Coronavirus in Berlin

Notfallsanitäter tragen jetzt immer Schutzmaske

Rettungssanitäter der Berliner Feuerwehr sollen immer einen „Mund-Nasen-Schutz“ tragen. Polizei lässt Mitarbeiter mit Symptomen testen

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Berlin. Die Rettungssanitäter der Berliner Feuerwehr schalten nun auch für jeden sichtbar auf Krisenmodus: Bei Notfalleinsätzen sollen sie nun immer einen „Mund-Nasen-Schutz“ tragen, auch wenn Patienten keine Corona-typischen Symptome zeigen. Die eigentlich effektiveren Masken der höheren Schutzklassen „FFP2/FFP3“ sollen die Sanitäter dagegen nur noch bei positiv getesteten Patienten nutzen, sowie in „begründeten Verdachtsfällen“

Die Feuerwehr vollzieht damit einen „lagebedingten Taktikwechsel“, heißt es in einer internen Anordnung. Denn bisher sollten Rettungssanitäter die höherwertigen FFP2/FFP3-Masken nicht nur bei positiv getesteten Patienten anlegen, sondern bereits, wenn diese Erkältungssymptome zeigten. Der einfachere „Mund-Nasen-Schutz“ galt dagegen als nicht zuverlässig genug.

Mit der Anordnung reagiert die Feuerwehr auf knappen Reserven an Masken der Schutzklassen „FFP2/FFP3“. Der Verbrauch soll „auf ein vertretbares Mindestmaß“ reduziert werden. Den „Mund-Nasen-Schutz“ müssen bei Noteinsätzen nun auch die Patienten tragen.

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Polizei lässt Mitarbeiter in Spandau testen

Die Polizei lässt Mitarbeiter mit Corona-Symptomen nun in eigener Regie vom Ärztlichen Dienst der Behörde an der Radelandstraße in Spandau testen. „Es geht darum, handlungsfähig zu sein“, schrieb Polizeipräsidentin Barbara Slowik an die Mitarbeiter. Angehörige der Feuerwehr müssen dagegen weiterhin das „normale“ Verfahren der Gesundheitsämter und in den für alle Berliner eingerichteten Teststellen durchlaufen. Ein Sprecher der auch für die Feuerwehr zuständigen Gewerkschaft der Polizei (GdP) sagte, man gehe davon aus, dass die Kapazitäten „auch von Kollegen der Feuerwehr genutzt werden können“.

Bis Sonntagabend wurden sieben Mitarbeiter der Feuerwehr positiv auf eine Corona-Infektion getestet. 123 Mitarbeiter waren in Quarantäne. Die Polizei meldete mit Stand von Montagmorgen 16 nachweislich infizierte Mitarbeiter. 84 Polizisten befanden sich nach Behördenangaben in Quarantäne.