Landwirtschaft

Justizsenator Dirk Behrendt fordert die Agrarwende

Die EU müsse mehr Geld für die Ökologisierung bereitstellen, sagte der Grünen-Politiker vor einem Treffen der EU-Agrarminister.

Dirk Behrendt war sechs Jahre Richter in Berlin und übernahm Anfang Dezember 2016 das Justizressort.

Dirk Behrendt war sechs Jahre Richter in Berlin und übernahm Anfang Dezember 2016 das Justizressort.

Foto: Reto Klar

Berlin.  Der für Verbraucherschutz und Agrarpolitik zuständige Senator Dirk Behrendt (Grüne) hat vor einem Treffen der EU-Agrarminister eine „konsequente Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft“ gefordert. „Nicht zuletzt die aktuelle Diskussion um die Situation in den Schlachthöfen zeigt: Die Landwirtschaft, wie sie momentan betrieben wird, ist nicht zukunftsfähig“, sagte Behrendt der Berliner Morgenpost.

Vor dem Treffen der EU-Agrarminister am kommenden Donnerstag wandten sich Behrendt und die für Landwirtschaft und Umwelt zuständigen Minister der Grünen in einer gemeinsamen Erklärung an die EU-Kommission. Die Ressortchefs fordern darin eine Aufstockung der Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU für „Umwelt-, Klima- und Naturschutz“. Die erneute und anhaltende Trockenheit in den Böden und vermehrte Extremwetterereignisse zeigten, „wie unmittelbar der Klimawandel die Landwirtschaft in ihrer Existenz bedroht und einen grundlegenden Wandel erfordert“, heißt es in der Erklärung.

Die Landwirtschaft der EU sei für etwa ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. In die Ökologisierung der Landwirtschaft müsse daher „ein signifikant größerer Anteil der EU-Agrarförderung“ fließen als bisher. „Ich hoffe, dass die EU ihre Fördermittel entsprechend umstellt und damit die Agrarwende voranbringt“, sagte Behrendt. Die Agrar- und Umweltminister von Bund und Ländern wollen sich am Donnerstag zu einer Konferenz mit den EU-Kommissaren für Landwirtschaft und Umwelt, Janusz Wojciechowski und Virginijus Sinkevičius, treffen.