Corona-Krise

Berliner Senat will Notbetreuung von Kindern erleichtern

Der Senat will wegen der Corona-Krise für Eltern in systemrelevanten Berufen den Zugang zur Notbetreuung für ihre Kinder erleichtern.

Mit der Lockerung sollen demnach "besondere Härtefälle" vermieden werden.

Mit der Lockerung sollen demnach "besondere Härtefälle" vermieden werden.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Berlin. Der Berliner Senat will wegen der Corona-Krise für Eltern in systemrelevanten Berufen wie Feuerwehr, Pflege und Einzelhandel den Zugang zur Notbetreuung für ihre Kinder erleichtern. Künftig reiche es bereits aus, wenn ein Elternteil in einem dieser Berufe arbeite, teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Samstag mit. Bislang wurde vorausgesetzt, dass beide Elternteile in diesen Bereichen arbeiten.

Mit der Lockerung sollen demnach "besondere Härtefälle" vermieden werden. "Die Situation ist derzeit für viele Eltern zweifellos sehr schwierig", sagte die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres. Mit der Änderung sollen "lebenswichtigen Bereiche im Gesundheitssektor und anderswo" unterstützt werden, die derzeit einen großen Personalbedarf haben. Die geänderte Regel soll künftig für den Gesundheitsbereich gelten, wie beispielsweise für Ärzte, Krankenhausmitarbeiter, Reinigungspersonal und Apothekenangestellte.

Auch Mitarbeiter in der Pflege, bei Polizei, Feuerwehr, Justiz, Behindertenhilfe, Drogerien und dem Lebensmitteleinzelhandel kommen demnach in den Genuss der Neuregelung. Die Kinder werden in Kitas und Schulen der Grundstufe 1 bis 6 betreut. Eine Änderungsverordnung zum Erlass werde für die nächste Senatssitzung vorbereitet, hieß es am Sonnabend.

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