Nils Busch-Petersen

Handelsverbandschef: Auch Shoppingcenter in Berlin öffnen

In Brandenburg öffnen Geschäfte mit einer Fläche von 800 Quadratmetern in Shoppingcentern - laut Handelsverbandschef auch in Berlin.

Das Einkaufszentrum "Alexa" am Alexanderplatz.

Das Einkaufszentrum "Alexa" am Alexanderplatz.

Foto: picture alliance/Keystone

Was Brandenburg am Freitag zur Öffnung der Geschäfte beschlossen hat, wird Berlin entsprechend umsetzen – darunter auch die Regelung, dass ab Mittwoch auch die Einkaufszentren wieder öffnen dürfen. Davon geht Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, aus. „Ich bin der festen Überzeugung, dass der Berliner Senat am Dienstag dem Beispiel Brandenburgs folgen wird“, sagte Busch-Petersen am Sonnabend der Berliner Morgenpost.

Berlin hat Lockerung der Corona-Regeln noch nicht verabschiedet

Wie berichtet, hat die Berliner rot-rot-grüne Regierungskoalition als einziges Bundesland den Beschluss zur Lockerung der „Verordnungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie“ noch nicht verabschiedet. Dies soll nun auf der Senatssitzung am Dienstag erfolgen. Da Berlin und Brandenburg eine weitgehend deckungsgleiche Umsetzung der Lockerungen beschlossen hätten, sei davon auszugehen, dass in Berlin, wie in Brandenburg beschlossen, auch in Shoppingmalls Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern ab Mittwoch wieder öffnen können, so Busch-Petersen weiter.

Abstandregeln müssen eigehalten werden

Allerdings müssen sie, wie alle anderen Geschäfte auch, gewährleisten, dass die Abstandsregel von 1,5 Metern eingehalten wird und sich nicht mehr als zehn Menschen in den Wartezonen aufhalten. „Shoppingcenter gehören in Berlin zur Nahversorgung“, betonte der Verbandschef. Jedes dritte Berliner Geschäft befinde sich in einem der rund 70 Einkaufszentren der Hauptstadt.

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Unterdessen haben die Oberverwaltungsgerichte (OVG) in Berlin und in Greifswald Eilanträge gegen die Verordnungen zur Schließung von Warenhäusern wegen der Corona-Krise zurückgewiesen. Das OVG Berlin-Brandenburg (OVG) nannte die Schließung mit Blick auf den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung verhältnismäßig. Das OVG in Greifswald lehnte ebenfalls am Freitagabend einen Eilantrag ab, mit dem ein Warenhaus-Konzern Häuser in Rostock und Wismar wieder öffnen wollte.

Auch die angeschlagene Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof war zuletzt in mehreren Bundesländern gerichtlich gegen die Schließung ihrer Filialen in der Corona-Krise vorgegangen. Die Eilanträge richteten sich laut dem OVG in Berlin gegen die bis Sonntag geltende Eindämmungsverordnung. Diese sei durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt und mit dem Grundgesetz vereinbar, so die Richter. Die Beschlüsse seien unanfechtbar.

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