Kriminalität

IBB: Zusammenarbeit mit Hausbanken gegen Betrug wirkt

In der Donaustraße durchsuchte die Polizei eine Wohnung.

In der Donaustraße durchsuchte die Polizei eine Wohnung.

Foto: dpa

Berlin. Nach der Razzia wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs bei den Corona-Soforthilfen hat die Investitionsbank Berlin (IBB) die Zusammenarbeit mit Hausbanken und Behörden hervorgehoben. Teil des Sicherheits- und Prüfkonzepts sei, dass auch die kontoführenden Banken der Antragsteller im Rahmen ihrer Sicherheitschecks auffällige Zahlungseingänge prüfen, teilte ein Sprecher mit. Die IBB stehe in engem Kontakt mit den Hausbanken und den Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden. "Deshalb konnten aufgrund dieser guten Kooperation bereits einige Erfolge verbucht werden."

Bis zum 30. April hatte die landeseigene Förderbank in der Corona-Krise Soforthilfen an gut 207 000 Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige genehmigt. Durchschnittlich lag der Zuschuss bei 8502 Euro. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 1,76 Milliarden Euro.

Bis Ende April haben knapp 4200 Antragssteller insgesamt 36,4 Millionen Euro wieder zurückgezahlt. Sie hatten festgestellt, dass sie nicht berechtigt waren, die Soforthilfe in Anspruch zu nehmen.

Am Donnerstagmorgen hatten in Berlin Beamte des polizeilichen Staatsschutzes Wohnungen und Autos von Mitgliedern der salafistischen Szene durchsucht. Sie sollen laut Polizei betrügerisch Corona-Soforthilfen bei der IBB beantragt und erhalten haben.