registriert, 172 Corona-Patienten starben. 3210 Menschen gelten als genesen, das sind 10 mehr als am Vortag.

Die Zahl der derzeit Erkrankten sank den Angaben zufolge von 110 auf 100 Menschen. Diese rechnerische Größe wird ermittelt, indem von den bestätigten Infektionsfällen die geschätzte Zahl der Genesenen und die Sterbefälle abgezogen werden.

7.45 Uhr: Bilanz zu Corona-Ausbrüchen in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg

Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg ziehen zum Ende dieser Woche eine positive Bilanz, was die Ausbrüche in diesen beiden Bezirken betrifft. In Neukölln stehen nach Angaben der Behörden noch 13 Haushalte unter Quarantäne, die noch bis Freitag kommende Woche anhält. Beim Ausbruch in der Nähe des Ostbahnhofs in Friedrichshain wurden am Mittwoch noch einmal Corona-Tests durchgeführt. Dort seien noch drei Anwohner positiv, bei ihnen wurde ebenfalls noch einmal eine Quarantänezeit angeordnet. Die Bezirke räumten ein, dass sie im Rückblick einiges anders machen würden.

5.31 Uhr: Mauerpark-Flohmarkt öffnet erstmals seit Corona-Ausbruch

Der Mauerpark-Flohmarkt rüstet sich für seine Premiere auf der frisch sanierten Erweiterungsfläche an der Bernauer Straße. Am Sonntag, 5. Juli, ab zehn Uhr geht das Stöbern und Feilschen hier erstmals seit dem Lockdown wieder los. Fünf verschiedene Zugänge werden abwechselnd geöffnet und geschlossen – je nachdem, an welcher Stelle der Andrang zu hoch ist und wo noch Raum bleibt für die Einhaltung der Abstandsregeln. Außerdem wird empfohlen eine Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Mehr darüber lesen Sie hier.

4.12 Uhr: Brandenburger Behörden arbeiteten trotz Lockdown unvermindert weiter

In Brandenburg öffnen jetzt zahlreiche Behörden wieder für den Besucherverkehr. Die Zeit der Schließung in der Corona-Krise haben die Dienststellen zum Teil effektiv genutzt, um gewisse Schwerpunkte abzuarbeiten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. „In den 13 Finanzämtern des Landes wurde die Arbeit unvermindert fortgesetzt“, sagt etwa Thomas Vieweg, Sprecher des Brandenburger Finanzministeriums. Auch wenn die Behörden zwischen Mitte März und Mitte Juni für den Publikumsverkehr geschlossen gewesen seien, habe man einen Telefonservice aufrecht erhalten. Bewährt habe sich in der Krise die vorangeschrittene Digitalisierung und auch Steuererklärungen würden zum Großteil elektronisch versendet.

3.32 Uhr: Demos gegen Rassismus in Berlin geplant - Kontrollen in Parks

Erneut sind Demonstrationen gegen Rassismus in Berlin geplant. Am Samstag steht am Nachmittag (13.30 Uhr) ein Zug vom Gendarmenmarkt zum Großen Stern an, rund 5000 Teilnehmer sind laut Polizei angemeldet. Unter dem Titel „Black Lives Matter“ soll zudem eine kleinere Demo vom Hermannplatz zur US-Botschaft am Brandenburger Tor ziehen. Angemeldet sind hier etwa 500 Teilnehmer, 100 davon mit Fahrrädern.

Die Polizei hat sich auf zahlreiche Einsätze am Wochenende eingestellt - auch auf das Pokalendspiel am Samstag zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen, das um 20.00 Uhr im Olympiastadion beginnt. Zudem sind Kontrollen in Parks der Hauptstadt und an Seen vorgesehen, nicht zuletzt wegen noch geltender Corona-Auflagen.

+++ Freitag, 3. Juli 2020 +++

18.50 Uhr: 48 Neuinfektionen in Berlin, kein neuer Todesfall

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 214. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitagabend mit. 48 neue Infektionen wurden bestätigt, 43 gab es am Tag zuvor. 566 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 615 waren es am Donnerstag. 7612 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 22, vier Patienten weniger als am Donnerstag. Insgesamt liegen 111 Menschen in Krankenhäusern, zehn weniger als am Donnerstag.

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 852 (+1) 790
Friedrichshain-Kreuzberg 688 (+7) 624
Lichtenberg 433 (+6) 372
Marzahn-Hellersdorf 470 (+2) 425
Mitte 1213 (+11) 1121
Neukölln 1037 (+6) 887
Pankow 785 (+1) 719
Reinickendorf 660 (0) 588
Spandau 452 (+2) 409
Steglitz-Zehlendorf 593 (+2) 562
Tempelhof-Schöneberg 803 (+5) 737
Treptow-Köpenick 406 (+5) 378
Summe 8392 (+48) 7612

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,64 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

15.43 Uhr: Sommerbad WIlmersdorf öffnet am Sonnabend wieder

Das Sommerbad Wilmersdorf hat ab Sonnabend wieder geöffnet. Die Berliner Bäder-Betriebe hatten das Bad am Donnerstag geschlossen, weil eine Mitarbeiterin positiv auf Corona getestet worden war. Man habe das Bad am Freitag desinfizieren lassen, heißt es laut Mitteilung, auch wenn das Gesundheitsamt keine besonderen Maßnahmen veranlasst habe. „Wir freuen uns, dass wir das Bad wieder öffnen können“, erklärt Johannes Kleinsorg, Vorstandsvorsitzender der BBB. „Die vorsorgliche Schließung des Bades war notwendig, um auch jede theoretische Gefahr auszuschließen.“ Kunden sollten aber in jedem Fall die geltenden Abstandsregeln einhalten.

15.19 Uhr: Dritter Infektionsfall in Geflügelhof in Niederlehme

uf einem Geflügelhof in Niederlehme (Dahme-Spreewald) hat sich ein dritter Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die Person zeige keine Symptome und befinde sich wie ihre engen Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne, wie der Landkreis am Freitag mitteilte. Auf dem Geflügelhof seien bisher 240 Mitarbeiter auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Der Geschäftsführer des Geflügelhofs, Gerhard Heil, hatte am Donnerstag erklärt, dass alle rund 700 Beschäftigten auf freiwilliger Basis getestet würden. Die Ergebnisse sollen bis Montagnachmittag vorliegen. Auch bei den Kontaktpersonen der positiv getesteten Mitarbeiter gab es bis Freitagnachmittag noch keine Ergebnisse.

Nach dem Bekanntwerden der ersten beiden Corona-Fälle auf dem Hof hatte das Landesgesundheitsministerium diese Woche allen Brandenburger Schlachtbetrieben empfohlen, ihre Belegschaft zu testen.

15.10 Uhr: Ohne Maske in der U-Bahn unterwegs - Festnahme

Einsatzkräfte der Berliner Polizei haben am Donnerstagmittag in Mitte einen Mann festgenommen, der in der U-Bahn keine Mund-Nasen-Bedeckung trug. Wie die Polizei mitteilte. sahen die Einsatzkräfte gegen 13.15 Uhr, wie der Mann in einer U-Bahn der Linie U8 ohne eine Mund-Nasen-Bedeckung fuhr. Die Polizisten sprachen ihn an und stiegen mit ihm am U-Bahnhof Alexanderplatz aus, um seine Identität festzustellen. Der 28-Jährige verweigerte auch nach mehrmaliger Aufforderung die Herausgabe seines Personalausweises und leistete Widerstand, als ihm die Handfessel angelegt werden sollte. Anschließend brachten sie ihn in eine Polizeidienststelle. Nach der Identitätsfeststellung wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt und muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung verantworten.

13.45 Uhr: IHK-Präsidentin für Abbau des Covid-19-Krankenhauses

Beatrice Kramm, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Berlin, hat sich dafür ausgesprochen, das Covid-19-Krankenhaus auf dem Messegelände wie geplant bis Ende des Jahres wieder abzubauen und das Messegelände wieder für Messen und Kongresse zur Verfügung zu stellen. "Alles deutet darauf hin, dass das Berliner Gesundheitssystem mit der derzeitigen Balance aus Hygienevorschriften und gesellschaftlicher Normalität gut aufgestellt ist", erklärte Kramm.

Das Messegelände müsse im nächsten Jahr wieder vollständig bespielbar sein, um der Stadt mit den Messen im Frühjahr die unbedingt notwendigen wirtschaftlichen Impulse und Perspektiven (...) zu geben. Sollten auch im nächsten Jahr die wichtigen Messen und Kongresse abgesagt werden, so drohe weiterer Schaden für die Unternehmen und die Arbeitnehmer der Stadt, der finanziell nicht mehr aufzufangen sei", erklärte Kramm weiter.

13.30 Uhr: Corona-Betrugsprozess unterbrochen

Die Hauptverhandlung im ersten Berliner Betrugsprozess um Corona-Soforthilfen ist unterbrochen worden. Sie wird am 17. Juli fortgeführt. Der Angeklagte ist gegen Auflagen, er muss sich wöchentlich melden, aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die ihm von der Investitionsbank Berlin zu Unrecht ausbezahlte Geldsumme von über 82.000 Euro hat er bereits zurückerstattet.

13.01 Uhr: Trinken statt parken - so läuft es in Friedrichshain-Kreuzberg

Immer mehr Kneipen und Restaurants in Friedrichshain-Kreuzberg stellen ihre Tische und Stühle auf Gehwegen und Parkplätzen an den Straßen auf. Für mehr als 100 Kneipen habe es bereits eine Genehmigung zur Nutzung von Parkstreifen am Wochenende gegeben, teilte das Bezirksamt am Freitag mit. Damit solle die Corona-Ansteckungsgefahr, die im Freien geringer ist, reduziert werden.

Auf den Parkplätzen vor den entsprechenden Kneipen dürfen Tische und Stühle nun offiziell von Freitag bis Sonntag von 11 bis 22 Uhr stehen. Genutzt würden diese Möglichkeiten besonders am Boxhagener Platz und in der Samariterstraße in Friedrichshain sowie am Paul-Lincke-Ufer, am Chamissoplatz und in der Dresdener Straße in Kreuzberg. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) sprach von einer „Neuverteilung des öffentlichen Raumes“.

12.30 Uhr: Erster Prozess wegen Betrugsverdachts

Vor dem Amtsgericht in Tiergarten ist der erste Prozess wegen des Verdachts auf Betrug bei den Corona-Soforthilfen gestartet. Der Angeklagte befindet sich seit 24. April in Untersuchungshaft. Es bestand Fluchtgefahr. Er soll unrechtmäßig über 82.000 Euro beantragt haben. Seiner Bank waren Unstimmigkeiten aufgefallen. Sie hatte eine Verdachtsanzeige erstattet.

11.12 Uhr: Sonntagsfahrverbot für Laster gilt wieder

Ab sofort gibt es in Brandenburg wieder ein Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen. „Die während der Corona-Pandemie entstandenen Lieferengpässe haben sich deutlich entspannt“, teilte Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) mit. Seit Ende März durften die Laster zuvor auch ohne eine gesonderte Ausnahmegenehmigung an Sonn- und Feiertagen auf Brandenburgs Straßen unterwegs sein.

Mit dem jetzt wieder uneingeschränkt gültigen Sonn- und Feiertagsfahrverbot trage man dem umfangreichen Reiseverkehr während der Ferienzeit Rechnung, so Beermann weiter.

11.10 Uhr: Neun neue Corona-Fälle in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Brandenburg weiter leicht. Neun neue nachgewiesene Infektionen meldete das Gesundheitsministerium am Freitag. Zuvor waren elf neue Infektionen hinzugekommen. Seit Anfang März wurden insgesamt 3479 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 registriert, 172 Corona-Patienten starben. 3200 Menschen gelten als genesen, das sind 20 mehr als am Vortag. Die Zahl aktiv Erkrankter sank von 120 auf 110 Menschen.

11.00 Uhr: Prostituierte demonstrieren vor Bundesrat

Bordelle sind seit Mitte März auf Grund der Maßnahmen zu Eindämmung des Coronavirus geschlossen. Vor dem Bundesrat demonstrierten am Freitag Sexarbeiterinnen für die Öffnung von Prostitutionsstätten. Auf Schildern ist zu lesen: "Unsere Branche wird in die Illegalität getrieben" und "Wir brauchen finanzielle Unterstützung".

+++ Donnerstag, 2. Juli 2020 +++

19.30 Uhr: 615 aktuelle Corona-Fälle, 7515 Menschen genesen

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 214. 43 neue Infektionen wurden bestätigt, 59 gab es am Tag zuvor. 615 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 654 waren es gestern. 7515 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 26, neun Patienten weniger als gestern. Insgesamt liegen 121 Menschen in Krankenhäusern, acht weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,54 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

18.54 Uhr: Corona-Fall - Kita in Neuruppin geschlossen

Nach einem Corona-Fall bleibt eine Kindertagesstätte in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) bis auf weiteres geschlossen. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Büro des Landrats am Donnerstag mit. Die 41 betroffenen Kinder und acht Beschäftigten der Kita seien bereits getestet worden, mit den ersten Ergebnissen werde am Freitag gerechnet. Das Gesundheitsamt habe für sie ebenso wie für ihre Eltern und die Haushaltsangehörigen der Mitarbeiter vorläufig häusliche Isolation angeordnet. Am Freitag sollen weitere Kontaktpersonen getestet werden.

18.25 Uhr: Bund stützt 27 freie Musikensembles

27 freie Orchester und Ensembles können in der Corona-Krise auf Unterstützung aus dem Bundeshaushalt zählen. Die Mittel aus dem Programm „Orchester vor neuen Herausforderungen“ umfassen jeweils bis zu 200 000 Euro. Ziel ist es, freien Ensembles und Orchestern „so schnell wie möglich den Wiederbeginn ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen“, wie es am Donnerstag in Berlin hieß.

Gefördert werden etwa die Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder das Elbipolis Barockorchester Hamburg. Auch das Ensemble Ruhr, das Freiburger Barockorchester, die Kammerakademie Potsdam oder die Philharmonie Leipzig erhalten Mittel.

18.16 Uhr: Sex-Dienstleister wollen für Öffnung der Bordelle protestieren

Unter dem Motto "Öffnung der Bordelle - jetzt!" wollen Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter am Freitag ab 8.30 Uhr vor dem Bundesrat in Berlin demonstrieren. Sie fordern die sofortige Öffnung der Bordelle in Deutschland.

"Die Prostitutionsstätten scheint die Politik vergessen zu haben seit deren Schließung Mitte März", heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbands Sexuelle Dienstleistungen e.V., der gemeinsam mit dem Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. zu der Demonstration aufruft. "Erlaubt sind dagegen in vielen Bundesländern die Haus- und Hotelbesuche, der Straßenstrich und die Sexarbeit im privaten Bereich." Das habe zur Folge, dass Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter immer stärker dorthin oder in Nachbarländer abwanderten, wo Prostitution insgesamt wieder erlaubt sei. Bordelle in Deutschland seien in der Lage, sämtliche Corona-Dokumentationspflichten zu erfüllen und Corona-Schutzmaßnahmen umzusetzen.

16.40 Uhr: Philharmoniker sagen USA-Tournee ab

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko sagen eine weitere Tour wegen der Corona-Krise ab. Wegen der andauernden Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr und Schließung einiger Konzertsäle sei das Orchester gezwungen, die für November geplante USA-Tournee abzusagen, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung. Geplant waren zehn Konzerte in sechs verschiedenen Städten, darunter in der New Yorker Carnegie Hall.

Es wäre die erste USA-Reise der Berliner Philharmoniker mit ihrem neuen Chefdirigenten Petrenko gewesen. „Wir sind bereits im Dialog mit den Veranstaltern, um die geplanten Konzerte in Naples, Miami, Boston, Ann Arbor, Chicago und New York in den kommenden Jahren nachholen zu können“, sagte Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker. Zuvor hatten die Philharmoniker bereits ein Konzert in Tel Aviv und die anschließend geplante Europatournee absagen müssen.

15.40 Uhr: Schausteller demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Mit einer Kundgebung und einem Fahrzeugkorso haben Schausteller aus ganz Deutschland in Berlin für die Aufhebung von Corona-Beschränkungen demonstriert. Zur Kundgebung am Brandenburger Tor kamen laut Polizei 1600 Teilnehmer, die auch um die 1000 Fahrzeuge dabei hatten. Zuvor fuhren viele von ihnen in einem Korso durch die Innenstadt. Vor dem Wahrzeichen stellten Demonstranten Autoscooter-Fahrzeuge auf, an einem Kran schwebte die Gondel eines Riesenrades.

Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober komme faktisch einem Berufsverbot gleich, argumentierten die Schausteller und beklagten eine Ungleichbehandlung bei den Lockerungen. Wenn Restaurants wieder offen seien und Fußgängerzonen voll, müsse auch das Kirmesgeschäft an der frischen Luft wieder erlaubt werden.

15.21 Uhr: Ministerium empfiehlt Corona-Tests in allen Schlachtbetrieben

Nachdem sich zwei Mitarbeiter eines Geflügelhofs in Niederlehme (Dahme-Spreewald) mit dem Coronavirus infiziert haben, hat das Landesgesundheitsministerium allen Brandenburger Schlachtbetrieben empfohlen, ihre Belegschaft zu testen. Nach Angaben des Ministeriums wurde in dem Geflügelhof seit rund einer Woche täglich ein Teil der Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Zwei der insgesamt rund 160 Tests seien positiv gewesen. „Grundsätzlich begrüßen wir den offensiven Umgang des Unternehmens durch eigene Testungen und empfehlen dieses Vorgehen für alle anderen größeren Schlachtbetriebe im Land“, sagte Ranft. Weitere Betriebe hätten bereits großflächige Testungen der Mitarbeiter angekündigt. Der betroffene Betrieb sei Ende Mai bei einer Sonderaktion zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen in der Fleischverarbeitung von der Arbeitsschutz-Aufsicht besichtigt worden. Dabei seien keine größeren Mängel festgestellt worden, berichtete das Ministerium.

14.16 Uhr: Nachrüstung von Wohnungen mit Rauchmeldern stockt

Die Nachrüstung von Wohnungen mit Rauchmeldern ist bei den Berliner Wohnungsunternehmen wegen der Corona-Krise ins Stocken gekommen. Knapp ein Fünftel der Verbandsmitglieder könne die vorgegebene Frist bis Ende des Jahres wohl nicht einhalten, teilte der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) am Donnerstag mit.

Als Gründe nannte Vorstand Maren Kern coronabedingte Lieferengpässe bei den teils in China gefertigten Geräten, aber auch geltende Arbeitsschutz-, Hygiene- und Abstandsregelungen. Kern plädierte für eine Fristverlängerung von vier bis sechs Monaten. „Wir sind darüber mit dem Senat im Gespräch.“

14.09 Uhr: Mitarbeiterin positiv getestet - Sommerbad Wilmersdorf schließt

Eine Mitarbeiterin der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die BBB schließen daher mit sofortiger Wirkung das Sommerbad Wilmersdorf. Dort war die Kollegin zuletzt im Einsatz. Die Absprachen mit den zuständigen Gesundheitsämtern über die Maßnahmen, die nun eingeleitet werden müssen, laufen noch. Gebuchte Eintrittskarten für das um 16 Uhr beginnende Zeitfenster werden storniert. Auch am Freitag soll das Sommerbad noch geschlossen bleiben. Gekaufte Eintrittskarten werden erstattet.

Die Bäderbetriebe und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf schätzten das Risiko für die Badegäste als gering ein. Nach Angaben des Gesundheitsstadtrats Detlef Wagner (CDU) hatte die Mitarbeiterin keinen direkten Kontakt zu Gästen. Zudem sei sie zu Hause geblieben, als sie erste Symptome hatte. Das Amt nahm Abstriche bei den Kollegen, die in ihrer Schicht gearbeitet hatten. Die Ergebnisse wurden für Freitag erwartet. Nach Angaben der Bäderbetriebe war die Frau in den vergangenen Wochen nur in dem Bad im Einsatz gewesen.

Wann das Sommerbad Wilmersdorf wieder öffnen kann, ist unter anderem abhängig von den Abstimmungen mit den Gesundheitsämtern, die noch andauern. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.16 Uhr: Flugpersonal wehrt sich mit Protestaktionen gegen Stellenabbau

Mit Protestaktionen in Berlin haben Beschäftigte mehrerer Fluggesellschaften auf den drohenden Stellenabbau bei ihren angeschlagenen Arbeitgebern aufmerksam gemacht. Vor dem Reichstagsgebäude übergaben am Vormittag rund 100 Personalvertreter und Mitglieder der Gewerkschaft Verdi ihre Forderungen an Mitglieder des Bundestages. „Angst, Unruhe und Empörung machen sich breit, weil Unternehmen, denen staatliche Hilfen in Milliardenhöhe gewährt werden, im selben Atemzug Beschäftigungsabbau und Gehaltskürzungen ankündigen“, teilte die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft, Christine Behle, am Donnerstag mit.

Besonders betroffen seien demnach Mitarbeiter von Germanwings, der Luftfahrtgesellschaft Walter sowie Sunexpress Deutschland. Auch Beschäftigte der Fluggesellschaft Easyjet, dem größten Anbieter an den Berliner Flughäfen, beteiligten sich. Das britische Unternehmen will Flotte und Personal in Berlin aufgrund der Corona-Krise deutlich reduzieren. Derzeit würden Gespräche mit den Personalvertretern aufgenommen, teilte das Unternehmen am Vortag mit.

12.51 Uhr: Deutlich mehr häusliche Gewalt in Berlin

Die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt ist in Berlin im Zuge der Corona-Pandemie deutlich angestiegen. Das geht aus einer ersten Bilanz der Gewaltschutzambulanz (GSA) der Charité und der Senatsjustizverwaltung hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Demnach verzeichneten die Strafverfolgungsbehörden im April 2020 insgesamt 1565 Verfahren, ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber dem April 2019 (1089 Verfahren).

Die Gewaltschutzambulanz (GSA) verzeichnet im ersten Halbjahr 2020 einen Anstieg von 8 Prozent auf 783 Fälle (2019: 727 Fälle) bzw. von 11 Prozent im Vergleich zu 2018 (703 Fälle). Während es im März 2020, also zu Beginn des Lockdowns, einen Rückgang um 24 Prozent im Vergleich zum März 2019 gab, änderte sich das wieder ab Ostern 2020. Zum Höhepunkt mit den Lockerungen im Juni 2020 verzeichnete die Gewaltschutzambulanz einen Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Juni 2019. In den ersten zwei Juniwochen war es sogar ein Anstieg um 50 Prozent.

„Die Zahlen der letzten Monate haben die schlimmsten Befürchtungen bestätigt“, sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Sie würden im Grunde die einzelnen Phasen des Lockdowns widerspiegeln, ergänzte Saskia Etzold von der Gewaltschutzambulanz: „Zu Beginn war es den von Gewalt betroffenen Frauen nicht möglich, das Haus zu verlassen und sich Hilfe zu holen, außer, wenn sie die Polizei gerufen haben. Dies führte dazu, dass wir in der GSA im März und April neben einem Fallzahlrückgang eine deutliche Verlagerung des Schweregrades und des Anzeigeverhaltens der Fälle von häuslicher Gewalt gesehen haben.“ Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni seien die Zahlen wieder deutlich gestiegen. Etzold ergänzte: „Wir hatten schwerste Verletzungen. In fast allen Fällen spielten Brüche eine Rolle oder Gewalt gegen den Hals.“

12.48 Uhr: Erster Prozess wegen Betrugs bei Corona-Hilfen

In Berlin beginnt an diesem Freitag (12. Uhr) der erste Prozess wegen Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen. Vor dem Amtsgericht Tiergarten muss sich ein 31-Jähriger verantworten, der zwischen dem 31. März und 8. April bei der Investitionsbank rund 35.000 Euro zu Unrecht kassiert haben soll, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Der Angeklagte sitzt seit dem 24. April in Untersuchungshaft. Er soll die finanzielle Unterstützung aus Programmen des Berliner Senats sowie des Bundes mit zwei mutmaßlichen Mittätern online beantragt und dabei wahrheitswidrig angegeben haben, dass fünf Gesellschaften sowie sein eigenes Einzelunternehmen die Gelder für die Sicherung der betrieblichen Existenz in der Corona-Krise bräuchten. Insgesamt sollen 82.510 Euro beantragt worden sein. Laut Anklage gab es fünf Firmen gar nicht, die sechste habe ihre Geschäfte fortführen können, so dass kein Bedarf für eine Förderung bestanden habe.

12.10 Uhr: Elf neue Corona-Fälle in Brandenburg

Die Zahl der bestätigten neuen Fälle von Corona-Infektionen in Brandenburg ist weiter leicht gestiegen. Innerhalb eines Tages wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag (Stand 8 Uhr) elf neue Infektionen gemeldet. Von Dienstag zu Mittwoch waren es acht nachgewiesene neue Infektionen. An den beiden Vortagen war die Zahl der Covid-19-Fälle mit 3451 stabil geblieben, nun sind 3470 bestätigte Infektionen seit Anfang März registriert.

Aktuell werden 18 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon drei intensivmedizinisch beatmet. Am Vortag wurden zwölf Menschen stationär betreut. 3180 Menschen gelten als genesen, zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Seit März starben in Brandenburg 172 Patienten im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2. Seit dem Vortag kam im Landkreis Teltow-Fäming ein Sterbefall hinzu.

10.56 Uhr: BBU - Mieter müssen weiter nicht mit Kündigungen rechnen

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hat den Mietern versichert, dass sie weiterhin nicht mit Kündigungen wegen finanzieller Engpässe in Folge der Corona-Krise rechnen müssen. „Wer bei einem BBU-Mitgliedsunternehmen wohnt, wohnt sicher“, erklärte Verbandsvorstand Maren Kern am Donnerstag. Auch ohne Verlängerung des gesetzlichen Kündigungsschutzes bei coronabedingten Mietschulden müsse sich niemand Sorgen um seine Wohnung machen.

Der Verband habe schon länger deutlich gemacht, dass eine Stundung von Mietzahlungen „selbstverständlich“ sei. „Das gilt nach wie vor“, so Kern. „Sollten Mieterinnen und Mieter Schwierigkeiten mit der Zahlung der Miete haben, können sie jederzeit auf ihren Vermieter zugehen. Im gemeinsamen Gespräch wird man eine individuelle Lösung finden.“

Der BBU hat rund 350 Mitgliedsunternehmen in Berlin und Brandenburg mit gut einer Million Wohnungen. Das entspricht in beiden Ländern jeweils etwas mehr als 40 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes. Im April und Mai gab es bei 0,23 Prozent der Mieter Mietstundungen, im Juni lag die Quote bei 0,23 Prozent, so Kern.

9.30 Uhr: Wohl doch keine Corona-Tests für alle in Berlin

Die Koordinatorin der Berliner Corona-Teststrategie an der Charité, Valerie Kirchberger, hält es derzeit nicht für sinnvoll, alle Berliner regelmäßig und nicht zielgerichtet zu testen. Das sagte sie dem Sender Inforadio. Zielführender bei der Eindämmung der Corona-Pandemie sei weiterhin, Menschen mit Symptomen zu testen, so Kirchberger. Zusätzlich würden bestimmte Berufsgruppen stichprobenartig getestet, auch wenn die Betroffenen keine Symptome hätten. Zurzeit ist das für Kitaerzieherinnen im Virchow-Klinikum möglich.

8 Uhr: Easyjet-Mitarbeiter demonstrieren gegen Sparpläne

Mitarbeiter des Billigfliegers Easyjet wollen am Vormittag vor dem Reichstagsgebäude in Mitte gegen den Abbau von Arbeitsplätzen demonstrieren. Zu der Kundgebung hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Easyjet will infolge der Corona-Krise 16 von 34 Flugzeugen abziehen, die bisher in Tegel und Schönefeld stationiert sind. Deutsche Inlandsflüge sollen komplett gestrichen werden. Fast 740 Beschäftigte in Berlin würden ihren Job verlieren.

+++ Mittwoch, 1. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Mittwoch

Easyjet will Standort Berlin um die Hälfte reduzieren
Fluggastzahlen in Berlin steigen wieder
Wegen Corona-Krise: Viele Selbstständige landen in Hartz IV
Drei Berliner Corona-Teststellen werden geschlossen

18.48 Uhr: Zwei Mitarbeiter von Geflügelhof infiziert

Auf einem Geflügelhof in Niederlehme (Dahme-Spreewald) haben sich nach Angaben des Landkreises zwei Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Der Schlachtbetrieb teste seit etwa einer Woche täglich einen Teil der Mitarbeiter, dabei seien am Mittwoch erstmals zwei positive Fälle aufgetreten, teilte der Landkreis mit. Beide Mitarbeiter und ihre engen Kontaktpersonen befänden sich in häuslicher Isolation. Weitere Testungen im Umfeld der Infizierten sollen am Donnerstag folgen. Das Gesundheitsamt hatte sich den Angaben zufolge am vergangenen Freitag vor Ort über das Hygienekonzept des Betriebes informiert.

Nachdem sich in Schlachthöfen anderer Bundesländer Fälle von Corona-Infektionen gehäuft haben, hatte Brandenburg nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai mit Kontrollen in fleischverarbeitenden Betrieben des Landes begonnen. Im Land gibt es nur sehr wenige große Schlachtbetriebe.

Aktuell sind landesweit 138 fleischverarbeitende Betriebe behördlich zugelassen, von denen 47 mehr als 20 Beschäftigte haben; 32 Betriebe beschäftigen zwischen 20 und 49 Mitarbeiter, 6 haben zwischen 50 und 99 Beschäftigte. Weitere 6 Betriebe haben zwischen 100 und 249, 3 Betriebe zwischen 250 und 499 Mitarbeiter.

18.25 Uhr: 654 aktuell Infizierte in Berlin - kein weiteres Todesopfer

In Berlin sind aktuell 654 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervor. Demnach haben sich bislang nachweislich 8301 Menschen infiziert, ein Plus von 59 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesopfer bleibt bei 214, 7433 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Im Krankenhaus werden 129 Menschen behandelt, davon 35 intensivmedizinisch. Die meisten Neuinfektionen gab es in Reinickendorf (+16), gefolgt von Neukölln (+11) und Mitte (+9). Einzig aus Treptow-Köpenick wurde kein weiterer Fall gemeldet.

Die Corona-Ampeln stehen weiterhin alle auf Grün. Der Reproduktionsfaktor beträgt 0,58, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bei 8,32 und der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt bei 2,7 Prozent.

15.12 Uhr: Drei Berliner Corona-Teststellen werden geschlossen

In Berlin sind drei Corona-Teststellen seit Mittwoch geschlossen. Betroffen sind die Einrichtungen am ehemaligen Vivantes-Standort Prenzlauer Berg, am Vivantes Wenckebach-Klinikums in Tempelhof-Schöneberg sowie am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Lichtenberg.

„In den vergangenen Wochen sind immer weniger Menschen in die Abklärungsstellen gekommen, um sich testen zu lassen, sodass wir den Nutzen hinterfragen mussten“, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) am Mittwoch in Berlin. Die KV, die bisher die Ärzte für die Einrichtungen stelle, habe daher die Kooperation mit den Kliniken beendet.

Vivantes-Sprecherin Mischa Moriceau betonte, dass es sich um eine vorübergehende Schließung handele. Es sei geplant, die Abklärungsstellen im Rahmen der Berliner Teststrategie in Kürze wiederzueröffnen. Welche Personengruppen hier künftig getestet werden sollen, werde derzeit abgestimmt. Mittlerweile sei die ambulante Versorgung in Berlin sehr gut gerüstet, um bei Bedarf selbst testen zu können, konstatierte die KV.

15.11 Uhr: Finanzsenator sieht „spürbare“ Entlastung durch Mehrwertsteuersenkung

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz sieht die nun geltende niedrigere Mehrwertsteuer als richtigen Schritt in der Corona-Krise. „Die Mehrwertsteuersenkung hat eine wichtige Signalwirkung“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Sie führt angesichts der harten Folgen der Corona-Krise zu einer spürbaren Entlastung von Einkommensschwachen und stärkt gleichzeitig den Konsum.“ Es sei „wichtig und richtig“, dass der Bund den Ländern zugesagt habe, alle Steuerausfälle zu tragen. „Denn die Länder und Gemeinden finanzieren Maßnahmen, von denen die Bürgerinnen und Bürger am meisten profitieren.“

13.17 Uhr: Sprunghafter Anstieg des Reiseverkehrs an Flughäfen erwartet

Der Reiseverkehr über die Berliner Flughäfen wird aus Sicht der Betreiber in diesem Monat wieder kräftig anziehen: „Wir erwarten im Juli etwa 20.000 Fluggäste pro Tag und Ende des Monats erwarten wir etwa 30.000“, sagte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup am Mittwoch in Berlin. Hauptgrund ist die Wiederaufnahme des Flugverkehrs durch Berlins größten Anbieter Easyjet. Insgesamt sind damit ab Mittwoch wieder 36 Fluggesellschaften an den beiden Hauptstadtflughäfen Tegel und Schönefeld aktiv und fliegen rund 100 Ziele in 40 Ländern an.

Die Zahl der Fluggäste pro Tag wird sich den Erwartungen zufolge bis Ende Juli mehr als verdreifachen. Im Vormonat waren täglich noch rund 8000 Passagiere gezählt worden. Bis jedoch wieder das hohe Niveau vor der Krise erreicht wird, wird es aus Sicht des Flughafenchefs noch einige Jahre dauern. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.06 Uhr: Bildungssenatorin - Sommerschule ist ein „Kraftakt“

Rund 11.500 Berliner Schüler können Unterrichtsstoff, den sie wegen der Schulschließungen in der Corona-Krise verpasst haben, in den Sommerferien nachholen. Für die kostenlose Sommerschule seien bereits mehr als 1000 Lerngruppen gebildet worden und die meisten Anfang der Woche gestartet, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwoch. „Weitere folgen in den kommenden Wochen“, fügte sie bei einem Besuch in der Wilma-Rudolph-Oberschule in Dahlem hinzu. „Es war ein organisatorischer Kraftakt, in der Kürze der Zeit ein solches Lernangebot zu realisieren.“ Die unerwartet hohen Anmeldezahlen zeigten, dass der Bedarf groß sei.

12.46 Uhr: Verband - In Brandenburg wieder Fußball möglich - in Berlin nicht

In Brandenburg darf wieder Fußball gespielt werden. „Mannschafts- und andere Kontaktsportarten unter freiem Himmel sind nun auch für Erwachsene ohne Abstand möglich“, erklärte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport auf eine Anfrage des Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB). In Duschen, Waschräumen und Umkleideräumen sei jedoch strikt das Abstandsgebot einzuhalten, heißt es auf der Facebook-Seite des FLB. Auch auf der Trainerbank und außerhalb des Spielfeldes muss Abstand gehalten werden. Nur die reine Sportausübung ist vom Abstandsgebot befreit. Dagegen wartet der Amateur- und Jugendfußball in Berlin weiter auf den Re-Start. Auch in der neuen Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats wird weiterhin ausnahmslos nur kontaktloser Sport erlaubt.

12.39 Uhr: Acht neue Corona-Fälle in Brandenburg - leichter Anstieg

Die Zahl der bestätigten neuen Fälle von Corona-Infektionen in Brandenburg ist leicht gestiegen. Von Dienstag zu Mittwoch wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand 8 Uhr) acht neue Infektionen gemeldet. Von Montag zu Dienstag waren es drei nachgewiesene Neuinfektionen. Damit sind insgesamt 3459 bestätigte Covid-19-Fälle im Land registriert.

Aktuell werden zwölf Menschen im Krankenhaus behandelt, davon drei intensivmedizinisch beatmet. 3170 Menschen gelten als genesen, das sind zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Erkrankten liegt bei etwa 120. Seit März starben in Brandenburg 171 Patienten im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2.

12.34 Uhr: Erste Tageskassen von Zoo und Tierpark öffnen wieder

Vom kommenden Samstag an können Besucher von Zoo und Tierpark Eintrittskarten auch wieder vor Ort kaufen. Dann sind erneut erste Tageskassen geöffnet. „Natürlich empfehlen wir aber weiterhin, wenn irgend möglich, Tickets online vorab zu buchen“, sagte Mitarbeiter Maximilian Jäger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Um vor allem älteren Stammgästen den Besuch zu erleichtern, hatten Zoo und Tierpark bereits so genannte Service Points an den jeweiligen Eingängen eingerichtet, die sie bei der Buchung unterstützten. Für die umliegenden Seniorenheime wurden zudem analoge Eintrittskarten zur Verfügung gestellt. „Sofern es unsere Kapazitäten zugelassen haben, mussten wir seit der Wiederöffnung niemanden an unseren Eingängen abweisen“, berichtete Jäger.

12.03 Uhr: DFB rät Pokal-Fans von Berlin-Besuch ab

Beim DFB-Pokalfinale am Sonnabend in Berlin werden Anhänger der Finalisten die Stars nicht live zu Gesicht bekommen. „Die Spieler von Bayer 04 Leverkusen und des FC Bayern werden weder vor noch nach dem Spiel öffentlich auftreten, um gemeinsam mit den Fans zu feiern oder Autogramme zu geben“, teilte der Deutsche Fußball-Bund auf seiner Homepage mit und appellierte an die Anhänger: „Daher raten wir Ihnen und bitten Sie, sich nicht auf den weiten Weg nach Berlin zu begeben.“

Das 77. Endspiel um den DFB-Pokal zwischen Meister Bayern und Leverkusen muss wegen der Corona-Krise ohne Zuschauer und mit einem strengen Hygienekonzept gespielt werden. Nach der derzeit gültigen Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats sind im Freien nur Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen möglich. Knapp 700 Personen im und um das Stadion, das in drei Zonen eingeteilt ist, sind notwendig, um den Ablauf des Finals zu gewährleisten. Die Partie wird am Sonnabend (20 Uhr) live in der ARD und bei Sky übertragen.

11.53 Uhr: IHK - Politik muss Weichen für Weg aus der Krise stellen

Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen in Berlin aufgrund der Corona-Krise fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK) die Politik zum Handeln auf. „Berlin ist vom Corona-Effekt auf den Arbeitsmarkt so stark betroffen wie kein anderes Bundesland. Wichtige Sektoren wie Tourismus und Messewesen liegen seit Monaten brach – die Soforthilfen des Senats sind daher zwingend notwendig, um Beschäftigten eine Zukunft zu geben.

In der zweiten Jahreshälfte steht allen Arbeitsmarktakteuren eine Mammutaufgabe bevor, denn 22 Prozent der Unternehmen befürchten in den nächsten Monaten insolvent zu gehen – besonders in saisonabhängigen Branchen. Bislang standen zügige Abwicklungen von Kurzarbeitsanträgen im Mittelpunkt. Doch jedes dritte Berliner Unternehmen plant Entlassungen. Nun muss gelten: Vorfahrt für Arbeit. Die Politik muss die Weichen für den Weg aus der Krise stellen, bevor schlechte Jobchancen für Arbeitslose und Berufseinsteiger zu bleibenden Nachteilen führen", erklärte Berlins IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder.

11.35 Uhr: Kita-Erzieherinnen sollen für Corona-Tests Termin vereinbaren

Beschäftigte in Berliner Kitas können seit dieser Woche an der Charité einen Coronavirus-Test durchführen lassen. Das Universitätsklinikum organisiert die Abläufe so, dass symptomfreie Interessenten nicht mit solchen Patienten zusammentreffe, die wegen Krankheit der Atemwege oder dem Verdacht auf eine Infektion als Kontaktperson bei der Teststelle auf dem Campus Virchow vorsprechen. Die Charité weist laut RBB jedoch darauf hin, dass Kita-Erzieherinnen nicht ohne Anmeldung zu den allgemeinen Öffnungszeiten zur Teststelle kommen sollen. Sie sollen stattdessen zuvor einen Termin vereinbaren.

10.47 Uhr: Easyjet will Standort Berlin um die Hälfte reduzieren

Die Corona-Krise hinterlässt auch bei Easyjet tiefe Spuren. Der Billigflieger will an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld seine Maschinen und die Zahl der Easyjet-Mitarbeiter deutlich reduzieren. Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das offenbar versehentlich veröffentlicht wurde und der Berliner Morgenpost vorliegt. Demnach sollen 16 der 34 in Berlin stationierten Flugzeuge gestrichen werden. 738 Jobs in Kabine und Cockpit würden damit wegfallen. Das Unternehmen habe Gespräche mit der zuständigen Personalvertretung „zur Verringerung der Zahl der in Berlin stationierten Flugzeuge und Mitarbeiter“ aufgenommen, teilte das ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage mit. Mehr über den Stellenabbau bei Easyjet lesen Sie hier.

10.24 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Alle bisherigen Nachrichten, Zahlen und Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

10.16 Uhr: BR Volleys wollen ab Mitte August wieder trainieren

Die Berlin Volleys planen, am 10. August mit ihren Trainingsvorbereitungen auf die kommende Saison in der Volleyball-Bundesliga zu beginnen. Fraglich ist allerdings, inwieweit Spieler aus besonders hart von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern zu diesem Zeitpunkt noch Reisebeschränkungen unterliegen. Das könnte etwa den russische Zuspieler Sergej Grankin oder den brasilianischen Neuzugang Eder Carbonera betreffen. Beide halten sich derzeit in ihrer Heimat auf.

Saisonbeginn ist am 17. Oktober. Am ersten Bundesligaspieltag empfangen die BR Volleys die SWD powervolleys Düren. Das Spiel ist die Neuauflage des diesjährigen Pokalfinales, das die Berliner souverän mit 3:0 für sich entschieden hatten.

9.57 Uhr: Arbeitslosigkeit in Berlin wegen Corona weiter gestiegen

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt in Berlin weiter fest im Griff: Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juni erneut auf 209.360. Das waren 8719 Personen mehr als im Mai und 56.745 mehr als im Juni des vergangenen Jahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote wuchs verglichen mit Mai um 0,5 Punkte auf 10,5 Prozent. Sie liegt damit 2,7 Punkte über dem Vorjahreswert und ist weiterhin zweistellig.

„Der Arbeitsmarkt im Juni, in dem sonst Arbeitslosigkeit zurückgeht, ist besonders in Berlin weiter unter Druck“, sagte der Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Bernd Becking. Ohne die Kurzarbeit dürfte die Situation allerdings deutlich schlechter aussehen. Inzwischen kommen nur noch wenige neue Betriebe hinzu, die Kurzarbeit anzeigen. Im Juni hat ihre Zahl um 1100 Unternehmen zugenommen.

9.56 Uhr: Arbeitsmarkt in Brandenburg entspannt sich - trotz Corona

Trotz der Corona-Krise hat sich der Arbeitsmarkt in Brandenburg im Juni etwas entspannt. 86 226 Menschen waren landesweit im vergangenen Monat arbeitslos gemeldet und damit 754 weniger als noch im Vormonat. Allerdings lag die Zahl um 1. 870 höher als im Juni des Vorjahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Verglichen mit dem Juni 2019 stieg sie um 0,9 Prozentpunkte.

Corona - Mehr zur Pandemie