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Wie Sie im Supermarkt eine Coronavirus-Ansteckung vermeiden

Wann ist ein guter Zeitpunkt für den Einkauf, und wie kann man im Supermarkt Geld sparen? Einige Tipps.

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Die Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Deutschland auch in den nächsten Wochen stark einschränken. Bund und Länder haben vereinbart, die Beschränkungen nur an einigen Stellen zu lockern. Viele der bisher geltenden Regeln werden verlängert.

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Berlin. Mehr Homeoffice führt zwangsläufig zu höheren Kosten – nicht nur beim Strom, sondern auch beim Lebensmitteleinkauf. Wir haben Tipps zusammengetragen, wie Sie in diesem Bereich sparen und vermeiden können, sich in Supermärkten allzu oft dem Infektionsrisiko auszusetzen.

Wann sollte ich einkaufen gehen?

Wie bereits vor Ostern gilt es auch jetzt, den Supermarkt zur Ansteckungsvermeidung nicht zu den üblichen Stoßzeiten direkt nach Dienstschluss, sondern eher vormittags, mittags oder spätabends zu besuchen. „Am besten können Sie aber selbst abschätzen, wann die beliebtesten Zeiten in Ihrem Stammsupermarkt sind und dementsprechend planen“, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, „außerdem sollten die Kunden auch weiterhin lieber weniger als öfter einkaufen gehen, trotz der zusätzlichen Zeit zu Hause.“

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Berlin haben wir hier für Sie zusammengetragen. In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Coronavirus-Entwicklungen in Berlin und Brandenburg. Die deutschlandweiten und internationalen Coronavirus-News können Sie hier lesen. Zudem zeigen wir in einer interaktiven Karte, wie sich das Coronavirus in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt ausbreitet. Alle weiteren wichtigen Informationen zum Coronavirus bekommen Sie hier.

Welche Corona-Vorsichtsmaßnahmen sind sinnvoll?

Busch-Petersen plädiert in Supermärkten für das konsequente Einhalten der Abstandsregeln und der Nies-Etikette, das gründliche Händewaschen vor und nach dem Einkauf sowie längerfristig das Tragen von adäquatem Mund- und Nasenschutz. „Wenn es möglich ist, sollten Kinder außerdem nicht mitgenommen, sondern zu Hause betreut werden. Wenn nicht, sollte man auch bei den Kleinsten unbedingt auf den nötigen Abstand achten.“ Einen zusätzlichen Tipp hat Nicole Buckow von der Verbraucherzentrale Berlin: „Wenn der Einkaufszettel nach der Reihenfolge aufgeschrieben wird, in der das Geschäft aufgebaut ist, werden unnütze Wege vermieden und die Aufenthaltsdauer reduziert sich.“

Wie kann ich möglichst selten zum Einkaufen gehen?

Es ist trotz dieser Maßnahmen sinnvoll, wirklich nur dann den Supermarkt aufzusuchen, wenn alle Vorräte zu Hause aufgebraucht sind. Das kann bereits mit einfachsten Mitteln erreicht werden. So rät etwa die Rewe Group, die Mindesthaltbarkeitsdaten der eigenen Reserven regelmäßig zu kontrollieren. Gemeinsame wöchentliche Familieneinkaufslisten erhöhen außerdem die längerfristige Planungssicherheit und verringern die Aufenthaltsdauer im Supermarkt, so Lisa Högden von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Spontane Ideen, die nach dem Einkauf noch einfallen, können in digitalen Einkaufsapps wie „Bring!“ für spätere Supermarktbesuche vorgemerkt werden.

Wie kaufe ich maßvoll ein?

Es gibt verschiedene Berechnungen, an denen sich der Verbraucher für den maßvollen eigenen Vorratseinkauf orientieren kann. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) etwa geht davon aus, dass eine Person innerhalb von zehn Tagen einen Vorrat von 3,5 Kilo an Getreideprodukten und vier Kilo an Gemüse und Hülsenfrüchten benötigt. Als weitere Hilfe dient der Vorratskalkulator des Bundeslandwirtschaftsministeriums, mit dem Verbraucher anhand der Personen im Haushalt und der Anzahl der Tage die für sie empfohlene Vorratsmenge errechnen können.

XXL-Infografik - Für den Notfall gerüstet: Das gehört in den Vorrat

Wie lagere ich vorausschauend?

Zu häufige Einkäufe können auch durch die korrekte Lagerung und somit Frischhaltung von Lebensmitteln vermieden werden. Nicht alles gehört dabei in den Kühlschrank, wie Ernährungsexpertin Verena Buffy von der Verbraucherzentrale Bremen weiß: „Tomaten und Äpfel verlieren im Gemüsefach an Aroma. Sie sollten lieber lichtgeschützt und kühl im Keller verstaut werden.“ Anders sei es beim Spargel: „Eingewickelt in einem feuchten Tuch hält er sich im Kühlschrank besonders lange.“ Auf keinen Fall sollten übrigens verschiedene Obstsorten nebeneinander gelagert werden, da dies den gegenseitigen Reifungsprozess beschleunigt. „Gibt es Rezepte mit einzelnen Zutaten, die sich nicht lange aufbewahren oder kühlen lassen, kann ich dieses Gericht zubereiten und eventuelle Portionen für später einfrieren“, rät Nicole Buckow.

Was sind weitere Tipps zum Geldsparen bei Lebensmitteln?

Das vorausschauende Einkaufen von unverarbeiteten Lebensmitteln, sei es Obst, Gemüse, Fleisch oder Fisch, lohnt sich finanziell gesehen immer im Vergleich zu oft teuren Tiefkühlprodukten und Fertiggerichten in der Dose, weiß Sonja Pannenbecker von der Verbraucherzentrale Bremen: „Gerichte wie Pizza, Brot und Pommes sind mit Teig, Mehl und Kartoffeln außerdem einfach und in größeren Mengen selbst zu machen.“ Eine Hilfe kann auch die kreative Resteverwertung sein. So empfiehlt Buffy: „Croutons aus alten Brötchen oder Aufläufe aus bereits gekochten Nudeln sind besonders schmackhaft.“ Weitere nützliche Anregungen zur Resteküche liefert die Initiative „Zu gut für die Tonne“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Ein Blick in die Saisonkalender der Verbraucherzentralen hilft mit günstigen regionalen Obst- und Gemüseangeboten.

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