Vandalismus

Unbekannte stehlen mehrfach Gehwegplatten

Diesmal traf es auch die Wippe auf dem Spielplatz im Lichtenrader Volkspark. Der Trägerverein erstattete Anzeige.

Rissinger Weg im Volkspark Lichtenrade: Unbekannte haben hier mehrfach Gehwegplatten gestohlen.

Rissinger Weg im Volkspark Lichtenrade: Unbekannte haben hier mehrfach Gehwegplatten gestohlen.

Foto: Manfred Könings

Seit Ende Mai werden im Rissinger Weg im Lichtenrader Volkspark immer wieder Gehwegplatten gestohlen. „Offensichtlich fehlten dem Dieb (oder der Diebin?) Gehwegplatten in den Maßen 50 mal 50 Zentimeter“, schreibt Manfred Könings vom Trägerverein Lichtenrader Volkspark an die Berliner Morgenpost. Wer sich hinter dem Vandalismus verbirgt, dazu habe Könings aber keine Idee. Er ist nicht nur wegen des Diebstahls empört, sondern auch, dass die Diebe durch das Entfernen der Gehwegplatten Stolperfallen hinterlassen hätten. Passanten könnten durch die entstandenen Löcher stolpern. Einige der Steinplatten seien zerbrochen und im Park verstreut worden, schreibt Könings weiter, andere wurden offenbar mitgenommen.

Der Verein hat seit den ersten Vorfällen drei Mal Anzeige wegen Diebstahls

gegen Unbekannt erstattet, bisher aber ohne Erfolg. Die Berliner Polizei bestätigte das auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Zeugen können sich bei jeder polizeilichen Dienststelle melden. Eine Parkbesucherin will laut Manfred Könings Angaben Jugendliche gesehen haben, die sich an den Platten zu schaffen gemacht haben, habe aber aus Angst nicht die Polizei rufen wollen, so Könings. Fünf Mal hätten die Unbekannten bisher im Volkspark gewütet.

Zerstört wurde auch eine Wippe für Kinder

Die Vereinsmitglieder hätten sich um die offenen Stellen im Gehweg gekümmert und diese zunächst gesichert. Kurz danach wurden wieder Platten und auch das Absperrband entfernt. Inzwischen habe man die offenen Stellen mit Beton verfüllt. Doch bei den Wegschäden sollte es nicht bleiben. Auch die Wippe auf dem Spielplatz hat es getroffen. Der Holzbalken sei auf Höhe der Halterung gebrochen. Könings vermutet, dass sich weit mehr als nur zwei Personen daran zu schaffen gemacht haben. Den neuen Balken zahle der Verein selbst, berichtet Könings. Er rechnet mit Kosten dafür zwischen 250 und 360 Euro.

Manfred Könings appelliert stellvertretend für den gesamten Verein an die Täter, die mutwilligen Beschädigungen in Zukunft zu unterlassen. „Die Arbeit im Park ist so schon umfangreich und mühselig genug. Da bedarf es keiner Arbeitsbeschaffung“, schreibt Könings abschließend.