Corona in Berlin

Sascha Hingst: „Ich vermisse die Schorfheide“

Wie die Krise den Alltag verändert: Fragen an „Abendschau“-Moderator Sascha Hingst.

Sascha Hingst

Sascha Hingst

Foto: rbb

Berlin . Die Corona-Pandemie greift tief in den Alltag ein – auch in den von Sascha Hingst, Moderator der „Abendschau“ im RBB, in dieser Woche auch im ARD-Mittagsmagazin zu sehen.

Was hat sich durch die Krise in Ihrem Alltag geändert?

Sascha Hingst Alles! Na ja, nicht ganz, aber: Die Kita ist zu, meine Kinder folglich immer zuhause, meine Frau ebenso. Was natürlich schön ist, aber wir müssen beide von zuhause arbeiten. Das ist dann schon eine kleine Herausforderung. Und wenn ich in den rbb fahre (moderieren geht immer noch schlecht aus dem Homeoffice), dann ist tatsächlich alles anders: Ich gehe in mein Büro, treffe niemanden, alle Konferenzen sind online. Das Büro verlasse ich nur, um ins Studio zu gehen, wo die Maskenbildner Atemschutzmasken tragen (Maske trägt Maske) und der Toningenieur mir das Mikro in Latexhandschuhen überreicht. Das fühlt sich alles komisch an.

Was würden Sie jetzt normalerweise tun?

Über Corona berichten!

Was tun Sie stattdessen?

Über Corona berichten. Da gehören wir Journalisten zu denen, die gerade dann arbeiten, wenn etwas passiert. Aber jenseits der Arbeit ist natürlich vieles anders: Wir treffen keine Freunde mehr, stattdessen sehen wir sie nur noch in Video-Chats. Wir gehen nicht in Restaurants oder auf Konzerte. Stattdessen sitzen wir viel mehr vor dem Fernseher und Computer (oder im Kinderzimmer). Und statt stundenlangen Spaziergängen am See geht’s jetzt nur mal kurz durch den Park.

Bekochen Sie sich selbst?

Sascha Hingst: Ja, ich darf die Familie bekochen. Und das gehört zu den positiven Änderungen: Ich koche viel öfter als sonst. Wir zelebrieren das Essen jeden Tag und gönnen uns ganz leckere Sachen. Wenn die Ausgehbeschränkungen noch lange andauern, brauche ich alle Anzüge eine Nummer größer.

Und was gibt es?

Kürzlich gab es ein malaysisches Chicken-Curry, am Tag davor Pappardelle mit Ochsenschwanzragout und davor Lachs auf Orangen-Risotto.

Was vermissen Sie am meisten?

Die Abende mit Freunden und einem schönen Glas Wein. Und an den sonnigen Tagen vermisse ich die Ausflüge in die Schorfheide.

Was haben Sie neu entdeckt?

Das Online-Programm „ALBAs tägliche Sportstunde“. Das machen wir mit unseren Kindern vor dem Fernseher. Das wäre schön, wenn das auch jenseits der Krise weitergehen würde. Denn da kann man auch bei schlechtem Wetter die Kinder motivieren, sich zu bewegen. Und das ist eine super Sache!