Corona-Newsblog in Berlin

405 aktive Corona-Fälle in Berlin, 5987 Erkrankte genesen

6582 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Das sind positive Folgen des Coronavirus

Im Lockdown während der Corona-Pandemie fährt die Welt herunter. Das wirkt sich auf Natur, Tierwelt und Menschen auch positiv aus.

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Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zum Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

6.30 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin.

Alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in Berlin finden Sie in unserem neuen Newsblog.

+++ Donnerstag, 21. Mai +++

19.01 Uhr: 405 aktive Corona-Fälle in Berlin, 5987 Erkrankte genesen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist seit Mittwoch um 30 Personen gestiegen. 6582 Menschen sind bisher insgesamt erkrankt, 5987 sind genesen. Seit Mittwoch sind vier Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer in Berlin beträgt insgesamt 190, vier mehr als am Mittwoch. 405 Menschen sind aktuell laut Gesundheitsverwaltung erkrankt. 172 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, 62 intensivmedizinisch.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 733 (+6) 213,3 682
Friedrichshain-Kreuzberg 515 (+4) 177,4 474
Lichtenberg 282 (0) 95,9 237
Marzahn-Hellersdorf 352 (+2) 130,4 325
Mitte 952 (0) 246,8 897
Neukölln 727 (+10) 220,4 655
Pankow 687 (+3) 167,8 598
Reinickendorf 494 (+1) 185,4 452
Spandau 298 (+4) 121,5 249
Steglitz-Zehlendorf 536 (+1) 172,9 492
Tempelhof-Schöneberg 662 (-1) 188,6 604
Treptow-Köpenick 344 (0) 125,7 322
Summe 6582 (+30) 174,6 5987

18.20 Uhr: Polizei - Parks in Berlin voll, aber alles im Rahmen

An Christi Himmelfahrt sind bei blauem Himmel zahlreiche Berliner in den Parks und in der Stadt unterwegs. Die Polizei war stadtweit mit 350 Beamten im Einsatz, um die Einhaltung der Corona-Beschränkungen zu kontrollieren. Ein Sprecher teilte am Nachmittag mit, die Parks seien voll, es sei aber „alles im Rahmen“. An der S-Bahnstation Treptower Park und am „Rübezahl“ am Müggelsee wiesen die Beamten Feiertagsausflügler per Lautsprecherdurchsage und auf Twitter darauf hin, Abstand zu halten. Hier sei es etwa am Eingang zum Park mitunter zu Ansammlungen gekommen, die sich im Park aber schnell wieder verstreut hätten.

Auf der Spree hatten einige Berliner eine Alternative zum Bollerwagen entdeckt und den Feiertagsausflug im Boot angetreten. Auf dem Wasser tummelte sich ein bunte Mischung aus Kanus, Tret-, Falt- und Ruderbooten.

Mehrere kleinere Versammlungen verliefen der Polizei zufolge bis Donnerstagnachmittag ohne Zwischenfälle.

17.52 Uhr: Morgen ab 11 Uhr dürfen wir wieder auf den Fernsehturm

Der Fernsehturm am Alexanderplatz öffnet nach knapp zweimonatiger Corona-Zwangspause am Freitag wieder. Ab 11 Uhr sollen die Aussichtsplattform und das Restaurant „Sphere“ wieder für Besucher zugänglich sein, wie die Betreiber mitteilten.

Jeweils 50 Menschen dürfen gleichzeitig auf die Plattform oder ins Restaurant, ein Wechsel vom Restaurant auf die Aussichtsetage oder umgekehrt ist dabei nicht möglich, wie ein Sprecher erklärte. Auf der Aussichtsplattform gelte außerdem eine Maskenpflicht.

Damit sich keine Schlangen bilden, müssen Besucher vorab online Tickets reservieren, dabei werden Zeiten vergeben. Der Aufenthalt auf der Aussichtsetage ist den Angaben nach auf 45 Minuten beschränkt, im Restaurant auf zwei Stunden.

17.47 Uhr: Mindestens 16 Corona-Fälle in Unterkunft für Geflüchtete

In einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Buch haben sich mindestens 16 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt stehen 82 der 407 Bewohner der Unterkunft derzeit unter Quarantäne, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Integration am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das zuständige Gesundheitsamt Pankow veranlasste den Angaben nach am Mittwoch weitere Abstriche unter den Kontaktpersonen der Infizierten. Die Ergebnisse lagen am Donnerstag noch nicht vor. Außerdem sollen weitere Kontakte identifiziert werden.

Keiner der Erkrankten müsse derzeit im Krankenhaus behandelt werden, hieß es. 13 der 16 Infizierten und 30 weitere Angehörige und Kontaktpersonen befinden sich demnach in häuslicher Quarantäne in der Unterkunft, da ihre Wohnungen über separate Sanitärbereiche verfügen und einfach zugänglich sind. Sie werden von Caterern versorgt und können etwa Hygienegegenstände über den Betreiber bestellen.

39 Bewohner, die im Rahmen des Heims in Buch nicht isoliert werden konnten, zogen am Mittwoch in eine gesonderte Unterkunft für Quarantänefälle an der Buchholzer Straße in Pankow. Dort übernehmen laut der Senatsverwaltung mehrsprachige Ärzte und Pflegekräfte die Betreuung. In den Apartments der sogenannten Tempohomes haben die Bewohner den Angaben nach ein separates Bad und Küche.

16.41 Uhr: Wenige Polizeieinsätze am Vatertag in Brandenburg

Die Brandenburger haben sich den Vatertag nicht von der Corona-Krise verderben lassen. Sie feierten am Donnerstag und zogen teils in Gruppen umher, nahmen aber nach Einschätzung der Polizei - abgesehen von wenigen Ausnahmen - Rücksicht auf die geltenden Auflagen. „Es ist ein ganz normaler, bisher noch ruhiger Himmelfahrtstag“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Bei trockenem Frühlingswetter und angenehmen Temperaturen zog es viele Brandenburger ins Freie.

Bis zum Nachmittag rückten die Beamten zu rund 500 Einsätzen landesweit aus. Das entspreche etwa der Zahl der vergangenen Jahre, sagte der Sprecher.

14.40 Uhr: Fünfjährige kehren in Kitas zurück - Tagespflege für alle Jahrgänge

Die stufenweise Öffnung der Kitas geht weiter. Ab Montag, 25. Mai 2020, können die fünfjährigen Kinder und ihre Geschwister wieder die Einrichtungen besuchen. Sie haben dann einen Anspruch auf eine eingeschränkte Betreuung, die etwa einem Halbtagsplatz entspricht. Die Tagespflegestellen können ab Montag alle Kinder wieder aufnehmen, die vor der Corona-Schließzeit betreut wurden.


„Wir sind (...) weiter in einer Ausnahmesituation. Raum- und Personalkapazitäten sind aufgrund der Corona-Maßnahmen begrenzt. Ich bitte daher alle Eltern um Verständnis, dass individuelle Betreuungszeiten nicht voll ausgeschöpft werden können. Die weitere Kita-Öffnung funktioniert nur, wenn alle bereit sind, mit den Kita-Leitungen bestmögliche, solidarische Lösungen zu finden“, sagte Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Insgesamt haben in den Kindertagesstätten ab 25. Mai folgende Kinder einen Anspruch auf Betreuung:

  • Kinder von Eltern in sog. systemrelevanten Berufen,
  • Kinder von Alleinerziehenden,
  • Kinder in besonders belasteten Familiensituationen/besonderem pädagogischen Bedarf,
  • künftige Schulanfänger und deren Geschwister,
  • alle Fünfjährigen (alle vor dem 26.05.2015 geborenen Kinder) und ihre Geschwister, wenn sie in derselben Kita betreut werden.

Im nächsten Schritt soll die Gruppe der Vier- bis Fünfjährigen voraussichtlich ab dem 8. Juni 2020 in die Kitas zurückkehren. Der genaue Zeitpunkt hängt vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab.


Bei Fragen zur eingeschränkten Betreuung wenden sich Eltern bitte an die Kita-Leitungen. Für Anliegen, die nicht auf diesem Weg geklärt werden konnten, wurde bei der Senatsverwaltung für Bildung eine Hotline eingerichtet: Tel. 90227-6600 (Mo – Fr: 9 Uhr bis 15 Uhr)

13.36 Uhr: Wieder mehr neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat das Gesundheitsministerium am Donnerstag (Stand 8 Uhr) insgesamt 3224 bestätigte Corona-Fälle verzeichnet, das seien 13 mehr als am Vortag. In den vergangenen beiden Tagen waren nur jeweils drei Covid-19-Fälle neu hinzugekommen. Die Zahl der Erkrankten liegt weiter bei rund 180, während etwa 2880 Patienten als genesen gelten, das sind zehn mehr als am Vortag. Bisher starben 167 Corona-Patienten, das ist ein Todesfall mehr als am Mittwoch. Der Hotspot ist weiter Potsdam mit 631 Fällen, in der Prignitz sind es nur 25.

13.02 Uhr: Polizei an Himmelfahrt: „Seien Sie freundlich wie das Einhorn“

Aus Sicht der Berliner Polizei hat der Feiertag Christi Himmelfahrt ruhig begonnen. Mehrere kleinere Versammlungen seien bis Donnerstagmittag ohne Zwischenfälle verlaufen, etwa von Mietern gegen Verdrängung sowie ein weitläufiger Fahrrad-Korso gegen Corona-Beschränkungen in Tegel.

Auch bei Freizeitausflügen - am Vatertag oft feuchtfröhlich - seien zunächst keine Auffälligkeiten gemeldet worden. „Liebe Herren, bitte seien Sie bei Ihren Ausflügen wie das Einhorn - freundlich und flauschig“, twitterte die Polizei zum Bild einer offenbar zum Vatertag verschenkten Kinderzeichnung des Fabelwesens - und lieferten die Erläuterung gleich hinterher: „Man sieht Einhörner selten. Sie treten wohl nicht in großen Gruppen auf.“

12.37 Uhr: Pop mahnt Gastwirte: „Polizeieinsätze schaden allen“

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat die Gastwirtein Berlin um die verantwortungsvolle Einhaltung der coronabedingten Regeln gebeten. In einem Brief mahnte sie gemeinsam mit dem Präsident des Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin, Christian Andresen, dass die Lockerungen nach dem Shutdown in der Gastronomie abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie sind.

"Für die Beibehaltung der Lockerungen und mehr noch für ihren Ausbau ist es enorm wichtig, dass Sie Ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden und die Hygiene- und Abstandsregeln in Ihren Betrieben konsequent umzusetzen“, heißt es in dem Schreiben von Donnerstag. „Einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen und einen möglichen erneuten Shutdown können und wollen wir uns nicht leisten.“ Bilder und Berichte von Polizeieinsätzen schadeten der gesamten Branche.

Seit vergangener Woche dürfen Restaurants, Imbisse und Cafés in Berlin wieder öffnen, solange sie selbst zubereitetes Essen anbieten. Reine Schankwirtschaften wie Kneipen und Shisha-Bars bleiben hingegen weiter geschlossen. Die Gastronomen müssen dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen inklusive Stühlen gewährleisten. Konkrete Zahlen zu Einsätzen und Verstößen in der Gastronomie liegen bislang nicht vor.

+++ 11.42 Uhr: Schausteller in Nöten - Rettungsschirm gefordert +++

Nach dem coronabedingten Ausfall der Großevents in Berlin in diesem Sommer hofft die Schausteller-Branche auf eine Entspannung der Lage im Herbst und Winter. Vor allem die Weihnachtsmärkte werden wichtig - doch bis dahin müssen viele Schausteller trotz der Corona-Soforthilfen noch um ihre Existenz bangen, wie der Vorsitzende des Berliner Schaustellerverbandes, Michael Roden, sagte. „Es muss ein Rettungsschirm kommen, sonst fällt das Gewerbe in sich zusammen“, betonte er.

Im Frühling starte für gewöhnlich die Hauptsaison - die falle jetzt komplett aus. Viele hätten zudem in ihre Geschäfte investiert und blieben nun auf teils hohen Kosten sitzen, beschrieb Roden. Der Verband, der nach eigenen Angaben 200 Betriebe mit 2000 Mitarbeitern vertritt, sieht die Politik in der Pflicht, die Schausteller zu unterstützen. Die Schausteller hätten sich bereits mit einem Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) gewandt.

11.10 Uhr: Neuer Corona-Fall bei der Berliner Feuerwehr

Auf der Feuerwache Steglitz ist ein weiterer Feuerwehrmann positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit beläuft sich die Zahl der Infizierten bei der Feuerwehr auf insgesamt drei – alle auf dieser Wache. Daneben wurde fünf weitere Mitarbeiter als Kontaktpersonen auf amtsärztliche Anordnung in Quarantäne gesetzt. 16 befinden sich in freiwilliger Selbstisolation.

18 Feuerwehrleute haben eine Covid19-Infektion seit dem ersten Fall auf der Feuerwache Marzahn Ende März inzwischen überstanden. Außerdem konnten mit Stand von Mittwochmittag insgesamt 544 aus der angeordneten oder freiwilligen Quarantäne wieder in den Dienst zurückkehren. Seit Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Berlin am 1. März hat die Feuerwehr insgesamt 530 mit dem Coronavirus infizierte Menschen transportiert.

7 Uhr: Polizei kontrolliert auch am Vatertag Einhaltung der Regeln

Die Polizei will in Berlin auch am Vatertag kontrollieren, ob die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln eingehalten werden. Polizeistreifen überprüfen Auflugsrestaurants, Parks und Badeseen. Auch für das brandenburgische Umland kündigte die dortige Polizei Kontrollen an.

In Berlin müssen Menschen grundsätzlich einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten, es sei denn, sie leben zusammen. Seit knapp zwei Wochen dürfen sich auch wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen, die aber den Mindestabstand einhalten müssen.

Auch an den nächsten beiden Tagen sind größere Polizeieinsätze geplant: Am Freitagabend wegen des Bundesliga-Derbys zwischen Hertha BSC und Union Berlin im Olympiastadion. Und am Sonnabend erneut wegen zahlreicher Demonstrationen gegen und für die Corona-Einschränkungen.

6 Uhr: Nur wenige Jugendherbergen öffnen - Insolvenz droht

Zum Pfingstwochenende hin öffnen einzelne Jugendherbergen in Brandenburg wieder. Der Verband Berlin-Brandenburg fürchtet aber weiterhin eine Insolvenz durch die Corona-Krise. Nur etwa bis September reichten die Mittel noch, sagte Sprecher Marcus Hirschberg. „Ohne staatliche Hilfe gehen wir den Bach runter.“ Nur in fünf der insgesamt 19 Herbergen in Berlin und Brandenburg könnten die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden.

Die Häuser in Potsdam, in Wandlitz nördlich von Berlin, die Bremsdorfer Mühle im Osten Brandenburgs sowie die Jugendherbergen Köthener See und Lübben im Spreewald öffnen am 29. Mai wieder. Sie seien vor allem auf Familien ausgerichtet, und alle Zimmer hätten eigene Bäder. Die Gäste werden laut Hirschberg vorab über die Hygiene- und Abstandsregeln informiert, Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittelspender wurden demnach angebracht. Unterkünfte mit Mehrbettzimmern, Gemeinschaftsduschen oder zu kleinen Essenssälen könnten noch nicht öffnen, so Hirschberg. So bleiben auch die Berliner Häuser noch geschlossen.

Insgesamt entgingen dem Verband den Angaben zufolge seit dem 18. März rund 6,2 Millionen Euro Umsatz, 180.000 Übernachtungen seien weggefallen. Ein kleiner Teil der Gäste habe umgebucht, sagte Hirschberg. Aber vor allem Klassen- oder Gruppenfahrten wurden demnach abgesagt. Die rund 200 Mitarbeiter der Jugendherbergen in Berlin und Brandenburg seien in Kurzarbeit.

5 Uhr: CDU-Abgeordnete Ludwig für Ende der Corona-Regeln

Die Potsdamer CDU-Bundestags- und Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig fordert ein zügiges Ende aller Beschränkungen in der Corona-Krise. „Wir müssen zur Normalität zurückgehen. Auch nach sämtlichen Lockerungsmaßnahmen ist die Zahl der Infizierten nicht deutlich gestiegen“, sagte die CDU- Wirtschaftspolitikerin. Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung hatte am Dienstag weitere Lockerungen angekündigt, Fitnessstudios und Freibäder sollen am 28. Mai öffnen.

Auch die Schulen müssen nach Ansicht der CDU-Politikerin wieder in den Regelbetrieb kommen. „Die Eltern müssen wissen, ob ihre Kinder nach den Sommerferien wieder normal zur Schule gehen können“, forderte Ludwig. „Gleichzeitig muss die Landesregierung die Betreuung im Ferienhort und in den Kitas während der gesamten Sommerferien ohne Schließzeiten sicherstellen.“

Ludwig hält eine Aufstockung des Rettungsschirms des Landes für notwendig. „Es ist nicht das Verschulden derer, die nicht arbeiten können.“ Bisher hat das Land Hilfen von zwei Milliarden Euro beschlossen. Die Corona-Krise reißt zugleich ein Loch in den Haushalt: Rund 1,15 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen werden für dieses Jahr erwartet.

+++ Mittwoch, 20.05. +++

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin und Brandenburg am Mittwoch

Corona-Krise: Der Flughafen Tegel schließt am 15. Juni
▸407 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, 5959 Erkrankte genesen
Wohlfahrtsverbände fordern Corona-Prämie für alle Helfer

21.38 Uhr: Spiehallen in Brandenburg dürfen noch nicht öffnen

Spielhallen müssen in Brandenburg vorerst weiter für Publikum geschlossen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat eine entsprechende Regelung in der Sars-CoV2-Eindämmungsverordnung des Landes mit zwei Eilbeschlüssen bestätigt, wie das Gericht am Mittwochabend mitteilte. Demnach ist die Vorgabe trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen derzeit verhältnismäßig und angemessen. (OVG 11 S 49.20 und OVG 11 S 52.20)

Es sei damit zu rechnen, dass sich Kunden in Spielhallen länger aufhalten als etwa in Gaststätten und Geschäften, die in Brandenburg wieder in Betrieb sein dürfen. Das Infektionsrisiko sei deshalb höher. Zudem prüfe das Gesundheitsministerium bei Veränderungen kurzfristig, ob weitere Lockerungen zugelassen werden könnten, argumentierte das Gericht der Mitteilung zufolge. Die Beschlüsse können nicht angefochten werden.

19.53 Uhr: Bergmann-Klinik räumt Fehler nach Virusausbruch ein

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann hat nach dem Coronavirus-Ausbruch Fehler eingeräumt. Die Infektionen von Patienten und Mitarbeitern hätten in ihrem möglichen Zusammenhang betrachtet werden müssen, teilte die Klinik am Mittwoch nach Vorlage eines Berichts zur internen Aufarbeitung mit.

„Um dies in Zukunft zu verbessern, wird die Zusammenarbeit der Krankenhaushygiene und des Betriebsarztes gestärkt und enger miteinander verzahnt“, erklärte Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt. „Außerdem waren Dokumentations- und Meldeprozesse offensichtlich weniger zuverlässig, als es die hauseigenen Standards vorsehen.“ Die Klinik bedaure jeden Todesfall.

Im größten Potsdamer Krankenhaus hatten sich im März Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2-bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Bisher starben in dem Klinikum 45 Covid-19-Patienten.

18.56 Uhr: 49 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Berlin

In Berlin sind bis Mittwoch keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle beträgt aktuell 186.


49 neue Infektionen wurden bestätigt, 29 gab es am Tag zuvor. 407 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 399 waren es gestern. 5959 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 66. Das ist eine Person weniger als gestern. Insgesamt liegen 185 Menschen in Krankenhäusern, neun weniger als gestern.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 727 (+1) 211,6 681
Friedrichshain-Kreuzberg 511 (+8) 176,0 474
Lichtenberg 282 (0) 95,9 236
Marzahn-Hellersdorf 350 (+6) 129,6 325
Mitte 952 (+10) 246,8 893
Neukölln 717 (+1) 217,3 648
Pankow 684 (+11) 167,1 594
Reinickendorf 493 (+2) 185,1 450
Spandau 294 (0) 119,9 248
Steglitz-Zehlendorf 535 (+7) 172,5 490
Tempelhof-Schöneberg 663 (+2) 188,9 603
Treptow-Köpenick 344 (+1) 125,7 317
Summe 6.552 (+49) 173,8 5959

17.27 Uhr: Bahn lässt wieder Sprinter Berlin - München fahren

Fahrgäste zwischen Berlin und München können von Juni an wieder Sprinter-Züge nutzen. Damit legen sie die Strecke planmäßig wieder in knapp unter vier Stunden zurück. „Ab Anfang Juni fahren wir die Sprinterverbindungen nach Berlin hoch“, kündigte Michael Peterson, Fernverkehrschef der Deutschen Bahn, am Mittwoch an.

Diese Züge halten unterwegs seltener als andere ICE. Auf den wichtigen Verbindungen zwischen Berlin und Frankfurt beziehungsweise Stuttgart gibt es jetzt schon wieder Sprinterverkehr. München kommt am 2. Juni hinzu. Zunächst fährt ein Zug morgens von München nach Berlin und am Nachmittag zurück.

Das Angebot soll nach und nach steigen. Die Bahn hatte es mit Beginn der Corona-Krise zurückgefahren. So waren zuvor zwischen München und Berlin sechs Sprinter-Verbindungen üblich.

16.06 Uhr: "Tropical Islands" öffnet ab 15. Juni wieder für Besucher

Das Erlebnisbad "Tropical Islands" in Krausnick vor den Toren Berlins öffnet ab 15. Juni seine Tore für Besucher und wird den Gäste- und Hotelbetrieb den gegebenen Abstands- und Hygieneregeln entsprechend wieder aufnehmen. Anlass sind die Anpassungen der Eindämmungs- und Quarantäne-Verordnung, die in der gestrigen Kabinettssitzung der Staatskanzlei Brandenburg beschlossen wurden.

„Ich freue mich sehr, dass Tropical Islands sehr frühzeitig und verantwortungsvoll ein Hygienekonzept vorgelegt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt hat“, sagte Carsten Saß, Gesundheitsdezernent des Landkreises Dahme-Spreewald. Tagestickets sind bis auf weiteres nur online erhältlich. Das "Tropical Islands" 60 Kilometer südlich von Berlin gehört mit 1,2 Millionen Besuchern im Jahr zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands und beschäftigt über 500 Mitarbeiter.

15.51 Uhr: Beschäftigte an Kliniken wollen besseren Corona-Schutz

Beschäftigte von Charité und den Vivantes-Kliniken fordern vom Senat weiterhin mehr Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Außerdem gehe es darum, dass „jetzt bereitgestellte Gelder nach der Pandemie durch die Krankenhäuser nicht wieder durch Einsparungen zurückgegeben werden müssen“, erklärte Verdi-Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik.

Im Rahmen einer kleinen Kundgebung vor dem Roten Rathaus übergaben Beschäftigte von Charité und Vivantes der Staatssekretärin von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) Briefe von mehreren tausend Mitarbeitern.

Bereits Anfang April hatten sich die Beschäftigten der landeseigenen Krankenhauskonzerne an den Senat gewandt und einen besseren Gesundheitsschutz sowie einen Belastungszuschlag gefordert. Daraufhin beschloss der Senat für Ärzte und Pfleger eine Prämie von je 450 Euro, die gestaffelt über drei Monatsgehälter ausgezahlt wird. Die Gewerkschaft Verdi forderte einen steuerfreien Zuschlag von 500 Euro.

14.45 Uhr: Gesundheitsministerin gegen flächendeckende Corona-Tests

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat sich gegen flächendeckende Corona-Tests ausgesprochen, auch mit Verweis auf die praktische Umsetzung. Sie kündigte zugleich eine Teststrategie für Pflegeheime an. Linke-Gesundheitspolitikerin Bettina Fortunato kritisierte, dass keine Teststrategie für Schulen und Kitas geplant sei. „Ein konsequenter Schutz der Bevölkerung ist das nicht.“ Die Lage in Flüchtlingsunterkünften entspannt sich nach Einschätzung des Ministeriums etwas. In Potsdam sei die letzte bestehende Quarantäne aufgehoben worden.

Die Kenia-Regierung hatte die Beschränkungen am Dienstag weiter gelockert. Fitnessstudios und Freibäder öffnen am 28. Mai wieder, Hallen- und Thermalbäder am 13. Juni. Nonnemacher warnte aber: „Das Virus ist durchaus noch in der Luft.“ Sie sehe „mit Sorge“, dass die Bereitschaft zu einer möglichen späteren Impfung gegen Covid-19 angesichts der Proteste gegen die Beschränkungen sinke.

14.35 Uhr: Brandenburg will Corona-Fälle verhindern - Kita geschlossen

Die Brandenburger Landesregierung will weitere Corona-Infektionen in Kindertagesstätten mit strikten Kontrollen verhindern. „Wir müssen sehen, dass wir (...) den größtmöglichen Schutz für die Kinder, für die Eltern und für die Beschäftigten bieten“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) im Landtags-Gesundheitsausschuss in Potsdam. Nach dem Hygienekonzept dürften keine Kinder mit Krankheitssymptomen in Kitas kommen. Die Eltern müssten erklären, dass es in ihrem Haushalt keine Symptome für die Krankheit Covid-19 gebe. In Brandenburg traten bisher in mehreren Kitas Corona-Infektionen auf.

Inzwischen ist etwas mehr als ein Drittel aller Kinder in Notbetreuung - der Anteil schwankt aber in den Kreisen von 27 bis 57 Prozent. Ab kommendem Montag öffnen die Kitas weiter: Alle Kinder sollen bis zu den Sommerferien Ende Juni zumindest vier Stunden an mindestens einem Tag in der Woche in die Kita gehen - vorrangig Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung. Je nach Kapazität kann das Angebot ausgeweitet werden. Die Landesregierung will auch an Schulen ein Infektionsrisiko vermeiden.

14.30 Uhr: Nach Corana-Tests: Yunus Malli vor Rückkehr in Union-Kader

Nach dem Wirrwarr um positive und negative Tests auf das Coronavirus steht Mittelfeldspieler Yunus Malli beim 1. FC Union Berlin vor der Rückkehr in den Kader. „Er hatte eine Leidenszeit. Es war wirklich nicht ganz einfach, aber er ist erstaunlich weit. Er hat uns alle überrascht“, sagte Trainer Urs Fischer vor dem Berliner Derby in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr). Leihgabe Malli vom VfL Wolfsburg konnte wochenlang nicht mit der Mannschaft trainieren, nachdem es an zwei negativen Corona-Tests in Folge gemangelt hatte. Erst seit der Vorwoche trainiert der 28-Jährige wieder mit der Mannschaft.

13.40 Uhr: Flughafengesellschaft hat keine Corona-Hilfen beantragt

Der Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER hat nach Angaben von Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) keine coronabedingte Liquiditätshilfen beantragt. Das betonte Lange in einer Sondersitzung des Finanz- und Haushaltsausschusse des Brandenburger Landtages. Der AfD-Abgeordnete Daniel Münschke hatte das Thema auf die Tagesordnung setzten lassen. Er äußerte Befürchtungen, dass der angekündigte Mehrbedarf der Flughafen GmbH durch das Land über den Corona-Rettungsschirm bedient werde.

Ministerin Lange betonte, dass eine Businessplan vorliege, in dem der Bedarf beziffert werde. Danach solle die Hälfte über Kredite finanziert werden, der Rest von den Gesellschaftern unter Vorbehalt der Haushaltsgesetze, sagte sie. „Wir werden auch in 2021, 22, 23 möglicherweise noch Unterstützung benötigen“, hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Montag in dem Brandenburger BER-Sonderausschuss gesagt.

13.18 Uhr: Angriff auf ZDF-Team - Staatsanwaltschaft weist Spekulationen über Motiv zurück

Nach dem Angriff auf ein Fernsehteam des ZDF am Rande einer sogenannten „Hygiene-Demo“ gegen die Corona-Maßnahmen am 1. Mai dieses Jahres hat die Staatsanwaltschaft Spekulationen über ein mögliches Motiv für den Angriff zurückgewiesen. „Spiegel TV“ hatte über Verbindung zum Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen berichtet. Dies wies die Staatsanwaltschaft nun zurück.

12.57 Uhr: Ärger über geplante Verteilung der Corona-Prämien

Die Freie Wohlfahrtspflege in Berlin fordert vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller eine Kurskorrektur bei der Vergabe von Dankesprämien für Beschäftigte in Coronazeiten. Mit Ausnahme der Kitas seien diese sogenannten „Heldenprämien“ bisher nur für Beschäftigte des Landes vorgesehen. Das sorge für Unmut und Unfrieden unter den Mitarbeitern der freien Träger, die im Auftrag des Landes oft die gleiche Arbeit machten. „Der Betriebsfrieden ist gefährdet, die Unruhe ist groß“, sagte Oliver Bürgel für die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege.

Zur Liga der freien Wohlfahrtspflege, die einen Teil ihrer mehr als 100.000 Mitarbeiter auch bei Prämien berücksichtigt sehen möchte, gehören zum Beispiel die Caritas, das Diakonische Werk, das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt. Sie betreiben neben Kitas unter anderem konfessionelle Krankenhäuser, die DRK-Kliniken, Notfallrettung sowie Einrichtungen der Jugendhilfe, Behindertenarbeit sowie Drogen- und Suchthilfe.

Es sei wichtig, dass der Senat auch die freien Träger im Blick behalte und mit ihnen über Kriterien einer Vergabe ins Gespräch komme. Sonst bestehe die Gefahr, dass eine Zweiklassen-Gesellschaft entstehe, in der Helfer für die gleiche Arbeit mit dem gleichen Gesundheitsrisiko unterschiedlich bei emotionaler und monetärer Anerkennung behandelt würden. "Es muss wirtschaftlich leistbar sein. Wir wollen Berlin nichts abfordern, was nicht möglich ist", betonte Caritas-Chefin Ulrike Kostka.

Ebenso fordert die Liga eine Aufstockung der Prämien des Bundes von bis zu 1000 Euro für alle Altenpflegekräfte um 500 Euro durch das Land. Berlin wolle bisher lediglich 250 Euro zahlen - anders als acht andere Bundesländer, darunter auch Brandenburg, so die Liga. Wie viel Geld der Senat zu dem vom Bund geplanten Bonus dazugibt, ist laut Finanzverwaltung noch offen.

12.35 Uhr: Freie Träger fordern Corona-Prämien für alle systemrelevanten Helfer

Die Freie Wohlfahrtspflege in Berlin fordert vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller eine Kurskorrektur bei der Vergabe von Dankesprämien für Beschäftigte in Coronazeiten. Mit Ausnahme der Kitas seien diese sogenannten „Heldenprämien“ bisher nur für Beschäftigte des Landes vorgesehen. Das sorge für Unmut und Unfrieden der Mitarbeiter bei freien Träger, die im Auftrag des Landes die gleiche Arbeit machten. „Der Betriebsfrieden ist gefährdet, die Unruhe ist groß“, sagte Oliver Bürgel für die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin.

Die Grundidee der Dankesprämien sei richtig und zu begrüßen, betonte die Liga. Es sei aber wichtig, dass der Senat auch die freien Träger im Blick behalte und mit ihnen über Kriterien einer Vergabe ins Gespräch komme. Sonst bestehe die Gefahr, dass eine Zweiklassen-Gesellschaft entstehe, in der Helfer mit dem gleichen Gesundheitsrisiko unterschiedlich in Sachen emotionaler und monetärer Anerkennung behandelt würden.

Ebenso fordert die Liga eine Aufstockung der Prämien des Bundes von bis zu 1000 Euro für alle Altenpflegekräfte um 500 Euro durch das Land. Berlin wolle bisher lediglich 250 Euro zahlen - anders als acht andere Bundesländer, darunter auch Brandenburg, so die Liga.

12.30 Uhr: Himmelfahrt, Lokal-Derby, Demos - langes Wochenende für Polizei

Auf die Berliner Polizei kommt ein langes Wochenende mit vielen Einsätzen zu Himmelfahrts-Ausflügen, dem Bundesliga-Derby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union am Freitag und Demonstrationen am Samstag zu. Wie viele Polizisten jeweils zusätzlich eingesetzt werden, stand am Mittwoch noch nicht fest. Die Einsatzvorbereitungen liefen noch, sagte ein Sprecher.

Am Vatertag solle die Corona-Verordnung in Ausflugslokalen, Parks und Badeseen im Rahmen der üblichen Streifen überprüft werden, hatte die Polizei bereits angekündigt. Am Freitagabend (20.30 Uhr) spielt dann Hertha BSC gegen Union Berlin im weitgehend leeren Olympiastadion. Dort wird die Polizei rund um das Stadion im Einsatz sein, um größere Versammlungen von Fans zu verhindern.

Am Samstag sind erneut zahlreiche Proteste in Berlin-Mitte gegen die Corona-Einschränkungen angekündigt. Dazu kommen Gegendemonstrationen von Initiativen und Gruppen, die zu Vernunft aufrufen und sich gegen Verschwörungstheorien wenden.

12.15 Uhr: Finowkanal öffnet wieder seine Schleusen

Seit Mittwoch ist der Finowkanal für den Schiffverkehr wieder durchgängig befahrbar, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde mitteilte. Der ursprüngliche Starttermin Ende April war wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie verschoben werden. Die Schleusen öffnen demnach bis einschließlich 25. Oktober täglich von 9 Uhr bis 16.45 Uhr.

Der Finowkanal ist 32 Kilometer lang und hat zwölf Schleusen und zwei Brücken. Die Schleusen stehen unter Denkmalschutz und werden noch per Handkurbel bedient.

12 Uhr: Prämie für „Corona-Helden“ soll bald ausgezahlt werden

Die in Berlin geplante Prämie von bis zu 1000 Euro für Tausende in der Corona-Pandemie besonders geforderte Landesbeschäftigte soll in absehbarer Zeit fließen. Die Finanzverwaltung gab den Behörden und Landesbetrieben jetzt in einem Schreiben konkrete Informationen zur Umsetzung des Vorhabens, wie eine Sprecherin mitteilte. Demnach sollen die jeweiligen Leitungen der Dienststellen festlegen, welcher Beschäftigte eine Prämie in welcher Höhe bekommt. Das Geld werde den Betreffenden dann mit ihrem Gehalt überwiesen. Bei Angestellten freier Träger von Kitas oder Horten, die ebenfalls in den Genuss der Prämie kommen sollen, läuft die Auszahlung über deren Arbeitgeber.

Das Geld soll an bis zu 25.000 „Alltagshelden“ gehen, die vor allem in der erste Phase der Corona-Krise Außergewöhnliches leisteten und oft einer Gesundheitsgefahr ausgesetzt waren. Dazu zählen Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte, Justizbedienstete und Mitarbeiter von Gesundheits- und Ordnungsämtern. Das gilt auch für Erzieherinnen in der Notbetreuung sowie für bestimmte Beschäftigte in Jobcentern.

Ärzte und Pfleger der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité haben von den Kliniken bereits eine Prämie von je 450 Euro zugesagt bekommen, die gestaffelt über drei Monatsgehälter ausgezahlt wird. Wieviel Geld der Senat zu dem vom Bund geplanten Bonus für Pflegekräfte in Höhe von 1000 Euro dazugibt, ist laut Finanzverwaltung noch offen. Möglich wären bis zu 500 Euro.

11.54 Uhr: Verkehrsminister fordert „Rettungsschirm“ für den Nahverkehr

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) fordert Bundesgelder für Bus- und Bahn-Unternehmen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). „Busse und Straßenbahnen in den Landkreisen erleiden ebenso wie der Regional- und S-Bahnverkehr immense Einnahmeverluste durch die Corona-Krise. Dennoch müssen sie weiterfahren, um die Menschen mobil zu halten. Wir brauchen daher einen Rettungsschirm für den gesamten ÖPNV“, erklärte der Minister.

Das Land hat Beermann zufolge bereits 75 Millionen Euro aktiviert und die Mittel vorzeitig zur Verfügung gestellt. Damit sollen die Landkreise und kreisfreien Städte unterstützt werden, die die Auftraggeber für den öffentlichen Nahverkehr sind. Vom Land stehen pro Jahr 100 Millionen Euro zur Verfügung. Allein in Brandenburg sind nach ersten Schätzungen des Ministeriums Fahrgeldausfälle in Höhe von rund 115 Millionen Euro zu erwarten. „Um den damit verbundenen finanziellen Schaden im ÖPNV aufzufangen, bedarf es einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung – da ist auch der Bund gefordert“, betonte Beermann.

11.41 Uhr: Nur drei neue Corona-Fälle in Brandenburg

Die Brandenburger Regierung sieht derzeit ein sehr niedriges Infektionsgeschehen im Land. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte im Landtags-Gesundheitsausschuss, die geschätzte Zahl der Genesenen sei um 40 zum Vortag auf 2870 gestiegen - das sind knapp 90 Prozent aller bestätigten Corona-Infizierten. Insgesamt sind 3211 Menschen offiziell als infiziert erfasst - das sind nur drei Fälle mehr als am Vortag. Rund 180 Patienten seien derzeit erkrankt. „Wir haben im Moment ein sehr, sehr niedriges Niveau“, sagte die Ministerin. „Die meisten haben nach der Definition des Robert Koch-Instituts diese Erkrankung dann überstanden und sind als geheilt angesehen.“

9.02 Uhr: Flughafen Tegel kann im Juni vom Netz gehen

In der Corona-Krise geht der wichtigste Flughafen der deutschen Haupstadt voraussichtlich vom Netz: Der Berliner Flughafen Tegel kann am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen. Das beschlossen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg am Mittwoch in einer Gesellschafterversammlung, wie eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen sagte.

8.30 Uhr: Camping in Brandenburg mit Auflagen erlaubt - Volle Plätze über Himmelfahrt

Wer mit eigenem Sanitärsystem anreist, darf schon über Himmelfahrt in Brandenburg campen. Ab kommender Woche greifen dann weitere Lockerungen für die Plätze. Die sonst üblichen Zeltgruppen von Jugendlichen werden allerdings fehlen - denn Gemeinschaftstoiletten und Duschräume müssen auf den Plätzen wegen der aktuellen Corona-Bestimmungen noch bis zum 25. Mai geschlossen bleiben.

Himmelfahrt: Was in Berlin erlaubt ist - und was nicht

Auf vielen Plätzen müssen die Urlauber unterschreiben, dass sie keine Corona-Symptome haben und die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln kennen. „Wer sich nicht daran hält, wird vom Platz geschickt“, sagt Kai Köllner, Betreiber des Campingplatzes Wusterhausen. Er sieht die Anlagen in einer großen Verantwortung für die ganze Tourismusbranche: „Es wäre ein Super-GAU, wenn auf einem Platz Corona ausbricht.“ Gäste können auch ein Toilettenzelt mitbringen, wenn sie keinen Wohnwagen mit Sanitäranlagen haben.

Campingsaison in Brandenburg beginnt - Diese Regeln gelten

7.45 Uhr: Blutkonserven werden wegen Corona in Berlin und Brandenburg knapp

Die Corona-Krise führt zu einem Engpass an Blutkonserven in Kliniken und großen Arztpraxen. Voraussichtlich könnten erst im Juni wieder ausreichend Spenden-Termine angeboten werden, um die Regelversorgung sicherzustellen, heißt es in einem Schreiben des Blutspendedienstes des Roten Kreuzes (DRK).

Besonders eng sei Lage in Baden-Württemberg und Hessen. Das Rote Kreuz kann dort zurzeit nicht einmal den Bedarf eines Tages decken. Ebenfalls angespannt ist die Situation in Berlin und Brandenburg. Hier reicht der Blutkonserven-Vorrat für einen einzigen Tag. Das bedeutet, dass nicht notwendige Operationen verschoben werden müssen. Für Notfälle sei man aber gerüstet, heißt es seitens des DRK.

7.01 Uhr: Berlins Hotelbranche hofft auf deutlich mehr Touristen ab dem 25. Mai

Die Berliner Hotelbranche rechnet nach herben Einbrüchen in der Corona-Krise mit einer langsamen Erholung. Es sei sehr zu hoffen, dass der Berlin-Tourismus schon im Sommer wieder deutlich anziehe, sagte Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin (Dehoga). „So richtig daran glauben kann ich noch nicht – es wird Jahre dauern, bis wir die tollen Zahlen aus dem Jahr 2019 wieder erreichen“, sagte er. „Außer es wird schnell ein Impfstoff entwickelt, und die Gesamtwirtschaft erholt sich doch schneller, als wir alle denken.“ Ab dem 25. Mai dürfen in Berliner Hotels wieder Touristen übernachten.

2019 kamen rund 14 Millionen Touristen nach Berlin, die Zahl der Übernachtungen stieg auf 34,1 Millionen - ein neuerliches Rekordjahr. Die Auslastung der Hotels lag bei 80 Prozent. Lengfelder erwartet, dass sie 2020 deutlich darunter bleibt. „Wenn die Hotels zum Ende des Jahres nur 30, 40 Prozent Belegung erzielen, wäre das fürchterlich“, so der Dehoga-Geschäftsführer. „Es ist das schlimmste Jahr, das ich jemals miterlebt habe, und ich war auch viele Jahre Hotelier“, sagte der 60-jährige.

Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin, rechnet damit, dass zunächst vor allem Touristen aus Deutschland zurückkommen. „Wir haben Gottseidank einen starken Heimatmarkt. Der Anteil der ausländischen Touristen lag zuletzt um 45 Prozent.“ Ein Problem sei, dass gerade die für Berlin wichtigsten Märkte wie Großbritannien, Italien, Spanien und die USA besonders von der Corona-Pandemie betroffen seien. „Aus diesen Ländern freuen wir uns, wenn Gäste kommen. Ich bin aber nicht sicher.“

3.31 Uhr: Eigentümer diskutieren über Schließung des Flughafens Tegel

Die geplante vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel beschäftigt am Mittwoch noch einmal Vertreter der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Bundes. Die Eigentümer der Flughafengesellschaft tagen in einer Gesellschafterversammlung per Videokonferenz. Es gebe Signale, dass es einen Konsens geben könne, hatte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider am Montag gesagt. Er leitet auch die Gesellschafterversammlung.

Die Flughafengesellschaft will Tegel vom Netz nehmen, um angesichts des Passagierrückgangs in der Corona-Krise die Kosten zu begrenzen. Der Berliner Flugverkehr würde dann in Schönefeld konzentriert. Nach Informationen des „Handelsblatts“ kristallisiert sich als möglicher Termin der 15. Juni heraus.

Der Bund war zuletzt noch zurückhaltend, weil das neue Regierungsterminal am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld noch nicht fertig eingerichtet ist.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat bei der Berliner Luftfahrtbehörde beantragt, die Betriebspflicht für Tegel zunächst für zwei Monate aufzuheben. Er ist jedoch skeptisch, ob Tegel vor der ohnehin geplanten endgültigen Schließung im November noch mal ans Netz geht.

+++ Dienstag, 19.05. +++

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin am Dienstag

Das ist die neue Corona-Teststrategie
Senat beschließt weitere Lockerungen
Gastronomen dürfen Gäste auf Gehweg oder Straße bewirten
Verkürzte IFA findet ohne Publikum statt
Polizei will auch an Himmelfahrt Corona-Regeln durchsetzen

19.25 Uhr: 399 aktuelle Corona-Fälle in Berlin

In Berlin haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 6503 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, das sind 19 mehr als am Vortag. Davon sind 186 mit dem Virus gestorben. 5918 Menschen gelten als genesen, damit gibt es 399 aktuelle Fälle in Berlin. Im Krankenhaus werden davon 194 Menschen behandelt, 67 auf Intensivstationen.

Die meisten Neuinfektionen verzeichneten Mitte und Pankow (jeweils +7), gefolgt von Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln (jeweils +4).

18.48 Uhr: Geisel sichert Sportvereinen weitere Corona-Hilfen zu

Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hat den Vereinen der Hauptstadt während der Corona-Pandemie weitere Unterstützung zugesichert. Auf Geisels Einladung trafen sich am Dienstag Vertreterinnen und Vertreter des Breiten- und Profisports per Videokonferenz zu einem Runden Tisch. Wie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mitteilte, stellte Geisel den Teilnehmern auch Details zum geplanten Rettungsschirm vor. Dieser soll die unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Clubs, aber auch die Profivereine und Veranstalter von Traditionsveranstaltungen unterstützen. Der Senat stellt dafür über acht Millionen Euro bereit.

Der Rettungsschirm werde für gemeinnützige Sportvereine vom Landessportbund Berlin (LSB) umgesetzt. Der LSB zahlt die Gelder aus, die Beantragung soll bis zum 28. Februar 2021 über ein Online-Tool laufen. Der Schaden muss nachweislich nach den Einschränkungen wegen der Corona-Krise entstanden sein. Schäden wie entgangene Einnahmen wegen gekündigter Mitgliedsbeiträge oder fehlende Erlöse aus Veranstaltungen müssen dem LSB glaubhaft dargelegt werden.

18.02 Uhr: Berliner AfD-Fraktion fordert „Tourismusgipfel“

Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fordert mehr Anstrengungen, um den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor der Hauptstadt nach dem coronabedingten Shutdown wieder in Gang zu bringen. Berlin müsse dafür werben, wieder als internationale Touristendestination wahrgenommen zu werden, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Positionspapier.

„Der Senat muss endlich die Chancen nutzen, die sich im internationalen Wettbewerb denjenigen bietet, die frühzeitig wieder für die Attraktivität der eigenen Stadt werben“, so die AfD-Fraktion. Bis die Touristenzahlen wieder den früheren Stand annähernd erreicht haben, sei der Senat gefordert, insbesondere mittelständischen Tourismusbetrieben wie inhabergeführten Hotels Sicherheiten zu bieten und sie vor dem Konkurs und dem Abbau der Arbeitsplätze zu bewahren.

17.36 Uhr: Abiturprüfungen weitgehen gelaufen - positive Bilanz

Das Abitur in Berlin ist weitgehend gelaufen, alle Fächer des Zentralabiturs sind nun geschrieben, und die Senatsverwaltung zieht eine positive Bilanz. Trotz aller Bedenken im Vorfeld seien die Abiturprüfungen „geordnet und ruhig“ abgelaufen, die Abstandsregeln und Hygienevorschriften seien eingehalten worden. Erstaunlich auch, dass kaum Abiturienten – trotz der Corona-Pandemie – wegblieben. In den Fächern Englisch und Deutsch müssen nur rund 1,4 Prozent der Abiturienten nachschreiben – das sind jeweils unter 100 Schüler.

Anders dagegen in Mathematik, dort sind es 4,5 Prozent der Abiturienten, in Zahlen 176 Schüler. Allerdings ist der Anteil der Mathe-Nachschreiber traditionell höher als in anderen Fächern. „Das war für viele Schulen ein Kraftakt“, betonte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und auch für die Abiturienten eine „Herausforderung“. Das Abitur ist allerdings noch nicht ganz vorbei, in einigen Nebenfächern folgen noch Prüfungen. Dafür wünschte die Senatorin den Schülern noch „alles Gute“.

17.02 Uhr: Gericht bestätigt Hotelverbot für Touristen

Das Berliner Verwaltungsgericht hat dem Senat bei der Öffnung von Hotels für den touristischen Betrieb ab dem 25. Mai den Rücken gestärkt. Die Richter lehnten den Eilantrag eines Hotelbetreibers ab, der schon vor diesem Datum wieder vollständig öffnen wollte. „Berliner Hotels bleiben grundsätzlich bis zum 24. Mai 2020 für Touristen geschlossen“, teile das Gericht am Dienstag mit. Erst am Tag danach, dem 25. Mai, dürfen die Herbergen demnach wieder vollständig aufmachen.

16.30 Uhr: Rammstein-Konzerte finden 2021 statt - auch in Berlin

Rammstein hat den zweiten Teil der Europa-Tour auf das kommende Jahr verlegt. Die international erfolgreiche Band gab am Dienstag nach der coronabedingten Absage der Konzerte in diesem Jahr neue Termine für 2021 bekannt. „Bleibt gesund! Wir freuen uns auf euch in 2021“, kommentierte die Berliner Band auf ihrer Internetseite.

Auftakt für die Fortsetzung der erfolgreichen Stadion-Tour ist am 22. und 23. Mai 2021 in Leipzig. In Deutschland sind zudem ebenfalls bereits ausverkaufte Konzerte in Stuttgart (31.5./1.6.2021), Berlin (5./6.6.), Düsseldorf (26./27.6.) und Hamburg (30.6./1.7.) terminiert. Insgesamt hat die Band nun bisher 27 Konzerte in Europa angesetzt.

Alle Konzerttermine finden Sie hier.

16.08 Uhr: Berlins Corona-Ampel steht auf Grün - R-Faktor gestiegen

Mit der Corona-Ampel misst der Berliner Senat wöchentlich den Fortgang der Corona-Pandemie. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung veröffentlichte am Dienstag das Ergebnis - die Ampel steht auf grün. Sowohl die Zahl der Neuinfektionen, als auch die Reproduktionszahl (also der Ansteckungswert) und die Zahl der freien Intensivbetten in den Krankenhäusern liegen unter den Schwellenwerten. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Gelb oder Rot, hat sich der Senat weitere Schritte gegen die Pandemie vorbehalten.

Die sogenannte Reproduktionszahl ist dabei allerdings auf 1,07 gestiegen. Das heißt, dass statistisch gesehen jeder Infizierte etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Ab einem Wert von 1,1 drei mal in Folge würde die Ampel auf Gelb springen, bei 1,2 auf Rot. Vor einer Woche lag der Wert bei 0,79.

Die Inzidenz der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner steht auf 5,04 und damit etwas niederiger als vor einer Woche, da betrug sie 6. Bei 20 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche würde die Ampel auf Gelb springen, bei 30 auf Rot.

Auch der Anteil der Plätze auf Intensivstationen ist zurzeit unkritisch: Er liegt bei 5,4 Prozent. Gelb wären 15 Prozent, Rot 25 Prozent.

16 Uhr: Berliner Ensemble baut Stuhlreihen aus

Das Berliner Ensemble bereitet sich auf eine ungewöhnliche Spielzeit vor. Mit Olga Grjasnowas „Gott ist nicht schüchtern“ soll die neue Saison am 4. September eröffnet werden - vorausgesetzt, dass Theater dann wieder öffnen dürfen. Im Haus sind erste Sitzreihen ausgebaut, im großen Saal könnten noch rund 200 von 700 Plätzen besetzt werden.

15.55 Uhr: Innensenator Geisel stellt weitere Lockerungen in Aussicht

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat weitere Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Aussicht gestellt. Als Beispiele nannte er am Dienstag die Versammlungsfreiheit, Gottesdienste sowie die Öffnung von Freiluftkinos oder Fitnessstudios. Hier seien bis Ende Mai oder Anfang Juni Änderungen angepeilt. Der Senat wolle bei seiner nächsten Sitzung am 26. Mai einen Fahrplan erarbeiten und diesen dann voraussichtlich bei einer Sondersitzung am 28. Mai beschließen. Ziel sei, die Lockerungen danach zügig umzusetzen.

Möglich seien die neuen Schritte, weil sich die Zahl der Corona- Infektionen weiter positiv darstelle. „Die Entwicklung ist viel positiver, als wir das selber noch vor wenigen Wochen eingeschätzt hätten.“ Allerdings sei die Pandemie nicht vorbei: „Die Lage ist fragil“, mahnte Geisel. Hygiene- und Abstandsregeln gelte es also weiter zu beachten. Klar sei aber auch, „dass wir den Weg der Lockerungen weiter gehen wollen und gehen müssen“ - wenn die Infektionszahlen dies hergäben.

15.44 Uhr: Gottesdienste an Himmelfahrt unter freiem Himmel

Zu Himmelfahrt setzt die evangelische Kirche auf gutes Wetter. Die Gottesdienste zum Feiertag an diesem Donnerstag sollen in Berlin, Brandenburg und Görlitz vorwiegend unter freiem Himmel stattfinden, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Dienstag mit.

So wollen unter Wahrung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften Kirchengemeinden in Berlin etwa in der Ackerstraße nahe der Versöhnungskapelle einen Kurz-Gottesdienst feiern. An der Paul-Schneider-Kirche in Lankwitz gibt es eine Andacht auf der Kirchenwiese mit Kirchencafé.

In Putlitz in Brandenburg spielt der Bläserchor, in Tüchen werden Gottesdienstbesucher zum Picknick erwartet. In Havelberg ist ein Fahrradgottesdienst geplant ebenso wie in Cottbus. In der Nikolaigemeinde in Jüterbog wird in der Tradition des sogenannten Christusaufzugs eine Christusfigur durch das Kirchendach gezogen, um von dort symbolisch die Gabe des Heiligen Geistes zu erhalten und an die Gemeinde weiterzugeben.

15.28 Uhr: Berlin hebt Quarantänepflicht für Rück- und Einreisen aus EU-Staaten auf

Berlin hat wie andere Bundesländer auch die 14-tägige Quarantänepflicht für Rück- und Einreisen aus den EU-Staaten, Liechtenstein, Schweiz GB aufgehoben. Die neue Regel trete ab heute in Kraft, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag.

15.01 Uhr: Senat beschließt neue Corona-Teststrategie

Der Senat hat am Dienstag eine neue Corona-Teststrategie beschlossen. Dabei sollen Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und Personen mit erhöhtem Risiko der Verbreitung frühzeitig identifiziert werden. Im Fokus stehen Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten. Alle Details zur neuen Corona-Teststrategie in Berlin lesen Sie hier.

14.36 Uhr: Gastronomen dürfen Gäste auch auf Gehweg oder Straße bewirten

Berliner Gastronomen sollen ihre Gäste in der Corona-Pandemie verstärkt auch auf Gehwegen, Parkplätzen oder Straßen bewirten können. Entsprechende Sondernutzungsgebühren werden bis zum Ende des Jahres aufgehoben, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mit. Wenn Gaststättenbetreiber Stühle und Tische auch auf Gehwegen oder Straßen aufstellen könnten, könne der Sicherheitsabstand besser eingehalten werden. „Wir wollen von Senatsseite aus das Angebot machen, den Weg dafür freimachen“, sagte er. Wo genau das erlaubt werde, obliege den Bezirken. Berliner Restaurants und Speisegaststätten dürfen nach wochenlanger Schließung seit vergangener Woche wieder öffnen.

Bilder der Corona-Krise in Berlin

14.05 Uhr: Sawsan Chebli nimmt Christian Lindner in Schutz

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli hat FDP-Chef Christian Lindner wegen dessen Umarmung eines Bekannten inmitten der Corona-Krise in Schutz genommen.

„Wir sind Menschen, keine Maschinen“, twitterte die SPD-Politikerin am Dienstag. „Auch ich habe in den letzten Wochen immer wieder reflexhaft Menschen, die ich gern habe, küssen, umarmen und drücken wollen, dies dann erst im letzten Moment gestoppt. Ich finde es sehr menschlich.“

In einem Fall habe sie gegen die Regeln verstoßen, erklärte Chebli auf die Frage einer Leserin, ob jemand in den letzten Wochen unbedacht Freunde oder Familienmitglieder umarmt habe. „Ja. Einmal. Meine Schwester, die gleichzeitig meine beste Freundin ist. Ich hatte sie seit Beginn der Krise nicht gesehen. Unbedacht.“

Chebli verwies in dem Zusammenhang noch auf einen anderen Punkt. „Die Fehlerfreiheit, die von PolitikerInnen erwartet wird, ist fatal“, twitterte sie. „Sie führt dazu, dass wir nur noch Leute haben, die nicht anecken wollen, sich nicht trauen, unbequeme Positionen einzunehmen, um keine Fehler zu machen.“

13.49 Uhr: Besuche in Gefängnissen unter Auflagen bald wieder erlaubt

Ab kommender Woche sollen in Berlin wieder Besuche in Gefängnissen möglich sein. Eine Testphase beginnt am 25. Mai 2020 in der Jugendstrafanstalt Berlin und der JVA für Frauen. Das teilte der Berliner Senat am Dienstag mit. Nach erfolgreichem Verlauf sollen ab 8. Juni 2020 Besuche in begrenztem Umfang auch für Gefangene und Untergebrachte im geschlossenen Männervollzug zugelassen werden. Bis dahin gelte dort das Besuchsverbot fort, hieß es.

„Besuche sind für Gefangene und Verwahrte von zentraler Bedeutung, um mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil der Resozialisierung. Ich bin froh, dass die aktuelle Situation es uns erlaubt, wieder schrittweise Besuche zuzulassen", so Justizsenator Dirk Behrendt.

Es sollen allerdings Maßnahmen ergriffen werden, die die Ausbreitung des Coronavirus vermeiden sollen. So würde auf den Besuchstischen Glas- oder Plexiglaswände aufgestellt und auch Einzelbesuchsräume mit Trennscheiben ausgestattet.Zudem soll die Anzahl der in Besuchsräumen zugelassenen Personen so limitiert werden, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Besucher würden zudem am Eingang nach Krankheitssymptomen befragt. Körperliche Kontakte seien strikt untersagt, Mundschutz verpflichtend.

13.34 Uhr: IFA dieses Jahr nicht für Publikum geöffnet

Wegen der Coronavirus-Pandemie hat die Messe Berlin das Konzept der Internationalen Funkausstellung IFA angepasst. In diesem Jahr werde die weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics nicht für das Publikum geöffnet sein, sagte IFA-Messedirektor Jens Heithecker am Dienstag während einer Video-Pressekonferenz.

Bei der letzten IFA im September 2019 kamen noch rund 245.000 Besucher auf das Berliner Messegelände. Hintergrund sind auch die Beschränkungen was die Durchführung von Veranstaltungen in Berlin angeht. Bis Ende Oktober dürfen lediglich Treffen mit weniger als 5000 Menschen durchgeführt werden.

2020 soll die IFA darüber hinaus nur über drei Tage vom 3. bis 5. September stattfinden. Ursprünglich war die Messe vom 4. bis 9. September angesetzt.

13.20 Uhr: Staatliche Museen mit erster Besucherbilanz

In der ersten Woche nach ihrer Öffnung haben die Staatlichen Museen zu Berlin rund 10.000 Besucher in vier Häusern und einer Sonderausstellung gezählt. Dies sei 43 Prozent des Besucheraufkommens im Vorjahreszeitraum, erklärten die Staatlichen Museen am Dienstag. Am 12. Mai hatten das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie und „Pergamonmuseum. Das Panorama“ sowie im Kulturforum die Gemäldegalerie und die Sonderausstellung „Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein“ unter starken Hygienevorkehrungen wieder geöffnet. Weitere Zeitfenstertickets bis Ende Juni seien nun freigeschaltet worden.

Obwohl die Besucherzahl begrenzt sei, nannte Generaldirektor Michael Eissenhauer die vorläufige Bilanz einen großen Erfolg. Die Staatlichen Museen hofften zudem, bald weitere der 19 Häuser wieder öffnen zu können.

13.14 Uhr: Polizei kontrolliert auch an Himmelfahrt Corona-Verordnung

Die Berliner Polizei will die Corona-Verordnung auch an Himmelfahrt an diesem Donnerstag kontrollieren und durchsetzen. Ausflugslokale, Parks und Badeseen würden im Rahmen der üblichen Streife überprüft, sagte Sprecher Michael Gassen am Dienstag. An Himmelfahrtstag, der traditionell als „Vatertag“ oder „Herrentag“ begangen wird, komme erschwerend hinzu, „dass der ein oder andere lockerer wird“ und es mit den Abstandsregeln womöglich nicht mehr so genau nimmt. „Wir appellieren an die Vernunft und die Verantwortung der Menschen für sich selbst und andere“, sagte Gassen. Wie viele Beamte zusätzlich eingesetzt werden, sagte er noch nicht.

13.13 Uhr: Kaum schwere Corona-Verstöße in Berliner Restaurants

Mit der Überwachung der Corona-Vorgaben in den wieder geöffneten Restaurants sind auch die Ordnungsämter der Bezirke befasst - schwere Verstöße bleiben ihnen zufolge aber die Ausnahme. „Unser Ordnungsamt hat bislang etwa 60 Gaststättenbetriebe kontrolliert, wobei kein schwerwiegender Verstoß festgestellt wurde“, teilte etwas das Bezirksamt Neukölln am Dienstag mit. Lediglich in einem Fall wurde die Schließung der Außengastronomie angeordnet, „da es sich um eine reine Schankwirtschaft handelte“, hieß es.

Ansonsten hätten sich alle Betreiber der kontrollierten Gaststätten in Neukölln Gedanken gemacht, wie die Hygieneregeln einzuhalten seien. „Grundsätzlich besteht aber eine hohe Unsicherheit seitens der Gastronomie, welche Regeln zu beachten und wie sie umzusetzen sind.“

Andere angefragte Bezirke waren bei ihren Angaben deutlich zurückhaltender. Im Bezirk Mitte etwa kontrolliere zwar das Ordnungsamt, teilte ein Sprecher mit. Aber: „Eine gesonderte Statistik wird nicht geführt.“

Auch in Charlottenburg-Wilmersdorf werden die Kontrollen laut Angaben des Bezirksamts nicht statistisch erfasst. „Nach den vorliegenden Rückmeldungen haben sich die Betreiber und Gäste in den Betrieben, in denen eine Kontrolle stattfand, größtenteils an die Vorgaben gehalten“, teilte das Bezirksamt aber mit.

13.04 Uhr: In einer Woche mehr als 10.000 Besucher in Staatlichen Museen

In der ersten Woche nach ihrer Öffnung haben die Staatlichen Museen zu Berlin rund 10.000 Besucher in vier Häusern und einer Sonderausstellung gezählt. Dies sei 43 Prozent des Besucheraufkommens im Vorjahreszeitraum, erklärten die Staatlichen Museen am Dienstag. Am 12. Mai hatten das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie und „Pergamonmuseum. Das Panorama“ sowie im Kulturforum die Gemäldegalerie und die Sonderausstellung „Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein“ unter starken Hygienevorkehrungen wieder geöffnet. Weitere Zeitfenstertickets bis Ende Juni seien nun freigeschaltet worden.

12.15 Uhr: Fernsehturm will wieder für Besucher öffnen

Der Berliner Fernsehturm will am kommenden Freitag, 22. Mai, nach zweimonatiger Zwangspause wieder öffnen. Das teilte der Betreiber der Aussichtsplattform und des Dreh-Restaurants am Dienstag mit. „Wir haben ein gründliches Hygiene- und Besuchskonzept entwickelt, das einerseits das Erlebnis des höchsten Ausblicks über Berlin nicht schmälert, andererseits aber die behördlichen Vorgaben erfüllt und sowohl die Gäste als auch unser Personal schützt“, erklärte Geschäftsführerin Christina Aue.

Die Laufwege sowie Desinfektions- und Hygienevorkehrungen seien den behördlichen Vorgaben entsprechend gestaltet worden. Hierzu gehöre unter anderem eine Verringerung der Besucherzahl. Auch die Öffnungszeiten und das Speisen- und Getränkeangebot seien den Erfordernissen entsprechend angepasst worden.

11.55 Uhr: Finanzsenator Kollatz will investieren und sparen

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz rechnet damit, dass die Hauptstadt womöglich mehr als ein Jahrzehnt mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen hat. „Die Situation ist außerordentlich, es ist eine große Krise“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im rbb-Inforadio. „Wir werden über einen längeren Zeitraum - wahrscheinlich sogar über mehr als eine ganze Wahlperiode, vielleicht sogar zwei oder drei Wahlperioden - jedes Jahr zwei Milliarden Euro weniger haben, als wir uns das ursprünglich mal vorgestellt haben. Das ist für Berlin richtig viel.“

11.51 Uhr: Drei neue Corona-Infizierte in Brandenburg - kein neuer Todesfall

Brandenburg verzeichnet weiterhin nur einen leichten Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag mit Stand 8 Uhr wurden innerhalb eines Tages drei Neuinfektionen gemeldet. Damit liegt die Zahl der registrierten Fälle im Land bei insgesamt 3208. Die Zahl der Menschen, die als genesen gelten, stieg demnach auf 2830, das seien 60 mehr als am Tag zuvor, wie es vom Ministerium hieß.

Im Vergleich zum Vortag kam kein neuer Todesfall hinzu. Bisher starben in Brandenburg 166 Covid-19-Patienten. Die meisten Infizierten wurden in Potsdam