Politiker

Bezirkspolitiker Riza Baran gestorben

Patrick Goldstein
Riza Baran im Oktober vergangenen Jahres bei der Verleihung des Berliner Landesordens.

Riza Baran im Oktober vergangenen Jahres bei der Verleihung des Berliner Landesordens.

Foto: Jörg Krauthöfer

Trauer um Mitgründer der Alternativen Liste und Vermittler zwischen Türken und Kurden, Riza Baran.

Der Grünen-Politiker und Mitgründer der Alternativen Liste (AL) Riza Baran ist tot. Dies teilten am Montag der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, die grüne Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, die Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg und der Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg mit. „Er verstarb in der Nacht zum 4. Mai 2020 an den Folgen einer Krankheit“, hieß es.

Riza Baran, der am 19. April 1942 in Tabıroğlu/Kırşehir in der Türkei geboren wurde, war von 1995 bis 1999 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, von 1992 bis 1995 Bezirksverordneter in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Kreuzberg und von 2001 bis 2006 Verordneter und Vorsteher der BVV des fusionierten Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Die Berliner Grünen würdigten ihn als „starke Stimme für Teilhabe, Integration und Solidarität“. Er habe sich besonders für die Rechte der Kurden und andere Migranten eingesetzt und die Verständigung der türkischen und kurdischen Communities in der Stadt vorangetrieben.

Berliner Landesorden für sein Engagement

In seiner Funktion als Vorsteher der BVV initiierte Baran die „Senioren BVV“, war am Aufbau der staatlichen Deutsch-Türkischen Europaschule „Aziz Nesin Grundschule“ beteiligt und förderte die Städtepartnerschaft zwischen Kreuzberg und Kadiköy/Istanbul. Im Oktober 2019 erhielt er für sein Engagement für die Stadtgesellschaft vom Senat den Berliner Landesorden. „Riza Baran reißt eine große Lücke in die Grüne Familie“, hieß es in der Erklärung der Partei. „Sein Andenken wird immer einen großen Platz in unseren Herzen haben.“