Natur

Nabu: Brandenburg schützt Nutztiere vorbildlich vor Wölfen

Potsdam. Brandenburgs Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren vor Wolfrissen sind aus Sicht des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) vorbildlich. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Ländervergleich der Organisation hervor, bei dem Sachsen und Thüringen hinter Brandenburg den zweiten Platz für ihre Schutzmaßnahmen belegen.

Der Schutz von Tierherden sei eine beständige Aufgabe, hieß es. "Ohne dauerhafte Prävention ist keine Weidetierhaltung im Lebensraum des Wolfes möglich. Der Abschuss kann nur das letzte Mittel sein, wenn Wölfe Schutzmaßnahmen überwinden", sagte Christiane Schröder vom Nabu Brandenburg.

Der Wolf ist in der EU streng geschützt. Die brandenburgische Wolfsverordnung lässt Ausnahmen zum Vertreiben oder zur Tötung zu - etwa bei Gefahren für die menschliche Gesundheit, bei Rissen von Weidetieren und beim Auffinden schwer verletzter Wölfe.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Potsdamer Agrarministeriums fast eine Million Euro für Herdenschutzmaßnahmen wie spezielle Zäune ausgegeben. In Brandenburg leben bundesweit mit 41 Rudeln die meisten Wölfe (Stand Dezember 2019).