Krankheiten

Gesundheitsausschuss berät über Krise und häusliche Gewalt

Berlin. Die Bewältigung der Corona-Krise beschäftigt zum wiederholten Mal den Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Einer der Tagesordnungspunkte am Montag (9.00 Uhr) ist die Entwicklung der häuslichen Gewalt - auf Antrag der Fraktionen von SPD, Linke und Grünen. Vertreter der Senatsverwaltungen für Inneres sowie für Justiz wurden deshalb um Anwesenheit gebeten.

Viele Fachleute befürchten, dass die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen der vergangenen Wochen Konflikte in Familien befeuern. Angesichts geschlossener Kitas und Schulen könnten etwa Misshandlungen von Kindern länger unentdeckt bleiben, hieß es. Die Polizei berichtete kürzlich von mehr Notrufen wegen Gewalt in Familien, vor Ort stellten sich die Vorfälle demnach aber oft als Lärmbelästigung oder Streit heraus.

Bei der weiteren Bewältigung der Krise dürfte ein Fokus aktuell auch auf dem Verhindern von Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern liegen. Einschleppungen von Sars-CoV-2 in solche Einrichtungen können nach bisherigen Erfahrungen zahlreiche Todesfälle nach sich ziehen.