Wachsende Stadt

Berlin baut so viele Wohnungen wie lange nicht

Laut Senat müssen pro Jahr mindestens 16.500 Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Diese Marke wurde 2019 übertroffen.

Arbeiter montieren von einer Hebebühne aus Teile an einem Neubau.

Arbeiter montieren von einer Hebebühne aus Teile an einem Neubau.

Foto: Jens Büttner / dpa

Berlin. In Berlin sind im vergangenen Jahr so viele Wohnungen fertiggestellt worden wie seit 22 Jahren nicht. 18.999 neue Wohnungen entsprachen einem Zuwachs von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte.

Starke Zuwächse gab es in Mitte, Tempelhof-Schöneberg und Marzahn-Hellersdorf. Deutlich gestiegen sind die Zahlen auch rund um den neuen Hauptstadtflughafen im Landkreis Dahme-Spreewald: Dort wurden 1624 neue Wohnungen fertig. Insgesamt gab es in Brandenburg aber weniger Baufertigstellungen als im Vorjahr. Die Zahl sank um knapp sechs Prozent auf 10.895.

Verglichen mit den Vorjahren entstehen sowohl in Berlin und Brandenburg weiterhin relativ viele Wohnungen. 16.500 neue Wohnungen pro Jahr seien in der Hauptstadt nötig, um den Bedarf zu decken, erklärte Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). „Mit fast 19.000 neuen Wohnungen haben wir diese Zielmarke deutlich überschritten und kommen so der Entspannung des Berliner Wohnungsmarkts einen großen Schritt näher.“

Von den Rekordwerten Mitte der 90er sind Brandenburg und Berlin aber weit entfernt. 1997 waren jeweils mehr als 30.000 Wohnungen fertiggestellt worden.

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