Corona-Krise

Berliner Bars öffnen jetzt schon bei Tageslicht

Bars und Kneipen dürfen in Berlin wieder öffnen - natürlich nach den geltenden Corona-Regeln.

„Ich bin sehr penibel“, so Kai Wolschke aus der „Goldfisch Bar“.

„Ich bin sehr penibel“, so Kai Wolschke aus der „Goldfisch Bar“.

Foto: BM

Berlin.  Es gilt: Reine Schankwirtschaften und Gaststätten mit zubereitetem Speiseangebot dürfen von 6 bis 23 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Speisen und Getränke dürfen nur an Tischen angeboten und verzehrt werden. Zwischen den Tischen und Bestuhlung ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. In diesem Abstandsbereich dürfen sich keine Personen aufhalten. Ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime wird insbesondere durch Desinfektion der Tischplatten nach jedem Gästewechsel oder Wechseln der Tischwäsche sichergestellt.

Die Hocker am Tresen hat Kai Wolschke aus der „Goldfisch Bar“ an der Grünberger Straße in Friedrichshain vorerst ins Lager geräumt. Dafür gibt es jetzt mehr Sitzmöglichkeiten an der frischen Luft. Die Karte wird durch das Scannen eines QR-Codes zur Verfügung gestellt, ebenso funktioniert die Erfassung der Daten der Gäste. Dass sich jetzt nur noch rund 30 Menschen gleichzeitig in der Bar aufhalten können, wo es sonst 70 bis 80 waren, sei aus wirtschaftlichen Gründen die größte Herausforderung, so Wolschke.

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Mehr Plätze im Außenbereich bietet von Donnerstag um 18 Uhr an auch das „Velvet“ an der Ganghoferstraße in Neukölln. Adresslisten und Karte werden hier weiterhin klassisch in Papierform angeboten. „Aber davon haben wir reichlich“, sagt Bartender Ruben Neideck. Alle Gäste werden platziert und bekommen einen Mundnasenschutz angeboten, sofern sie keinen dabei haben sollten. „Wir versuchen, den Servicegedanken coronakonform auszuweiten“, so Neideck.

Sobald Bargäste ihren Tisch verlassen, ist ein Mundnasenschutz verpflichtend. Das Personal trägt ihn im „Goldfisch“ und im „Velvet“ zu jeder Zeit. „Wir sind sehr penibel, wir wollen nichts riskieren. Das kann sich gerade niemand leisten“, sagt Wolschke. Ungewohnt seien Öffnungszeiten bei Tageslicht, die aufgrund der Beschränkung bis 23 Uhr in vielen Bars nach vorne verschoben wurden, so Neideck. Das Schummerige-Bar-Erlebnis mit der Behaglichkeit dichten Gedränges wird es also vorerst nicht geben, dafür aber endlich wieder Drinks, die über Gin und Tonic für den Hausgebrauch hinausgehen.

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