Helden in der Krise

Freiwillige Hilfe hält „Laib und Seele“ zusammen

Freiwillige Helfer sorgen dafür, dass in der Corona-Krise niemand auf der Strecke bleibt.

Freiwillige Helfer von "Laib und Seele" (Archivbild).

Freiwillige Helfer von "Laib und Seele" (Archivbild).

Foto: Fabian Sommer / dpa

Die Corona-Krise bringt auch etwas Gutes mit sich: Viele Berliner zeigen sich in dieser für viele schwierigen Zeit solidarisch und wollen hilfsbedürftigen Menschen zur Seite stehen. Da vor allem ältere und kranke Menschen derzeit Sorge haben, ihr Haus zu verlassen, bieten einige engagierte Helfer an, für sie Besorgungen und den Einkauf zu erledigen.

Der Berliner Morgenpost ist es wichtig, solche Nachbarschaftshilfen zu unterstützen. Aus diesem Grund haben wir die Aktion „Nachbarn helfen Nachbarn eingeführt“. Freiwillige Helfer können sich unter der Nummer 030 – 8872 77 842 in unserer Redaktion melden und ihr Hilfsangebot mitteilen. Außerdem können auch Menschen, die Unterstützung brauchen, uns unter der Telefonnummer erreichen.

Am Donnerstag haben sich erneut viele engagierte Berlinerinnen und Berliner in unserer Redaktion gemeldet und angeboten, den Menschen in Notsituationen zu helfen. Dazu gehört Franca Ineichen. Die 32-Jährige bietet an, mit ihrem Fahrrad Besorgungen in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Friedrichshain erledigen zu können. „Ich finde es wichtig, gerade in dieser schwierigen Zeit, Menschen die Hilfe brauchen, zu unterstützen.“

Extinction Rebellion im Einsatz für Berliner Tafel

Ein weiteres Hilfsprojekt hat die Fahrradgruppe „Rebel Riders“von Extinction Rebellion am Donnerstag gestartet. Die Klimaaktivisten wollen die Aktion „Laib und Seele“ der Berliner Tafel unterstützen, indem sie Nahrungsmittel auf ihren speziell dafür vom ADFC Berlin gestellten Lastenfahrrädern ausliefern. Sie wollen die Kunden der Berliner Tafel weiterhin mit Essen versorgen.

Am Donnerstag startete die Gruppe ihre Essenauslieferung in Hellersdorf. Mindestens die nächsten vier Wochen wollen die rund 130 freiwilligen Helferinnen und Helfer jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag das Essen an alle Berliner Bezirke ausliefern. „Es war ein spontaner Impuls der Gruppe, in der jetzigen Krisenzeit einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, damit niemand auf der Strecke bleibt“, erklärt Rebecca Fleischmann, Pressesprecherin von Extinction Rebellion.