Klimapolitik

Greenpeace-Aktivisten verhüllen CDU-Parteizentrale

Die Umweltaktivisten kletterten auf das Dach der der CDU-Parteizentrale. Das Kohleausstiegsgesetz sei eine Farce, beklagen sie.

Greenpeace-Aktivisten verhüllen CDU-Parteizentrale in Berlin

Aus Protest für mehr Klimaschutz beim geplanten Kohleausstiegsgesetz haben 50 Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace heute die CDU-Parteizentrale in Berlin verhüllt. Sie fordern vor der Verabschiedung am Freitag eine komplette Überarbeitung des Gesetzes.

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Berlin. Greenpeace-Aktivisten sind bei einer Protestaktion gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung auf das Dach der CDU-Parteizentrale in Berlin geklettert. Später entrollten die Aktivisten schwarze Stoffbahnen, die das Konrad-Adenauer-Haus an der Klingelhöferstraße in Tiergarten verhüllten. „Hier müssen sie uns zuhören“, kommentierte eine Sprecherin in einem Video, das Greenpeace am frühen Mittwochmorgen etwa auf Twitter teilte.

Zu sehen waren Demonstranten, die ein Transparent auf dem Dach des Konrad-Adenauer-Hauses entrollten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dessen Partei warfen die Aktivisten vor, Wissenschaftlern sowie der Kohlekommission nicht zuzuhören.

Das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung sei eine „Farce“, kommentierte die Greenpeace-Sprecherin. „Unser aller Geld soll verwendet werden, um für die Schäden aufzukommen, die die Kohleindustrie verursacht hat.“ Die Polizei bestätigte einen Einsatz.

Deutschland soll bis 2038 schrittweise aus der klimaschädlichen Kohleverstromung aussteigen. Der Entwurf zum Kohleausstiegsgesetz sieht einen konkreten Fahrplan für das vorzeitige Abschalten von Kohlekraftwerken vor. Zentrale Gesetze zum Kohleausstieg sollen am Freitag von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden und damit noch vor der parlamentarischen Sommerpause.

Auch vor der SPD-Parteizentrale in Kreuzberg protestieren am Mittwochvormittag Umweltaktivisten. Zu ihnen zählten Aktvisten von "Extinction Rebellion" und "Ende Gelände".