Literatur

Hans Pleschinski erhält Literaturpreis der Adenauer-Stiftung

Berlin. Der Schriftsteller Hans Pleschinski erhält den diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. "Hans Pleschinski erzählt davon, wie viel uns die Freiheit wert ist, indem er angesichts der politischen Herausforderungen unserer Zeit eine ethische Verantwortung für gute Ordnung, für Recht und Freiheit übernimmt", erklärte die Jury in einer Mitteilung am Dienstag.

Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet traditionell im Juni in Weimar statt. Unklar ist, ob das wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr möglich ist.

Zu Pleschinskis bekanntesten Romanen zählen "Königsallee" (2013) und "Wiesenstein" (2018) über die beiden Literaturnobelpreisträger Thomas Mann beziehungsweise Gerhart Hauptmann. Der Stiftungsvorsitzende und frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte: "Hans Pleschinski ist ein Autor, der sich in seinen Werken auf biographisch-zeithistorische Spurensuchen begibt; ein Pionier, der uns das positive Erbe von deutscher Kultur und europäischer Bildung auf neue Weise erschlossen hat; ein Erzähler, der Geschichte in der Gegenwart veranschaulicht."

Der Literaturpreis der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 verliehen. Frühere Preisträger waren etwa Sarah Kirsch, Walter Kempowski, Herta Müller, Daniel Kehlmann, Cees Nooteboom, Martin Mosebach, Michael Köhlmeier und zuletzt 2019 Husch Josten.