Corona-Newsblog in Berlin

405 aktive Corona-Fälle in Berlin, 5987 Erkrankte genesen

| Lesedauer: 123 Minuten
Das sind positive Folgen des Coronavirus

Das sind positive Folgen des Coronavirus

Im Lockdown während der Corona-Pandemie fährt die Welt herunter. Das wirkt sich auf Natur, Tierwelt und Menschen auch positiv aus.

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6582 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zum Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

6.30 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin.

Alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in Berlin finden Sie in unserem neuen Newsblog.

+++ Donnerstag, 21. Mai +++

19.01 Uhr: 405 aktive Corona-Fälle in Berlin, 5987 Erkrankte genesen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist seit Mittwoch um 30 Personen gestiegen. 6582 Menschen sind bisher insgesamt erkrankt, 5987 sind genesen. Seit Mittwoch sind vier Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer in Berlin beträgt insgesamt 190, vier mehr als am Mittwoch. 405 Menschen sind aktuell laut Gesundheitsverwaltung erkrankt. 172 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, 62 intensivmedizinisch.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 733 (+6) 213,3 682
Friedrichshain-Kreuzberg 515 (+4) 177,4 474
Lichtenberg 282 (0) 95,9 237
Marzahn-Hellersdorf 352 (+2) 130,4 325
Mitte 952 (0) 246,8 897
Neukölln 727 (+10) 220,4 655
Pankow 687 (+3) 167,8 598
Reinickendorf 494 (+1) 185,4 452
Spandau 298 (+4) 121,5 249
Steglitz-Zehlendorf 536 (+1) 172,9 492
Tempelhof-Schöneberg 662 (-1) 188,6 604
Treptow-Köpenick 344 (0) 125,7 322
Summe 6582 (+30) 174,6 5987

18.20 Uhr: Polizei - Parks in Berlin voll, aber alles im Rahmen

An Christi Himmelfahrt sind bei blauem Himmel zahlreiche Berliner in den Parks und in der Stadt unterwegs. Die Polizei war stadtweit mit 350 Beamten im Einsatz, um die Einhaltung der Corona-Beschränkungen zu kontrollieren. Ein Sprecher teilte am Nachmittag mit, die Parks seien voll, es sei aber „alles im Rahmen“. An der S-Bahnstation Treptower Park und am „Rübezahl“ am Müggelsee wiesen die Beamten Feiertagsausflügler per Lautsprecherdurchsage und auf Twitter darauf hin, Abstand zu halten. Hier sei es etwa am Eingang zum Park mitunter zu Ansammlungen gekommen, die sich im Park aber schnell wieder verstreut hätten.

Auf der Spree hatten einige Berliner eine Alternative zum Bollerwagen entdeckt und den Feiertagsausflug im Boot angetreten. Auf dem Wasser tummelte sich ein bunte Mischung aus Kanus, Tret-, Falt- und Ruderbooten.

Mehrere kleinere Versammlungen verliefen der Polizei zufolge bis Donnerstagnachmittag ohne Zwischenfälle.

17.52 Uhr: Morgen ab 11 Uhr dürfen wir wieder auf den Fernsehturm

Der Fernsehturm am Alexanderplatz öffnet nach knapp zweimonatiger Corona-Zwangspause am Freitag wieder. Ab 11 Uhr sollen die Aussichtsplattform und das Restaurant „Sphere“ wieder für Besucher zugänglich sein, wie die Betreiber mitteilten.

Jeweils 50 Menschen dürfen gleichzeitig auf die Plattform oder ins Restaurant, ein Wechsel vom Restaurant auf die Aussichtsetage oder umgekehrt ist dabei nicht möglich, wie ein Sprecher erklärte. Auf der Aussichtsplattform gelte außerdem eine Maskenpflicht.

Damit sich keine Schlangen bilden, müssen Besucher vorab online Tickets reservieren, dabei werden Zeiten vergeben. Der Aufenthalt auf der Aussichtsetage ist den Angaben nach auf 45 Minuten beschränkt, im Restaurant auf zwei Stunden.

17.47 Uhr: Mindestens 16 Corona-Fälle in Unterkunft für Geflüchtete

In einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Buch haben sich mindestens 16 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt stehen 82 der 407 Bewohner der Unterkunft derzeit unter Quarantäne, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Integration am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das zuständige Gesundheitsamt Pankow veranlasste den Angaben nach am Mittwoch weitere Abstriche unter den Kontaktpersonen der Infizierten. Die Ergebnisse lagen am Donnerstag noch nicht vor. Außerdem sollen weitere Kontakte identifiziert werden.

Keiner der Erkrankten müsse derzeit im Krankenhaus behandelt werden, hieß es. 13 der 16 Infizierten und 30 weitere Angehörige und Kontaktpersonen befinden sich demnach in häuslicher Quarantäne in der Unterkunft, da ihre Wohnungen über separate Sanitärbereiche verfügen und einfach zugänglich sind. Sie werden von Caterern versorgt und können etwa Hygienegegenstände über den Betreiber bestellen.

39 Bewohner, die im Rahmen des Heims in Buch nicht isoliert werden konnten, zogen am Mittwoch in eine gesonderte Unterkunft für Quarantänefälle an der Buchholzer Straße in Pankow. Dort übernehmen laut der Senatsverwaltung mehrsprachige Ärzte und Pflegekräfte die Betreuung. In den Apartments der sogenannten Tempohomes haben die Bewohner den Angaben nach ein separates Bad und Küche.

16.41 Uhr: Wenige Polizeieinsätze am Vatertag in Brandenburg

Die Brandenburger haben sich den Vatertag nicht von der Corona-Krise verderben lassen. Sie feierten am Donnerstag und zogen teils in Gruppen umher, nahmen aber nach Einschätzung der Polizei - abgesehen von wenigen Ausnahmen - Rücksicht auf die geltenden Auflagen. „Es ist ein ganz normaler, bisher noch ruhiger Himmelfahrtstag“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Bei trockenem Frühlingswetter und angenehmen Temperaturen zog es viele Brandenburger ins Freie.

Bis zum Nachmittag rückten die Beamten zu rund 500 Einsätzen landesweit aus. Das entspreche etwa der Zahl der vergangenen Jahre, sagte der Sprecher.

14.40 Uhr: Fünfjährige kehren in Kitas zurück - Tagespflege für alle Jahrgänge

Die stufenweise Öffnung der Kitas geht weiter. Ab Montag, 25. Mai 2020, können die fünfjährigen Kinder und ihre Geschwister wieder die Einrichtungen besuchen. Sie haben dann einen Anspruch auf eine eingeschränkte Betreuung, die etwa einem Halbtagsplatz entspricht. Die Tagespflegestellen können ab Montag alle Kinder wieder aufnehmen, die vor der Corona-Schließzeit betreut wurden.


„Wir sind (...) weiter in einer Ausnahmesituation. Raum- und Personalkapazitäten sind aufgrund der Corona-Maßnahmen begrenzt. Ich bitte daher alle Eltern um Verständnis, dass individuelle Betreuungszeiten nicht voll ausgeschöpft werden können. Die weitere Kita-Öffnung funktioniert nur, wenn alle bereit sind, mit den Kita-Leitungen bestmögliche, solidarische Lösungen zu finden“, sagte Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Insgesamt haben in den Kindertagesstätten ab 25. Mai folgende Kinder einen Anspruch auf Betreuung:

  • Kinder von Eltern in sog. systemrelevanten Berufen,
  • Kinder von Alleinerziehenden,
  • Kinder in besonders belasteten Familiensituationen/besonderem pädagogischen Bedarf,
  • künftige Schulanfänger und deren Geschwister,
  • alle Fünfjährigen (alle vor dem 26.05.2015 geborenen Kinder) und ihre Geschwister, wenn sie in derselben Kita betreut werden.

Im nächsten Schritt soll die Gruppe der Vier- bis Fünfjährigen voraussichtlich ab dem 8. Juni 2020 in die Kitas zurückkehren. Der genaue Zeitpunkt hängt vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab.


Bei Fragen zur eingeschränkten Betreuung wenden sich Eltern bitte an die Kita-Leitungen. Für Anliegen, die nicht auf diesem Weg geklärt werden konnten, wurde bei der Senatsverwaltung für Bildung eine Hotline eingerichtet: Tel. 90227-6600 (Mo – Fr: 9 Uhr bis 15 Uhr)

13.36 Uhr: Wieder mehr neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat das Gesundheitsministerium am Donnerstag (Stand 8 Uhr) insgesamt 3224 bestätigte Corona-Fälle verzeichnet, das seien 13 mehr als am Vortag. In den vergangenen beiden Tagen waren nur jeweils drei Covid-19-Fälle neu hinzugekommen. Die Zahl der Erkrankten liegt weiter bei rund 180, während etwa 2880 Patienten als genesen gelten, das sind zehn mehr als am Vortag. Bisher starben 167 Corona-Patienten, das ist ein Todesfall mehr als am Mittwoch. Der Hotspot ist weiter Potsdam mit 631 Fällen, in der Prignitz sind es nur 25.

13.02 Uhr: Polizei an Himmelfahrt: „Seien Sie freundlich wie das Einhorn“

Aus Sicht der Berliner Polizei hat der Feiertag Christi Himmelfahrt ruhig begonnen. Mehrere kleinere Versammlungen seien bis Donnerstagmittag ohne Zwischenfälle verlaufen, etwa von Mietern gegen Verdrängung sowie ein weitläufiger Fahrrad-Korso gegen Corona-Beschränkungen in Tegel.

Auch bei Freizeitausflügen - am Vatertag oft feuchtfröhlich - seien zunächst keine Auffälligkeiten gemeldet worden. „Liebe Herren, bitte seien Sie bei Ihren Ausflügen wie das Einhorn - freundlich und flauschig“, twitterte die Polizei zum Bild einer offenbar zum Vatertag verschenkten Kinderzeichnung des Fabelwesens - und lieferten die Erläuterung gleich hinterher: „Man sieht Einhörner selten. Sie treten wohl nicht in großen Gruppen auf.“

12.37 Uhr: Pop mahnt Gastwirte: „Polizeieinsätze schaden allen“

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat die Gastwirtein Berlin um die verantwortungsvolle Einhaltung der coronabedingten Regeln gebeten. In einem Brief mahnte sie gemeinsam mit dem Präsident des Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin, Christian Andresen, dass die Lockerungen nach dem Shutdown in der Gastronomie abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie sind.

"Für die Beibehaltung der Lockerungen und mehr noch für ihren Ausbau ist es enorm wichtig, dass Sie Ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden und die Hygiene- und Abstandsregeln in Ihren Betrieben konsequent umzusetzen“, heißt es in dem Schreiben von Donnerstag. „Einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen und einen möglichen erneuten Shutdown können und wollen wir uns nicht leisten.“ Bilder und Berichte von Polizeieinsätzen schadeten der gesamten Branche.

Seit vergangener Woche dürfen Restaurants, Imbisse und Cafés in Berlin wieder öffnen, solange sie selbst zubereitetes Essen anbieten. Reine Schankwirtschaften wie Kneipen und Shisha-Bars bleiben hingegen weiter geschlossen. Die Gastronomen müssen dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen inklusive Stühlen gewährleisten. Konkrete Zahlen zu Einsätzen und Verstößen in der Gastronomie liegen bislang nicht vor.

+++ 11.42 Uhr: Schausteller in Nöten - Rettungsschirm gefordert +++

Nach dem coronabedingten Ausfall der Großevents in Berlin in diesem Sommer hofft die Schausteller-Branche auf eine Entspannung der Lage im Herbst und Winter. Vor allem die Weihnachtsmärkte werden wichtig - doch bis dahin müssen viele Schausteller trotz der Corona-Soforthilfen noch um ihre Existenz bangen, wie der Vorsitzende des Berliner Schaustellerverbandes, Michael Roden, sagte. „Es muss ein Rettungsschirm kommen, sonst fällt das Gewerbe in sich zusammen“, betonte er.

Im Frühling starte für gewöhnlich die Hauptsaison - die falle jetzt komplett aus. Viele hätten zudem in ihre Geschäfte investiert und blieben nun auf teils hohen Kosten sitzen, beschrieb Roden. Der Verband, der nach eigenen Angaben 200 Betriebe mit 2000 Mitarbeitern vertritt, sieht die Politik in der Pflicht, die Schausteller zu unterstützen. Die Schausteller hätten sich bereits mit einem Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) gewandt.

11.10 Uhr: Neuer Corona-Fall bei der Berliner Feuerwehr

Auf der Feuerwache Steglitz ist ein weiterer Feuerwehrmann positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit beläuft sich die Zahl der Infizierten bei der Feuerwehr auf insgesamt drei – alle auf dieser Wache. Daneben wurde fünf weitere Mitarbeiter als Kontaktpersonen auf amtsärztliche Anordnung in Quarantäne gesetzt. 16 befinden sich in freiwilliger Selbstisolation.

18 Feuerwehrleute haben eine Covid19-Infektion seit dem ersten Fall auf der Feuerwache Marzahn Ende März inzwischen überstanden. Außerdem konnten mit Stand von Mittwochmittag insgesamt 544 aus der angeordneten oder freiwilligen Quarantäne wieder in den Dienst zurückkehren. Seit Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Berlin am 1. März hat die Feuerwehr insgesamt 530 mit dem Coronavirus infizierte Menschen transportiert.

7 Uhr: Polizei kontrolliert auch am Vatertag Einhaltung der Regeln

Die Polizei will in Berlin auch am Vatertag kontrollieren, ob die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln eingehalten werden. Polizeistreifen überprüfen Auflugsrestaurants, Parks und Badeseen. Auch für das brandenburgische Umland kündigte die dortige Polizei Kontrollen an.

In Berlin müssen Menschen grundsätzlich einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten, es sei denn, sie leben zusammen. Seit knapp zwei Wochen dürfen sich auch wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen, die aber den Mindestabstand einhalten müssen.

Auch an den nächsten beiden Tagen sind größere Polizeieinsätze geplant: Am Freitagabend wegen des Bundesliga-Derbys zwischen Hertha BSC und Union Berlin im Olympiastadion. Und am Sonnabend erneut wegen zahlreicher Demonstrationen gegen und für die Corona-Einschränkungen.

6 Uhr: Nur wenige Jugendherbergen öffnen - Insolvenz droht

Zum Pfingstwochenende hin öffnen einzelne Jugendherbergen in Brandenburg wieder. Der Verband Berlin-Brandenburg fürchtet aber weiterhin eine Insolvenz durch die Corona-Krise. Nur etwa bis September reichten die Mittel noch, sagte Sprecher Marcus Hirschberg. „Ohne staatliche Hilfe gehen wir den Bach runter.“ Nur in fünf der insgesamt 19 Herbergen in Berlin und Brandenburg könnten die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden.

Die Häuser in Potsdam, in Wandlitz nördlich von Berlin, die Bremsdorfer Mühle im Osten Brandenburgs sowie die Jugendherbergen Köthener See und Lübben im Spreewald öffnen am 29. Mai wieder. Sie seien vor allem auf Familien ausgerichtet, und alle Zimmer hätten eigene Bäder. Die Gäste werden laut Hirschberg vorab über die Hygiene- und Abstandsregeln informiert, Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittelspender wurden demnach angebracht. Unterkünfte mit Mehrbettzimmern, Gemeinschaftsduschen oder zu kleinen Essenssälen könnten noch nicht öffnen, so Hirschberg. So bleiben auch die Berliner Häuser noch geschlossen.

Insgesamt entgingen dem Verband den Angaben zufolge seit dem 18. März rund 6,2 Millionen Euro Umsatz, 180.000 Übernachtungen seien weggefallen. Ein kleiner Teil der Gäste habe umgebucht, sagte Hirschberg. Aber vor allem Klassen- oder Gruppenfahrten wurden demnach abgesagt. Die rund 200 Mitarbeiter der Jugendherbergen in Berlin und Brandenburg seien in Kurzarbeit.

5 Uhr: CDU-Abgeordnete Ludwig für Ende der Corona-Regeln

Die Potsdamer CDU-Bundestags- und Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig fordert ein zügiges Ende aller Beschränkungen in der Corona-Krise. „Wir müssen zur Normalität zurückgehen. Auch nach sämtlichen Lockerungsmaßnahmen ist die Zahl der Infizierten nicht deutlich gestiegen“, sagte die CDU- Wirtschaftspolitikerin. Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung hatte am Dienstag weitere Lockerungen angekündigt, Fitnessstudios und Freibäder sollen am 28. Mai öffnen.

Auch die Schulen müssen nach Ansicht der CDU-Politikerin wieder in den Regelbetrieb kommen. „Die Eltern müssen wissen, ob ihre Kinder nach den Sommerferien wieder normal zur Schule gehen können“, forderte Ludwig. „Gleichzeitig muss die Landesregierung die Betreuung im Ferienhort und in den Kitas während der gesamten Sommerferien ohne Schließzeiten sicherstellen.“

Ludwig hält eine Aufstockung des Rettungsschirms des Landes für notwendig. „Es ist nicht das Verschulden derer, die nicht arbeiten können.“ Bisher hat das Land Hilfen von zwei Milliarden Euro beschlossen. Die Corona-Krise reißt zugleich ein Loch in den Haushalt: Rund 1,15 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen werden für dieses Jahr erwartet.

+++ Mittwoch, 20.05. +++

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin und Brandenburg am Mittwoch

Corona-Krise: Der Flughafen Tegel schließt am 15. Juni
▸407 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, 5959 Erkrankte genesen
Wohlfahrtsverbände fordern Corona-Prämie für alle Helfer

21.38 Uhr: Spiehallen in Brandenburg dürfen noch nicht öffnen

Spielhallen müssen in Brandenburg vorerst weiter für Publikum geschlossen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat eine entsprechende Regelung in der Sars-CoV2-Eindämmungsverordnung des Landes mit zwei Eilbeschlüssen bestätigt, wie das Gericht am Mittwochabend mitteilte. Demnach ist die Vorgabe trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen derzeit verhältnismäßig und angemessen. (OVG 11 S 49.20 und OVG 11 S 52.20)

Es sei damit zu rechnen, dass sich Kunden in Spielhallen länger aufhalten als etwa in Gaststätten und Geschäften, die in Brandenburg wieder in Betrieb sein dürfen. Das Infektionsrisiko sei deshalb höher. Zudem prüfe das Gesundheitsministerium bei Veränderungen kurzfristig, ob weitere Lockerungen zugelassen werden könnten, argumentierte das Gericht der Mitteilung zufolge. Die Beschlüsse können nicht angefochten werden.

19.53 Uhr: Bergmann-Klinik räumt Fehler nach Virusausbruch ein

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann hat nach dem Coronavirus-Ausbruch Fehler eingeräumt. Die Infektionen von Patienten und Mitarbeitern hätten in ihrem möglichen Zusammenhang betrachtet werden müssen, teilte die Klinik am Mittwoch nach Vorlage eines Berichts zur internen Aufarbeitung mit.

„Um dies in Zukunft zu verbessern, wird die Zusammenarbeit der Krankenhaushygiene und des Betriebsarztes gestärkt und enger miteinander verzahnt“, erklärte Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt. „Außerdem waren Dokumentations- und Meldeprozesse offensichtlich weniger zuverlässig, als es die hauseigenen Standards vorsehen.“ Die Klinik bedaure jeden Todesfall.

Im größten Potsdamer Krankenhaus hatten sich im März Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2-bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Bisher starben in dem Klinikum 45 Covid-19-Patienten.

18.56 Uhr: 49 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Berlin

In Berlin sind bis Mittwoch keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle beträgt aktuell 186.


49 neue Infektionen wurden bestätigt, 29 gab es am Tag zuvor. 407 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 399 waren es gestern. 5959 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 66. Das ist eine Person weniger als gestern. Insgesamt liegen 185 Menschen in Krankenhäusern, neun weniger als gestern.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 727 (+1) 211,6 681
Friedrichshain-Kreuzberg 511 (+8) 176,0 474
Lichtenberg 282 (0) 95,9 236
Marzahn-Hellersdorf 350 (+6) 129,6 325
Mitte 952 (+10) 246,8 893
Neukölln 717 (+1) 217,3 648
Pankow 684 (+11) 167,1 594
Reinickendorf 493 (+2) 185,1 450
Spandau 294 (0) 119,9 248
Steglitz-Zehlendorf 535 (+7) 172,5 490
Tempelhof-Schöneberg 663 (+2) 188,9 603
Treptow-Köpenick 344 (+1) 125,7 317
Summe 6.552 (+49) 173,8 5959

17.27 Uhr: Bahn lässt wieder Sprinter Berlin - München fahren

Fahrgäste zwischen Berlin und München können von Juni an wieder Sprinter-Züge nutzen. Damit legen sie die Strecke planmäßig wieder in knapp unter vier Stunden zurück. „Ab Anfang Juni fahren wir die Sprinterverbindungen nach Berlin hoch“, kündigte Michael Peterson, Fernverkehrschef der Deutschen Bahn, am Mittwoch an.

Diese Züge halten unterwegs seltener als andere ICE. Auf den wichtigen Verbindungen zwischen Berlin und Frankfurt beziehungsweise Stuttgart gibt es jetzt schon wieder Sprinterverkehr. München kommt am 2. Juni hinzu. Zunächst fährt ein Zug morgens von München nach Berlin und am Nachmittag zurück.

Das Angebot soll nach und nach steigen. Die Bahn hatte es mit Beginn der Corona-Krise zurückgefahren. So waren zuvor zwischen München und Berlin sechs Sprinter-Verbindungen üblich.

16.06 Uhr: "Tropical Islands" öffnet ab 15. Juni wieder für Besucher

Das Erlebnisbad "Tropical Islands" in Krausnick vor den Toren Berlins öffnet ab 15. Juni seine Tore für Besucher und wird den Gäste- und Hotelbetrieb den gegebenen Abstands- und Hygieneregeln entsprechend wieder aufnehmen. Anlass sind die Anpassungen der Eindämmungs- und Quarantäne-Verordnung, die in der gestrigen Kabinettssitzung der Staatskanzlei Brandenburg beschlossen wurden.

„Ich freue mich sehr, dass Tropical Islands sehr frühzeitig und verantwortungsvoll ein Hygienekonzept vorgelegt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt hat“, sagte Carsten Saß, Gesundheitsdezernent des Landkreises Dahme-Spreewald. Tagestickets sind bis auf weiteres nur online erhältlich. Das "Tropical Islands" 60 Kilometer südlich von Berlin gehört mit 1,2 Millionen Besuchern im Jahr zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands und beschäftigt über 500 Mitarbeiter.

15.51 Uhr: Beschäftigte an Kliniken wollen besseren Corona-Schutz

Beschäftigte von Charité und den Vivantes-Kliniken fordern vom Senat weiterhin mehr Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Außerdem gehe es darum, dass „jetzt bereitgestellte Gelder nach der Pandemie durch die Krankenhäuser nicht wieder durch Einsparungen zurückgegeben werden müssen“, erklärte Verdi-Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik.

Im Rahmen einer kleinen Kundgebung vor dem Roten Rathaus übergaben Beschäftigte von Charité und Vivantes der Staatssekretärin von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) Briefe von mehreren tausend Mitarbeitern.

Bereits Anfang April hatten sich die Beschäftigten der landeseigenen Krankenhauskonzerne an den Senat gewandt und einen besseren Gesundheitsschutz sowie einen Belastungszuschlag gefordert. Daraufhin beschloss der Senat für Ärzte und Pfleger eine Prämie von je 450 Euro, die gestaffelt über drei Monatsgehälter ausgezahlt wird. Die Gewerkschaft Verdi forderte einen steuerfreien Zuschlag von 500 Euro.

14.45 Uhr: Gesundheitsministerin gegen flächendeckende Corona-Tests

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat sich gegen flächendeckende Corona-Tests ausgesprochen, auch mit Verweis auf die praktische Umsetzung. Sie kündigte zugleich eine Teststrategie für Pflegeheime an. Linke-Gesundheitspolitikerin Bettina Fortunato kritisierte, dass keine Teststrategie für Schulen und Kitas geplant sei. „Ein konsequenter Schutz der Bevölkerung ist das nicht.“ Die Lage in Flüchtlingsunterkünften entspannt sich nach Einschätzung des Ministeriums etwas. In Potsdam sei die letzte bestehende Quarantäne aufgehoben worden.

Die Kenia-Regierung hatte die Beschränkungen am Dienstag weiter gelockert. Fitnessstudios und Freibäder öffnen am 28. Mai wieder, Hallen- und Thermalbäder am 13. Juni. Nonnemacher warnte aber: „Das Virus ist durchaus noch in der Luft.“ Sie sehe „mit Sorge“, dass die Bereitschaft zu einer möglichen späteren Impfung gegen Covid-19 angesichts der Proteste gegen die Beschränkungen sinke.

14.35 Uhr: Brandenburg will Corona-Fälle verhindern - Kita geschlossen

Die Brandenburger Landesregierung will weitere Corona-Infektionen in Kindertagesstätten mit strikten Kontrollen verhindern. „Wir müssen sehen, dass wir (...) den größtmöglichen Schutz für die Kinder, für die Eltern und für die Beschäftigten bieten“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) im Landtags-Gesundheitsausschuss in Potsdam. Nach dem Hygienekonzept dürften keine Kinder mit Krankheitssymptomen in Kitas kommen. Die Eltern müssten erklären, dass es in ihrem Haushalt keine Symptome für die Krankheit Covid-19 gebe. In Brandenburg traten bisher in mehreren Kitas Corona-Infektionen auf.

Inzwischen ist etwas mehr als ein Drittel aller Kinder in Notbetreuung - der Anteil schwankt aber in den Kreisen von 27 bis 57 Prozent. Ab kommendem Montag öffnen die Kitas weiter: Alle Kinder sollen bis zu den Sommerferien Ende Juni zumindest vier Stunden an mindestens einem Tag in der Woche in die Kita gehen - vorrangig Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung. Je nach Kapazität kann das Angebot ausgeweitet werden. Die Landesregierung will auch an Schulen ein Infektionsrisiko vermeiden.

14.30 Uhr: Nach Corana-Tests: Yunus Malli vor Rückkehr in Union-Kader

Nach dem Wirrwarr um positive und negative Tests auf das Coronavirus steht Mittelfeldspieler Yunus Malli beim 1. FC Union Berlin vor der Rückkehr in den Kader. „Er hatte eine Leidenszeit. Es war wirklich nicht ganz einfach, aber er ist erstaunlich weit. Er hat uns alle überrascht“, sagte Trainer Urs Fischer vor dem Berliner Derby in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr). Leihgabe Malli vom VfL Wolfsburg konnte wochenlang nicht mit der Mannschaft trainieren, nachdem es an zwei negativen Corona-Tests in Folge gemangelt hatte. Erst seit der Vorwoche trainiert der 28-Jährige wieder mit der Mannschaft.

13.40 Uhr: Flughafengesellschaft hat keine Corona-Hilfen beantragt

Der Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER hat nach Angaben von Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) keine coronabedingte Liquiditätshilfen beantragt. Das betonte Lange in einer Sondersitzung des Finanz- und Haushaltsausschusse des Brandenburger Landtages. Der AfD-Abgeordnete Daniel Münschke hatte das Thema auf die Tagesordnung setzten lassen. Er äußerte Befürchtungen, dass der angekündigte Mehrbedarf der Flughafen GmbH durch das Land über den Corona-Rettungsschirm bedient werde.