Hilfsbereitschaft

Rewe-Markt mit besonderen Öffnungszeiten für Corona-Helfer

In der Corona-Krise zeigt sich auch die große Hilfsbereitschaft. Ein Rewe-Markt führte besondere Öffnungszeiten ein.

Ein Drogeriemarktkunde trägt in Wien mehrere Tüten Toilettenpapier und Küchentücher in den Händen. Auch in Österreich sorgte die Coronavirus-Pandemie für Hamsterkäufe.

Ein Drogeriemarktkunde trägt in Wien mehrere Tüten Toilettenpapier und Küchentücher in den Händen. Auch in Österreich sorgte die Coronavirus-Pandemie für Hamsterkäufe.

Foto: Helmut Fohringer / dpa

Berlin. Brauchen Sie noch Hilfe oder helfen Sie schon? Vor allem ältere und kranke Menschen trifft die Corona-Krise am härtesten. Da sie zur Risikogruppe gehören, ist es für sie in diesen Zeiten besonders gefährlich, sich in der Öffentlichkeit aufzuhalten, da für sie eine Infektion mit dem Coronavirus schwerwiegende Folgen haben könnte. Glücklicherweise zeigen sich viele junge Menschen in dieser schwierigen Zeit von ihrer sozialen Seite und wollen anderen Menschen in Not helfen.

Mit der Aktion „Nachbarn helfen Nachbarn“ möchte die Berliner Morgenpost die Vermittlungen von Hilfsangeboten unterstützen. Per Zettelbotschaft im Hausflur oder über Telefon können engagierte Menschen ihre Unterstützung anbieten und auch Hilfesuchende können in unserer Redaktion anrufen. Es hat sich gezeigt: Gerade in schwierigen Zeiten zeigen sich viele Berliner solidarisch und wollen einander helfen.

Ein Beispiel dafür ist Vincent Lantz aus Spandau. „Da ich noch studiere und gerade nicht zur Universität muss, möchte ich die Zeit nutzen um hilfsbedürftigen Menschen zu unterstützen“, sagt der 28-Jährige. Dafür habe er außerdem bereits in seinem Wohnblock Zettel aufgehängt - in der Hoffnung, dass sich jemand auf sein Hilfeangebot meldet. Dazu zähle: Einkaufen, zur Post gehen oder anderweitige Besorgungen erledigen. „Ich denke, dass das jetzt am meisten gebraucht wird“, so Lantz.

Rewe-Markt mit zusätzlichen Öffnungszeiten für Corona-Helfer

Um die ganzen hilfsbereiten Berliner etwas zu entlasten, will ein Rewe Markt in der Ernststraße in Tegel, zusätzliche Öffnungszeiten einführen - in Anerkennung für ihr Engagement. „Wir wollen damit Aufmerksamkeit für noch mehr Solidarität in der Bevölkerung wecken“, sagt Adrian Powerski, stellvertretender Filialleiter.

„Außerdem wollen wir dadurch engagierten Menschen, die viel arbeiten und anderen helfen damit ein Stück zurückgeben und Anerkennung zeigen.“ Künftig soll der betroffene Rewe Markt jeden Dienstag und Donnerstag zusätzlich von sieben bis neun Uhr morgens für alle „fleißigen Helfer“ geöffnet haben.

Wenn auch Sie anderen Menschen aus ihrer Nachbarschaft helfen wollen, dann rufen Sie in unserer Redaktion an und teilen uns Ihr Anliegen mit. Die Berliner Morgenpost will auch in den kommenden Tagen wieder für Ihre Anrufe zur Verfügung stehen. Hilfesuchende und Helfende können sich von 8 bis 16 Uhr unter der Nummer 030 - 8872 77 842 in der Redaktion melden.

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