Straßenverkehr

Corona-Radwege: Umfrage untersucht, wie Berliner dazu stehen

In der Corona-Krise entstehen in Berlin Pop-up-Radwege. Aber wie stehen Berliner dazu? Forscher wollen das mit einer Umfrage klären.

Pop-up-Radwege wie hier auf dem Kottbusser Damm entstehen derzeit überall in Berlin.

Pop-up-Radwege wie hier auf dem Kottbusser Damm entstehen derzeit überall in Berlin.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

In kürzester Zeit sind in den vergangenen Wochen neue Pop-up-Radwege in Berlin entstanden. Die Senatsverkehrsverwaltung nutzt die Zeit der Corona-Pandemie, um die Straßenflächen in Berlin zugunsten von Radfahrern umzuverteilen und sorgt damit auch international für Aufsehen. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hat unlängst angekündigt, dass die meisten der zunächst temporär bezeichneten Streifen auch dauerhaft bleiben sollen.

Während die Radfahrer-Szene jubelt und der Automobilclub ADAC harsche Kritik übt, fehlen bislang verlässliche Daten, was die Verkehrsteilnehmer in Berlin, sowohl Radfahrer als auch Pkw-Nutzer, von den neu angelegten, breiten Radwegen halten. Das soll sich ändern.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Berlin haben wir hier für Sie zusammengetragen.

In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Corona-Entwicklungen in Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweiten und internationalen Coronavirus-News können Sie hier lesen.

Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet.

Alle weiteren wichtigen Informationen zum Coronavirus bekommen Sie hier. Die aktuelle Auslastung der Intensivstationen in Deutschland finden Sie in unserem Klinik-Monitor.

Studie zu Pop-up-Radwegen: Umfrage fragt, ob sie nach Corona bleiben sollen

Mit einer Studie wollen Forscher des Projekts Experi, ein Zusammenschluss der Technischen Universität Berlin, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Potsdamer Instituts für Nachhaltigkeitsforschung IASS, dies nun klären. Durch eine am Donnerstag startende Onlineumfrage wollen sie herausfinden, welche Vor- und Nachteile die Verkehrsteilnehmer in Berlin in den temporären Radwegen sehen. Außerdem wollen die Forscher untersuchen, wie sich die Nutzung und die Einstellung zu den einzelnen Verkehrsmitteln während der Corona-Pandemie verändert haben.

„Wir wollen mit der Umfrage ein Stimmungsbild erhalten und besser verstehen, wie die Akzeptanz für die Pop-up-Bikelanes ist und wie sich die Maßnahmen auf die gefühlte Sicherheit auswirken“, erklärte Alexander Czeh, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Verkehrsforschung beim DLR in Berlin. Es sei interessant zu sehen, wie die Maßnahmen von den Nutzern angenommen würden. „Und wir fragen, ob die Menschen für eine Verstetigung sind.“

Pop-up-Radweg entsteht auf der Kantstraße

Genau das plant Verkehrssenatorin Regine Günther. Die neu entstandenen breiten Radwege sollen auch nach der Corona-Pandemie bleiben. Bislang sind die meisten Strecken im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf den Asphalt gemalt worden. Mittlerweile gibt es Pop-up-Radwege aber auch in Mitte am Schöneberger Ufer und auf der Danziger Straße in Pankow.

Aktuell entsteht auch der erste neue Radweg in der City West: Bis Ende der Woche soll entlang der kompletten Kantstraße der rechte Fahrstreifen als Radweg markiert werden.

Mehr Infos: https://experi-mobilitaet.de/popupinfrastructureberlin

Lesen Sie auch:


Senatorin Günther: Pop-up-Radwege sollen dauerhaft bleiben

Fahrgastverband fordert Pop-up-Busspuren für Berlin