Gesundheit

Maskenstreit: Botschaft nimmt Entschuldigung "zur Kenntnis"

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Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP-2 liegen auf einem Tisch.

Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP-2 liegen auf einem Tisch.

Foto: dpa

Eine Masken-Lieferung ging statt nach Berlin in die USA. Geisel sprach von einem "Akt moderner Piraterie". Müller entschuldigt sich.

Berlin. Im Zank um eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken hat die US-Botschaft auf die Entschuldigung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller reagiert. "Wir nehmen die Entschuldigung des Bürgermeisters zur Kenntnis. Wir bedauern, dass die Vorwürfe, die wir zurückgewiesen haben, zu weiteren Spannungen geführt haben - und das während einer Krise, die wir alle gemeinsam überwinden wollen", erklärte die Botschaft in Berlin.

Der SPD-Politiker Müller hatte in dem Streit um die Masken, die von Bangkok aus statt nach Berlin wohl in die USA gingen, zuletzt gemäßigtere Töne angeschlagen. "Da ist eine Schärfe reingekommen durch die Stellungnahmen von Herrn Geisel und mir, die bedauere ich. Es tut mir leid", hatte Müller am Dienstag gesagt. "Vielleicht sollten wir diese Auseinandersetzung auch mal ruhen lassen." Als Innensenator Andreas Geisel (SPD) und er sich zu den USA geäußert hätten, habe "große Anspannung" geherrscht, so Müller. "Weil wir nicht sicher waren, wann bekommen wir wie viel Material, und es war knapp."

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Verschwundene Masken: Geisel sprach von "Akt moderner Piraterie"

Geisel hatte am Freitag mitgeteilt, die für die Berliner Polizei bestimmten Masken seien auf Betreiben der USA "konfisziert" worden, er sprach von einem "Akt moderner Piraterie". Auch Müller hatte die USA scharf kritisiert: "Das Handeln des US-Präsidenten ist alles andere als solidarisch und verantwortungsvoll. Es ist unmenschlich und inakzeptabel", hatte er getwittert.

( dpa )