Berlin. Wenn ab Montag die Maskenpflicht in Bus und Bahn gilt, müssen sich die Fahrgäste selbst um Schutzmasken kümmern.
Wenn ab Montag die Maskenpflicht in Bus und Bahn gilt, müssen sich die Fahrgäste selbst um Schutzmasken kümmern. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen Masken weder verteilen noch verkaufen, wie eine Sprecherin am Mittwoch erklärte. Angesichts der erwarteten steigenden Zahl der Fahrgäste sei das nicht machbar. "Unsere Mitarbeiter haben natürlich Masken. Wenn ein Kontrolleur kommt, hat der auch eine Maske, das ist klar", so die Sprecherin.
Die Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliere die BVG aber nicht. "Wir werden an die Fahrgäste appellieren, sich daran zu halten. Wir begrüßen das auch", so die Sprecherin. "Aber wenn Sie draußen stehen vor dem Bus, und Sie haben keine Maske, darf der Busfahrer Ihnen den Zutritt nicht verweigern, auch wenn andere Fahrgäste sagen, lasst den nicht rein." Die BVG werde ab diesem Mittwoch über die Maskenpflicht informieren, in den U-Bahnhöfen genauso wie über die Social-Media-Kanäle.
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Maskenpflicht wird auch bei der Berliner S-Bahn nicht kontrolliert
Ähnlich sieht es in den S-Bahnen aus: "Wir statten unser Personal mit Masken aus, aber wir bitten die Berlinerinnen und Berliner, dass sie sich selber eine Maske kaufen oder nähen", sagte eine Bahnsprecherin. Und auch in den S-Bahnen würden keine Kontrolleure auf die Einhaltung der Maskenpflicht achten.
Der Senat hat die ab Montag geltende Maskenpflicht am Dienstag beschlossen. Als ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung gelten nicht nur einfache OP-Masken oder selbstgenähte Modelle, sondern auch ein Tuch oder ein Schal. Bei Missachtung der Maskenpflicht droht zunächst kein Bußgeld, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag sagte. Die Berliner hätten sich bisher diszipliniert an die in der Corona-Krise geltenden Regeln gehalten. Im ÖPNV gebe es außerdem eine starke soziale Kontrolle durch andere.
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dpa