Lungenkrankheit

Neue App: So machen Sie den Corona-Test der Charité

Die Charite hat die „CovApp“ entwickelt, damit Berliner bereits zu Hause prüfen können, ob ein Arztbesuch wirklich sinnvoll ist.

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Begrenzen Gesichtsmasken den Raum, in den Keime beim Husten ausgestoßen werden? Wissenschaftler der Bauhaus-Universität Weimar sind dieser Frage nachgegangen.

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Berlin. Bin ich nur erkältet, habe die Grippe oder mich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert? Diese Frage stellen sich in diesen Tagen viele Berliner, denn die Symptome aller drei Krankheiten sind sehr ähnlich und für Nicht-Mediziner nur schwer zu unterscheiden. Um ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, ob ein Covid-19-Test wirklich nötig ist, hat die Berliner Charité eine App entwickelt.

In diesem Online-Test können die Berliner ganz einfach selbst überprüfen, ob sie sich möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt haben – und was sie am besten weiter tun sollten. Die Charité betont allerdings, dass es sich nicht um eine diagnostische Leistung handelt. Sie ersetzt also im Zweifel keinen Arzt.

Coronavirus-Test der Charite: 26 Fragen müssen beantwortet werden

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Wer den Link eingibt und den dahinter stehenden Fragebogen öffnet, wird durch insgesamt 26 Fragen geleitet. Dabei wird unter anderem abgefragt, wie alt die Teilnehmer sind, ob sie alleine, in einer Familie oder in einer Wohngemeinschaft leben und welchen Beruf sie ausüben. Anschließend fragt die App noch Symptome wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Kurzatmigkeit ab. Am Ende des Tests erscheint dann, je nach dem, welche Informationen die Nutzer eingegeben haben, die Empfehlung, was weiter zu tun ist.

Den Test der Charité gibt es im Internet unter: covapp.charite.de

Wer Kontakt zu Infizierten hatte, sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat und Symptome der gefährlichen Lungenkrankheit Covid-19 zeigt, dem wird geraten, sich zu melden. Falls ein Arztgespräch notwendig sein sollte, gibt es in der Berliner Charité die Möglichkeit, die Antworten über einen QR-Code einzuscannen. So können medizinisch relevante Informationen schnell an die Charité übermittelt werden. Dieser ist anonym und wird direkt auf dem Endgerät der Nutzer bearbeitet und gespeichert.

App gibt Informationen, wie sich Infektionsrisiko reduzieren lässt

Darüber hinaus gibt die CovApp auch Informationen, wie sich das eigene Infektionsrisiko reduzieren lässt. „Mit dem Einsatz der CovApp leisten wir einen Beitrag zum Schutz unserer Patienten und Beschäftigen. Aufgrund der hohen Nachfrage in unserer Charité-Untersuchungsstelle ist es umso wichtiger, Menschen, deren Symptome nicht auf SARS-CoV-2 hindeuten, in der Untersuchungsstelle nicht zu gefährden und andersherum Patienten, die dringend eine Testung brauchen, schnellstmöglich abstreichen zu können“, erklärte Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité, bei der Vorstellung der CovApp, die seit vergangener Woche erreichbar ist.

Entwickelt wurde die App in Kooperation mit der Potsdamer Organisation Data4Life. „Als gemeinnützige Organisation haben wir das Privileg und die Pflicht, in Zeiten wie diesen mit unserem Know-how und unseren Ressourcen zu helfen, die Situation, die aufgrund der Corona-Pandemie entstanden ist, zu verbessern und die Risiken zu mindern“, sagte Christian Weiß, Geschäftsführer von Data4Life.


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