Antisemitismus

Veranstalter sagt antisemitischen Al-Quds-Marsch ab

Eine anti-israelische Demonstration findet als anlässlich des sogenannten Al-Kuds-Tages in Berlin statt (Archivbild).

Eine anti-israelische Demonstration findet als anlässlich des sogenannten Al-Kuds-Tages in Berlin statt (Archivbild).

Foto: Martin Niewendick

Der antisemitische Al-Quds-Marsch auf dem Kurfürstendamm in Berlin wird in diesem Jahr nicht stattfinden.

Berlin. Der antisemitische Al-Quds-Marsch in Berlin wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Veranstalter habe die Versammlung am Donnerstag abgesagt. Das teilte die Senatsinnenverwaltung beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte zu der Absage: "Eine der widerlichsten antisemitischen Veranstaltungen bleibt uns allen erspart. Eine gute Nachricht für Berlin." Die Al-Quds-Demonstration war ursprünglich für den 16. Mai geplant.

Im vergangenen Jahr waren bis zu 1200 Al-Quds-Demonstranten mit Auflagen über den Berliner Kurfürstendamm gezogen. An Gegenprotesten hatten zwischen 1000 und 1200 Menschen teilgenommen.

In Berlin gehen Muslime seit 1996 gegen Israel und für das Existenzrecht Palästinas auf die Straße. Immer wieder kam es dabei zu antisemitischen und strafrechtlich relevanten Äußerungen.

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( BM )