Kriminalität

Babyleiche in der Uckermark: Verbrechen vermutet

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug.

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Polizeifahrzeug.

Foto: dpa

Hohenfelde. Das Baby, das Spaziergänger am Wochenende tot in der Nähe von Hohenfelde (Landkreis Uckermark) gefunden hatten, ist keines natürlichen Todes gestorben. Das hat eine Obduktion ergeben, wie die Polizeidirektion Ost am Donnerstag mitteilte. Bei dem Kind handelt es sich demnach um ein Mädchen. Bislang habe man keine Spur zu möglichen Verdächtigen, sagte ein Sprecher. Nach einem Zeugenaufruf am Dienstag seien 12 Hinweise eingegangen. "Den Hinweisen werden wir nachgehen und diese prüfen", sagte der Sprecher.

Auch eine Verbindung zu einem bislang ungeklärten Fund einer Babyleiche im Jahr 2014 werde geprüft. Dazu wollen die Ermittler die an dem Säugling gefundenen DNA-Spuren mit denen von dem älteren Fall abgleichen. Ergebnisse dazu lagen am Donnerstag noch nicht vor. 2014 war auf einer nahegelegenen Wiese ein totes Baby in einer Tüte gefunden. Die Obduktion hatte ergeben, dass das kleine Mädchen lebensfähig und nicht auf natürliche Weise gestorben war. Die Ermittlungen hatten trotz Öffentlichkeitsfahndung zu keinen Ergebnissen geführt.

Sollten neue Erkenntnisse ergeben, dass der aktuelle und der ältere Fall in Verbindung gebracht werden können, sollen die Ermittlungen nach Polizeiangaben auch zur Babyleiche aus dem Jahr 2014 wieder aufgenommen werden. Die Kriminalpolizei der Direktion Ost bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.