Musik

Deutsches Symphonie-Orchester spielt Pop-up-Konzerte

Das Deutsche Symphonie-Orchester spielt an diesem Wochenende Open Air-Konzerte.

Das Deutsche Symphonie-Orchester gibt während einer Bustour in Berlin ein Konzert am Breitscheidplatz.

Das Deutsche Symphonie-Orchester gibt während einer Bustour in Berlin ein Konzert am Breitscheidplatz.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin.  Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) bringt Klassik auf die Straße: Um auf die prekäre Lage von Musikern während der Corona-Pandemie aufmerksam zu machen, spielt das Orchester an diesem Wochenende kurze Pop-up-Konzerte. Am Sonnabend waren einige Musiker so oben auf dem Doppeldeckerbus unterwegs. Ein Quintett, bestehend aus Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott und Horn, machte zunächst Halt vor drei Seniorenheimen in Charlottenburg und Wilmersdorf. Anschließend hielt der musikalische Bus an zentralen Plätzen in der Innenstadt: Passanten am Breitscheidplatz, Potsdamer Platz, Pariser Platz und Gendarmenmarkt freuten sich über spontane Klassikeinlagen von Mozart, Ibert und Co.

Der genaue Zeitplan und Routenverlauf wurde vorab nicht kommuniziert. „Wir wollen Menschenansammlungen natürlich vermeiden“, sagt Benjamin Dries, Pressereferent des DSO. „Aber Berlin braucht Musik. Wenn die Menschen nicht zu uns kommen dürfen, kommt die Musik eben zu ihnen.“ Als Orchester fühle man sich der Aufgabe verpflichtet, Menschen auch in schwierigen Zeiten mit Musik zu versorgen. Parallel zu den Auftritten wird zu Spenden an den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung und den Solidaritätsfonds #handforahand aufgerufen.

Am heutigen Sonntag begibt sich das Orchester indes auf das Wasser. Drei verschiedene Ensembles legen auf einem Floß in der Rummelsburger Bucht ab, um Spaziergänger entlang des Treptower Parks, der East Side Gallery, der Museumsinsel und des Regierungsviertels musikalisch zu überraschen. Abhängig von Witterung und Windverhältnissen steigt das Orchester am Pfingstmontag sogar in die Luft und gibt ein Konzert vom großen Heißluftballon in der Zimmerstraße. „Ich bin sehr gespannt, wie der Ton klingen wird“, sagt Dries. „Unsere Blechbläser müssen ordentlich Puste geben.“

Überhaupt sei die Aktion für das DSO ein Experiment. Man veranstalte Pop-up-Konzerte zum ersten Mal, meint Dries. „Wenn alles gut klappt, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass wir das im Juni weiterführen.“