Marzahn-Hellersdorf

Grundstein zur ersten modularen Kita gelegt

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Julia Hubernagel
Bausenatorin Katrin Lompscher, Marzahn-Hellersdorfs Schulstadtrat Gordon Lemm, Holger Schulze von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie Jürgen Ellerkamp, Geschäftsführer der Terhalle Holzbau GmbH, befüllten unter Wahrung der Corona-Richtlinien eine Zeitkapsel zur Grundsteinlegung der ersten Kita des Projekts Modulare Kita-Bauten.

Bausenatorin Katrin Lompscher, Marzahn-Hellersdorfs Schulstadtrat Gordon Lemm, Holger Schulze von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie Jürgen Ellerkamp, Geschäftsführer der Terhalle Holzbau GmbH, befüllten unter Wahrung der Corona-Richtlinien eine Zeitkapsel zur Grundsteinlegung der ersten Kita des Projekts Modulare Kita-Bauten.

Foto: Julia Hubernagel

Bis 2022 entstehen im Rahmen des Mokib-Programms insgesamt neun Häuser in Holzbauweise.

In Marzahn-Hellersdorf wurde der Grundstein der ersten Kita des Projekts Modulare Kita-Bauten (Mokib) gelegt. Nur rund ein Jahr beträgt die Bauzeit bei modularer Holzbauweise. 2017 gestartet, tritt Mokib nun in die „sichtbare Phase ein“, sagt Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Durch die modulare Bauweise könne schneller, günstiger und nachhaltiger gebaut werden. Außen- und Innenwände, Decken und Fassade bestehen größtenteils aus Holz.

Für diese neuen Kita-Bauten ist ein standardisiertes Vorhaben geplant: Ausgewählt wird aus vier Gebäudetypen, in zwei- oder dreigeschossiger Ausführung. In Abstimmung mit den Bezirken werden diese für unterschiedliche Standorte entwickelt. Die erste Mokib-Kita am Kummerower Ring 30 wird nach dem Typ P120 gebaut. „Das ist die mittelgroße Variante, zweigeschossig mit 136 Plätzen“, erklärt Lompscher.

In vier Bezirken gibt es somit 1200 zusätzliche Kita-Plätze

Die Kita liegt gleich neben einem Neubaugebiet, das die Gesobau aktuell erschließt. Die Arbeiten sollen noch in diesem Frühjahr abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für das Kita-Gebäude und die Außenanlage belaufen sich auf 7,25 Millionen Euro. Mit dem Bau einer Kita ziehen wieder Kinder an den Standort in Kaulsdorf. „Die Kita wird den Standort beleben“, ist sich Lompscher sicher. Auf dem Gelände stand einst eine Schule. Wegen zu geringer Anmeldezahlen wurde sie jedoch bereits vor über zehn Jahren geschlossen und abgerissen. Schulstadtrat Gordon Lemm ist von der modularen Schnellbauweise überzeugt. „Wir brauchen dringend wieder neue Kita-Plätze im Bezirk“, sagt der SPD-Politiker. Er hoffe, dass das Programm im Bezirk weitergeführt werde. Betrieben wird die neue Kita von Berlins größtem Träger, den Kindergärten NordOst.

Neun Kitas sollen im Rahmen des Mokib-Programms in den nächsten zwei Jahren realisiert werden. Die Baukosten variieren je nach Modell zwischen 7,2 und 8,3 Millionen Euro. „Wir schaffen so rund 1200 Kita-Plätze“, sagt Lompscher. Zeitgleich mit Marzahn-Hellersdorf beginnen in Spandau, Lichtenberg und Reinickendorf die Bauarbeiten dieser modularen Holzbau-Kitas.