Corona Newsblog Berlin

Coronavirus: Häufig Menschen mittleren Alters betroffen

Die Zahl der Infizierten in Berlin steigt auf 263. Vor allem 25- 49-Jährige sind betroffen. Die Entwicklungen im Newsblog.

Stopp Coronavirus - 6 simple und effiziente Maßnahmen im Alltag

Panik, Mundschutz-Bunkern, Desinfektions-Bäder und Klopapier-Horten sind nicht die Alltagsretter im Kampf gegen Coronaviren. Diese 6 Maßnahmen sind viel effizienter.

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  • Das Coronavirus breitet sich in Berlin aus. Bislang sind 263 Infektionen mit dem neuartigen Erreger nachgewiesen.
  • Die Berliner Morgenpost informiert zweimal am Tag in einem Newsletter über wichtige aktuelle Entwicklungen. Hier können Sie sich anmelden.
  • Berliner Schulen und Kitas werden bis zum Ende der Osterferien geschlossen.
  • Alle Bars, Kneipen und Clubs sind in der Hauptstadt bis auf weiteres geschlossen. Auch Kinos, Sportbetriebe, Fitnessstudios und Vergnügungsstätten müssen ab sofort schließen.
  • Alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen wurden verboten.
  • Der öffentliche Nahverkehr in Berlin wird vorerst nicht eingeschränkt
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und Schlösser stellen den Betrieb ein, Messen werden verschoben, zahlreiche Veranstaltungen abgesagt.
  • Betroffene erhalten Informationen über den Umgang mit dem Coronavirus unter der Telefonnummer 030 90 28 28 28. Das ist die Hotline der Berliner Gesundheitsverwaltung.
  • Berliner Feuerwehr und Kassenärztliche Vereinigung haben für Coronavirus-Verdachtsfälle einen Fahrdienst eingerichtet. Informationen dazu gibt es unter der Telefonnummer 116 117

Berlin. Die Berliner Morgenpost informiert im Newsblog über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg. Alle überregionalen und internationalen Corona-News lesen Sie hier.

Unsere interaktive Karte zeigt, wie sich das Coronavirus in Deutschland und weltweit ausbreitet.

+++ Sonntag, 15. März 2020 +++

10.49 Uhr: Über die aktuellen Nachrichtungen und Entwicklungen zur Ausbreitung des Coronavirus in Berlin berichten wir ab sofort in unserem neuen Newsblog.

10.46 Uhr: 150.000 Kinder und Jugendliche ab Dienstag ohne Betreuung

Die Schulschließungen in Berlin wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus stellen berufstätige Eltern vor große Herausforderungen: Rund 151.000 Kinder zwischen einem und 16 Jahren stehen ab kommender Woche ohne Betreuung da - bei ihnen gehen beide Elternteile oder das alleinerziehende Elternteil Vollzeit arbeiten. Bei rund 178 000 Kindern und Jugendlichen hingegen arbeitet mindestens ein Erziehungsberechtigter nicht. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2018 hervor.

Ab Montag werden in Berlin die Oberstufenzentren geschlossen, ab Dienstag wird der Betrieb an den übrigen Schulen wie Grundschulen und Gymnasien sowie an den Kitas bis zum Ende der Osterferien am 19. April eingestellt.

10.40 Uhr: Regelungen zur Notbetreuung in Kitas - diese Berufsgruppen sind anspruchsberechtigt

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat Regeln zur Notbetreuung in Berliner Kitas beschlossen. So finde diese in der regulären Kita des Kindes statt und könne von Eltern genutzt werden, die „in systemrelevanten“ Berufen arbeiteten und keine andere Möglichkeit der Betreuung hätten, teilte die Verwaltung mit. Beide Kriterien müssten erfüllt sein, hieß es. Das sind die anspruchsberechtigten Berufsgruppen:

  • Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen
  • Justizvollzug
  • Krisenstabspersonal
  • Betriebsnotwendiges Personal von BVG, S-Bahn, BWB, BSR, weiterer Unternehmen des ÖPNV sowie der Ver- und Entsorgung, Energieversorgung (Strom, Gas)
  • Betriebsnotwendiges Personal im Gesundheitsbereich (insbesondere ärztliches Personal, Pflegepersonal und medizinische Fachangestellte, Reinigungspersonal, sonstiges Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Laboren, Beschaffung, Apotheken)
  • Betriebsnotwendiges Personal im Pflegebereich
  • Betriebsnotwendiges Personal und Schlüsselfunktionsträger in öffentlichen Einrichtungen und Behörden von Bund und Ländern, Senatsverwaltungen, Bezirksämtern, Landesämtern und nachgeordneten Behörden, Jobcentern und öffentlichen Hilfeangeboten und Notdienste
  • Personal, das die Notversorgung in Kita und Schule sichert
  • Sonstiges betriebsnotwendiges Personal der kritischen Infrastruktur und der Grundversorgung

10.34 Uhr: 42 von 263 Menschen nach Club-Besuch infiziert

Etwa ein Sechstel der erfassten Berliner Coronavirus-Infektionen hat mit Club-Besuchen zu tun. „Von 263 bestätigten Fällen in Berlin sind 42 auf einen Club zurückzuführen“, erklärte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bei Twitter. Deshalb habe sie mit den Amtsärzten der Stadt die Schließung der Clubs und das Verbot von Veranstaltungen erwirkt. „Es ist einfach nicht die Zeit für Partys“ wurde Kalayci zitiert.

09.40 Uhr: Weitere Einschränkungen in Zoo und Tierpark

Als Reaktion auf die Entwicklungen zum Coronavirus bleiben Aquarium und Tierhäuser, das Schloss Friedrichsfelde sowie die Streichelzoos im Zoo und im Tierpark geschlossen. Alle kommentierenden Fütterungen sind abgesagt, der Betrieb der Tierparkbahn ist eingestellt. Die gastronomischen Angebote bleiben geöffnet, es gelten aber strenge Regeln, etwa ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen.

09.27 Uhr: Verteilung der Infizierten in Berlin - deutlicher Anstieg in Mitte

Laut der Senatsverwaltung für Gesundheit bleibt Charlottenburg-Wilmersdorf der Bezirk mit den meisten positiven Corona-Fällen (49). In Mitte kommen noch einmal zwölf Fälle hinzu, aktueller Stand: 41 Infizierte. Ziemlich dramatisch ist auch der Anstieg der Infizierten in Steglitz-Zehlendorf. Dort kamen elf Fälle hinzu. Der Bezirk hat nun die drittmeisten Corona-Fälle in Berlin, noch vor Friedrichshain-Kreuzberg (29), Pankow (26) und Tempelhof-Schöneberg (24). Neukölln steht bei 18 Fällen, Reinickendorf bei elf, Spandau bei neun, Marzahn-Hellersorf ebenfalls bei neun und Treptow-Köpenick bei acht.

09.09 Uhr Jetzt 263 Infizierte in Berlin - Es trifft oft Menschen mittleren Alters

Es gibt neue Zahlen der Senatsverwaltung für Gesundheit: Sonnabend Stand 16.30 Uhr gab es in Berlin 263 bestätigte Corona-Fälle. 150 Betroffene sind Männer, 112 Frauen. Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht übermittelt. 15 Personen werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, alle anderen sind häuslich isoliert. Im Vergleich zur letzten Zählung kamen bis Sonnabend noch einmal 47 Fälle hinzu. Besonders die Zahl der Infizierten zwischen 30 und 39 Jahren ist überdurchschnittlich gestiegen. 12,8 Prozent der Infizierten ist dieser Altersgruppe zuzurechnen. Traurige Top-Werte gibt es auch bei den 25- bis 29-Jährigen (12,1 Prozent) und bei den 40- bis 49-Jährigen (10,7 Prozent).

Sonnabend, 14. März

23.11 Uhr: Polizei meldet bei Schließungen keine Probleme

Die Berliner Polizei ist am Sonnabend die Kneipen der Hauptstadt abgefahren und hat sie wegen der Coronavirus-Epidemie geschlossen. In Neukölln gingen Polizisten von Bar zu Bar und baten die Kellner darum, alle Gäste hinauszubitten. Ebenso wurden in Wedding Eckkneipen nach und nach geschlossen. Über ihren Twitterkanal bat die Polizei um Verständnis und berichtete, dass es in fast allen Fällen keine Probleme gab: „Unsere Kolleg. melden gerade aus ihrem Einsatz, dass Sie alle volles Verständnis für die Verordnung und die Umsetzung haben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung, denn nur gemeinsam wir können #Covid19 eindämmen.“

22.40 Uhr: Erzbistum Berlin schränkt wegen Coronavirus Gottesdienste ein

Das Erzbistum hat wegen der Coronaviruskrise Einschränkungen für Gottesdienste ab diesem Sonntag angeordnet. Zuvor hatte das Land Berlin öffentliche und nicht-öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagt. Auch katholische Gottesdienste dürfen deshalb nach einer Mitteilung des Erzbistums vom späten Samstagabend nur noch mit weniger als 50 Personen stattfinden. Zudem müssen Listen ausliegen, in denen die Personen, die am Gottesdienst teilnehmen, ihre Namen und Kontaktdaten angeben. Diese Listen müssten mindestens vier Wochen aufbewahrt werden.

Zudem bekräftigte das Erzbistum frühere Empfehlungen, sich nicht die Hände zu reichen sowie auf Mundkommunion und Gesang zu verzichten und generell Abstand voneinander zu halten. Auch sollten persönliche Gespräche und Diskussionen vermieden werden, sofern es nicht um seelsorgliche Belange gehe. Auf katholisch.de und domradio.de gebe es eine Übersicht über die katholischen Gottesdienste, die als Livestream angeboten werden.

21.40 Uhr: Erster bestätigter Corona-Fall bei der Feuerwehr

Bei der Feuerwehr Berlin gibt es den ersten bestätigten Corona-Infizierten. Es handelt sich um einen Feuerwehrmann aus Marzahn. Ihm geht es soweit gut. Mehrere Kollegen stehen unter Quarantäne. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind 24 Kollegen betroffen.

21.32 Uhr: Corona-Verordnung: Touristen stehen vor geschlossenen Türen

Berlin am Sonnabend zu Corona-Zeiten: Die Party-Stadt ist nicht wiederzuerkennen. Am Kottbusser Tor und in der Oranienstraße in Kreuzberg sind alle Kneipen dicht. Die Imbisse sind geöffnet, aber nicht gut besucht. In Prenzlauer Berg sind vereinzelt noch Bars offen. Die Polizei fährt Streife und hält immer wieder an. In Friedrichshain sind die Straßen wie leergefegt. Touristen sind unterwegs und suchen nach Orten, wo sie hingehen können. Die Aufforderung zur Schließung trifft viele Betreiber, aber auch Besucher offenbar überraschend.

20.37 Uhr: Kino geschlossen, Besucher werden weggeschickt

Das Cinestar Kino am Alexanderplatz in Mitte hat geschlossen, Kinobesucher werden wieder weggeschickt. "Da die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter höchste Priorität hat, bleibt unser Kino bis auf weiteres geschlossen", heißt es auf einem Aushang. "Bereits gekaufte Tickets werden selbstverständlich erstattet."

In der Friedrichstraße in Kreuzberg verteilen Beamte einen Ausdruck der Verordnung an davon betroffene Betriebe wie Kneipen und ein Sportstudio. Restaurants werden bei den Kontrollen von der Polizei außen vor gelassen.

19.31 Uhr: Polizei kontrolliert Betriebsverbot von Bars und Clubs in Berlin

Die vom Senat am Sonnabend beschlossene umfassende Schließanweisung soll von der Polizei ab sofort kontrolliert werden. "Der Fokus liegt heute Nacht auf den Clubs", sagte Martin Pallgen, Sprecher der Innenverwaltung. Wenn die Beamten Menschentrauben vor Bars stehen sähen, würden sie ebenfalls einschreiten. "Die Polizei wird freundlich und höflich darauf drängen, das Verbot einzuhalten."

In der Friedrichstraße verteilen Beamte einen Ausdruck der Verordnung an davon betroffene Betriebe wie Kneipen und ein Sportstudio, beobachtete ein Reporter der Berliner Morgenpost. Restaurants werden bei den Kontrollen von der Polizei außen vor gelassen.

19.10 Uhr: Supermärkte versuchen Hamsterkäufe zu unterbinden

Erste Supermärkte in Berlin reglementieren den Kauf von Waren wie Nudeln, Konserven und vor allem Toilettenpapier. "Sehr geehrte Kunden, aufgrund der aktuellen Liefersituation gilt bei Toilettenpapier eine Packung pro Einkauf. Wir bitten um Verständnis", heißt es auf einem Infoblatt des Edeka-Centers in der Schnellerstraße in Treptow. Von Nudeln, Reis, Mehl, Zucker und Konserven werden maximal drei Artikel abgegeben, so die Information auf einem Aufsteller.

18.55 Uhr: Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärt drastische Einschränkungen

„Diese weiteren Maßnahmen, die der Senat beschlossen hat, werden jeden von uns in unserem Alltag massiv beeinträchtigen. Aber sie sind dringend nötig, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, weil dadurch die sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert werden können. Wir alle sind nun gefragt, jeder einzelne von uns. Wir alle sollten in diesen kommenden Wochen oder auch Monaten solidarisch miteinander sein, uns gegenseitig unterstützen, helfen, wo Hilfe benötigt wird. Besonders die älteren Mitmenschen unter uns brauchen unsere Unterstützung, weil sie zur größten Risikogruppe zählen, wie die Wissenschaftler uns bestätigen.“

18.10 Uhr: Drastische Verbote: Auch Kinos und Fitnessstudios müssen schließen - ab sofort

Der Berliner Senat hat beschlossen, dass in Berlin ab sofort alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern untersagt sind. Kneipen, Clubs, Spielhallen, Spielbanken, Messen, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen dürfen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Dasselbe gilt für Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen und Vergnügungsstätten, ebenso für Prostitutionsstätten. Der Sportbetrieb auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios wird untersagt.

Für öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen bis 50 Personen muss der Veranstalter eine Anwesenheitsliste führen, die Name, Adresse, Anschrift und Telefonnummer erhält. Diese Liste muss mindestens vier Wochen aufbewahrt werden und auf Verlangen des Gesundheitsamtes vollständig ausgehändigt werden.

Ausnahmen gibt es für Restaurants und Gaststätten. Gaststätten, die die Voraussetzungen einer Rauchergaststätte im Sinne des Nichtraucherschutzgesetzes erfüllen, dürfen nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Gaststätten, in denen vor Ort zubereitete Speisen verabreicht werden, dürfen öffnen, allerdings nur, wenn die Tische mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander haben.

Gesetzliche Grundlage für diese Rechtsgrundlage ist das Infektionsschutzgesetz. Diese Verordnung tritt heute in Kraft und wird sofort angewendet, teilt die Senatskanzlei mit. Die Verordnung gilt vorerst bis zum 19. April 2020.

Hier lesen Sie die "Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin" vom 14. März im Wortlaut

Strenge Vorgaben für Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Auch der Besuch in Krankenhäusern wird eingeschränkt. Patientinnen und Patienten dürfen keinen Besuch empfangen. Ausgenommen sind Patientinnen und Patienten unter 16 Jahren und Schwerstkranke. Einmal am Tag dürfen sie für eine Stunde eine Person empfangen, allerdings keine, die eine Atemwegserkrankung vorweisen.

Pflegeheimbewohner dürfen ebenfalls nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings keine Kinder unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen.

Regelungen für Kitas sowie Prüfungen in Schulen konkretisiert

Schulen schließen am Montag 16. März (Oberstufenzentren) bzw. Dienstag 17. März (alle anderen Schulen). Prüfungen dürfen durchgeführt werden, wenn ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten wird. Kindertagesstätten dürfen ab dem 17. März nur noch eine Notbetreuung von Kindern solcher Personen anbieten, deren berufliche Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens (Kritische Infrastrukturen) insbesondere für die Krankenpflege unabdingbar sind. Die zuständige Senatsverwaltung entscheidet über die Auswahl der Einrichtungen.

16.52 Uhr: Keine Notkitas: Kinder werden weiter in angestammten Kitas betreut

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat Regeln zur Notbetreuung in Berliner Kitas beschlossen. So finde diese in der regulären Kita des Kindes statt und könne von Eltern genutzt werden, die „in systemrelevanten“ Berufen arbeiteten und keine andere Möglichkeit der Betreuung hätten, teilte die Verwaltung am Sonnabend mit. Beide Kriterien müssten erfüllt sein, hieß es. Welche Berufe gemeint seien, veröffentliche die Senatsverwaltung für Inneres und Sport noch auf einer Liste. Weitere Details sollten am Montag bekannt gegeben werden, hieß es.

Von Dienstag (17. März) bis einschließlich 17. April schließen die Kindertagesstätten in der Hauptstadt, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erklärte: „Bitte nehmen Sie die Notbetreuung nur in Anspruch, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Unser Ziel muss sein, dass so wenige Kinder wie möglich in den Einrichtungen sind.“

Lesen Sie dazu auch: Schulen und Kitas schließen - Anrecht auf Notbetreuung

15.13 Uhr: Private Veranstaltungen ab 50 Personen verboten

Der Berliner Senat schließt die Clubs und Bars in der Hauptstadt nun doch schon ab Sonnabend. Eine entsprechende Verordnung hat der Senat am Sonnabendnachmittag beschlossen. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus Senatskreisen. Verboten werden auch alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen in Berlin.

Erst am Freitag hatte der Senat beschlossen, den Betrieb von Kneipen, Bars und Clubs ab kommenden Dienstag zu verbieten, weil der Senat erst dann formal die rechtliche Voraussetzung dafür schaffen könne, hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitagabend gesagt. Nachdem am Freitagabend zwar die meisten Clubs in Berlin freiwillig geschlossen blieben, in den Bars jedoch reger Betrieb herrschte, sah sich der Senat am Sonnabend offenbar veranlasst nachzusteuern.

Nicht betroffen von der Schließung sind Restaurants und Imbisse. Auch Kneipen und Bars, die selbstzubereitete Speisen anbieten, dürfen weiter öffnen, wenn sie bestimmte Abstandsregeln zwischen den Tischen einhalten.

14.14 Uhr: Polizei Berlin warnt vor Falschmeldungen

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus warnt die Berliner Polizei vor Falschmeldungen. "Kommt Ihnen zum Beispiel das bekannt vor? Auf Whatsapp kursiert gerade eine Audionachricht, die behauptet, ein Medikament verschlimmere die Infektion mit dem Coronavirus. Solche Fakenews verunsichern die Menschen unnötig. Diese Info ist bereits offiziell widerlegt", twitterte die Behörde.

13.27 Uhr: Berlin setzt Haft für nicht gezahlte Geldstrafen aus

Die Coronakrise macht keinen Bogen um die Gefängnisse in der Hauptstadt. So wurde jetzt der Haftantritt für Menschen ausgesetzt, die wegen nicht gezahlter Geldstrafen hinter Gitter müssten. Es gelte ein Aufschub von vier Monaten, sagte der Sprecher der Justizverwaltung Sebastian Brux. „Die Strafe entfällt nicht, sie wird nur aufgeschoben.“

Zum einen solle damit die Ansteckungsgefahr reduziert werden. Zugleich könnten so die medizinischen Ressourcen im Justizvollzug konzentriert werden. In den Berliner Gefängnissen seien derzeit aber keine Coronafälle bekannt, so der Sprecher. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.35 Uhr: Senat bittet um Hilfe - Bundeswehr soll Schutzausrüstung lagern

Bei der Bewältigung der Corona-Krise hat der Berliner Senat die Bundeswehr um Hilfe gebeten. „Die Bundeswehr prüft aktuell, ob sie dem Land Berlin Lagerkapazitäten für Schutzausrüstung zur Verfügung stellen kann", so Senatssprecherin Melanie Reinsch. Schutzausrüstungen sei in erheblichen Größenordnungen bestellt worden, die Versorgung von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei auf Dauer sicherzustellen. "Dazu werden Lagerräume benötigt. Eine entsprechende Anfrage läuft."

12.30 Uhr: Grundschüler aus Oberhavel mit Coronavirus infiziert

Ein Grundschüler aus Mühlenbeck im Kreis Oberhavel ist mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Schüler der Käthe-Kollwitz-Grundschule sei positiv getestet worden, teilte der Landkreis am Samstag in Oranienburg mit. Die Menschen, die direktem Kontakt zu dem Jungen gehabt hätten, seien zuhause isoliert. Das Gesundheitsamt sei dabei, weitere Kontaktpersonen ausfindig zu machen.

11.10 Uhr: Mittlerweile 216 Infizierte in Berlin

In Berlin gibt es 216 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Kontaktpersonen werden ermittelt, kontaktiert und isoliert. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Sonnabend mit. 116 Personen sind männlich, 99 weiblich. Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 13 Personen, alle anderen Personen sind häuslich isoliert.

Infizierte in den Bezirken

  • Charlottenburg-Wilmersdorf 47
  • Friedrichshain-Kreuzberg 22
  • Lichtenberg 8
  • Marzahn-Hellersdorf 4
  • Mitte 29
  • Neukölln 16
  • Pankow 26
  • Reinickendorf 11
  • Spandau 9
  • Steglitz-Zehlendorf 20
  • Tempelhof-Schöneberg 17
  • Treptow-Köpenick 7

11.56 Uhr: S-Bahn-Türen öffnen automatisch

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, öffnen sich vermehrt die Türen der S-Bahnen automatisch. Die Fahrgäste müssen also nicht mehr den Türtaster betätigten. Das teilte die S-Bahn beim Kurznachrichtendienst Twitter mit.

"Bitte beachten Sie, dass sich die Türen ohne Vorwarnung öffnen können und weisen Sie bitte bei Bedarf auch andere Fahrgäste darauf hin."

Die automatische Türöffnung betrifft die Linien:

  • S1
  • S2
  • S25
  • S26
  • S3
  • S41
  • S42
  • S45
  • S5
  • S7
  • S75
  • S9

Bei den Zügen auf den Linien S46, S47, S8 und S85 ist eine automatische Türöffnung technisch nicht möglich, weil Züge einer älteren Bauart eingesetzt werden.

11.02 Uhr: #WirRettenBerlin_gemeinsam: BVG und Feuerwehr mit Corona-Appell

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben die Bevölkerung im Zuge der Coronakrise zu Solidarität aufgerufen. „Bitte unterstützt euch alle gegenseitig in der aktuellen Lage!“, twitterte das Unternehmen am Samstagmorgen. Auch die Berliner Feuerwehr richtete unter dem Hashtag #WirRettenBerlin_gemeinsam eine Art Mantra an die Menschen in der Hauptstadt: „Alle getroffenen Maßnahmen helfen, dass die Zahl der Neuinfektionen langsam steigt und das Gesundheitssystem nicht an seine Grenzen kommt.“

10.07 Uhr: Polizei warnt vor Stau vor polnischer Grenze vor Schließung

Die geplante Schließung der Grenzen von Polen für Ausländer wegen der Corona-Krise hat nach Angaben der Brandenburger Polizei bereits jetzt Auswirkungen auf deutscher Seite. Es komme zu Staus auf den Straßen Richtung Grenze, schrieb die Polizei am Samstag bei Twitter. „Planen Sie genug Zeit, Wasser und Geduld ein.“ Der Stau betreffe mittlerweile auch die Umgehungsstraßen, twitterte die Polizei weiter.

Eine Sprecherin sagte, auf der Autobahn sei der Stau bisher nicht dramatisch, es werde aber vor einer Zunahme gewarnt. Bisher kommt es schon zu Wartezeiten an der Grenze von Deutschland nach Polen wegen Gesundheitskontrollen auf das neuartige Coronavirus. Umfassende Grenzkontrollen für Ausländer sollen dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag um Mitternacht beginnen - vorerst für zehn Tage.

10 Uhr: Clubcommission: Liquidität so lange wie möglich aufrecht halten

Die Berliner Clubcommission hat erste Maßnahmen eingeleitet, um die Liquidität der Clubs in der Hauptstadt aufrecht zu erhalten. So stehe man in Kontakt mit dem Senat, Banken und Crowdfunding-Anbietern, um einen Rettungsfonds einzurichten, hieß es in einer Mitteilung. Ohne öffentliche Hilfe werde es aber nicht gehen. „Gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort Berlin langfristig erheblichen Schaden nehmen“, hieß es weiter. Laut der Clubcommission sind von der Entscheidung, das Berliner Nachtleben bis zum 20. April im Zuge der Coronakrise komplett einzustellen, 9000 Mitarbeiter und zirka 20 000 Künstler betroffen.

9.41 Uhr: Clubs seit diesem Wochenende geschlossen

Die Ankündigung des Berliner Senats, wegen des Coronavirus ab der kommenden Woche Kneipen und Clubs schließen zu lassen, hat schon an diesem Wochenende für weitgehenden Stillstand der Tanzszene gesorgt. So gut wie alle bekannten Clubs öffneten schon am Freitagabend nicht mehr und wollten auch am Samstag und dann die nächsten fünf Wochen geschlossen bleiben. Mehr dazu lesen Sie hier.

8.31 Uhr: Besuche in Alten- und Pflegeheimen vermeiden

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Brandenburg rät allen Angehörigen, Menschen in Pflege- und Alteneinrichtungen derzeit nicht zu besuchen. So soll eine mögliche Übertragung des neuartigen Coronavirus verhindert werden, wie Sprecherin Cindy Schönknecht sagte. Bei notwendigen Besuchen sollten dafür zumindest nicht die Gemeinschaftsräume genutzt werden.

+++ Freitag, 13.03.2020 +++

22.09 Uhr: Busse und Bahnen sollen in vollem Umfang weiterfahren

Busse und Bahnen in Berlin sollen trotz der Ausbreitung des Coronavirus vorerst weiter in vollem Umfang fahren - so lange wie möglich. Dies habe der Senat am Freitag auf Vorschlag von Umweltsenatorin Regine Günther beschlossen, teilte deren Senatsverwaltung am Freitagabend mit. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte zuvor angekündigt, dass ein Konzept zur Verringerung des ÖPNV auf ein Mindestmaß erarbeitet werden solle.

Der Grund für den Plan, den ÖPNV nicht zu minimieren, sei, dass etwa Krankenhäuser, Sicherheitsbehörden und Versorgungsbetriebe für alle Menschen möglichst gut erreichbar bleiben sollten. Zudem würde ein reduziertes Angebot bedeuten, dass mehr Fahrgäste pro Verkehrsmittel zu erwarten seien. „Die daraus folgende Enge erhöht das Ansteckungsrisiko, und zwar unabhängig davon, ob es sich um Busse oder Bahnen handelt.“

Künftige Einschränkungen des ÖPNV könnten aber nicht ausgeschlossen werden, wenn es zu vermehrten Erkrankungen oder Quarantäne-Lagen bei den Verkehrsunternehmen käme, hieß es.

21:12 Uhr: Games Week auf Oktober verschoben

Die Games Week Berlin findet wegen der Coronakrise erst im Herbst statt. Das Wohl der Besucher stehe an oberster Stelle, erklärte der Leiter des Branchentreffs, Michael Liebe. Die meisten Veranstaltungen sollen demnach vom 28. bis 30. Oktober 2020 nachgeholt werden, hieß es. Die Ausstellung „A Maze“ soll schon vom 22. bis 25. Juli gezeigt werden. Ursprünglich war das internationale Netzwerktreffen für digitale Spiele für April geplant.

21.00 Uhr: Pop: Corona-Krise wird noch länger dauern

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) glaubt nicht, dass die Coron-Krise nur ein kurzfristiges Problem wird. Die Krise werde sich deutlich in das Jahr hineinziehen, sagte die Politikerin am Freitagabend in der rbb-„Abendschau“. Sie sei eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung. Berlin werde alles tun, was in seiner Macht stehe, um Unternehmen zu helfen, aber ohne den Bund gehe das nicht, erklärte Pop weiter.

Bereits kommende Woche solle Geld für einen Fonds auf den Weg gebracht werden, an den sich wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen wenden könnten. Pop sprach von einem Volumen von 100 Millionen Euro, das „perspektivisch“ auch verdoppelt werden könne. Für Kleingewerbe solle es einen Härtefallfonds geben. Man wolle schnell und zügig helfen.

20.06 Uhr: Zahl der Infizierten in Berlin steigt auf 174

Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat am Abend noch einmal die Fallzahlen aktualisiert. Demnach haben sich in Berlin Stand Freitagabend 174 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Gegen Mittag waren es noch 158.

18.56 Uhr: Bisher keine Corona-Infektionen in Berliner Gefängnissen

Im Justizvollzug in Berlin sind zurzeit keine Fälle von Corona -Infektionen bekannt. Das sagte ein Sprecher der Justizverwaltung am Freitag der Berliner Morgenpost. Die bestehenden Pandemiepläne würden angepasst und umgesetzt. Mitarbeiter und Gefangene seien wiederholt über Corona und Infektionswege und Vorsorge informiert worden. In allen Anstalten gebe es Arztgeschäftsstellen, an die sich Gefangene wenden könnten. Im Falle eines Verdachts einer Infektion würden Gefangene isoliert. Für Vollzugslockerungen (Freigang, Ausgang, Ausführungen) wurde der Besuch von Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr untersagt. Die Justizvollzugsanstalten empfangen grundsätzlich keine Besuchergruppen mehr..

Seit dem heutigen Freitag gilt ein viermonatiger Vollstreckungsaufschub für Ersatzfreiheitsstrafer. Mit dieser Maßnahme soll die Zahl der Neuaufnahmen reduziert und medizinische Ressourcen konzentriert werden. Das heißt, dass Menschen, die eine Geldstrafe, beispielsweise wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis, nicht zahlen konnten, vorerst keine Ersatzfreiheitsstrafe mehr antreten müssen. Die Strafe entfällt damit nicht, sie wird nur aufgeschoben.

18.30 Uhr: Tropical Islands schließt

Das Tropical Islands in Brandenburg hat sich dazu entschlossen, den laufenden Gäste- und Hotelbetrieb ab 15. März, 18 Uhr bis einschließlich 19. April auszusetzen. Das teilte das Resort mit. "Um die Gefahr einer Ansteckung im laufenden Betrieb zu minimieren, wären nun weitere massive operative Auflagen notwendig, die wir so nicht leisten können“, so Wouter Dekkers, General Manager des Tropical Islands. „Weiterhin möchten wir damit auch ein Zeichen setzen, den Ernst der Lage nicht zu unterschätzen.“

18.18 Uhr: Unklarheit über Einschränkungen im Öffentlichen Nahverkehr

Die Einschränkungen bei Bussen und Bahnen des Nahverkehrs lässt der Regierende Bürgermeister Michael Müller vorerst offen. Die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsleistungen werde sinken, sagte er voraus. Daran werde man das Angebot ausrichten.

Wer die 15 Prozent Eltern sein sollen, für deren Kinder es noch ein Betreuungsangebot geben soll, ist auch noch Gegenstand der Diskussion. Die Innenverwaltung solle festlegen, welche Berufsgruppen zum Zuge kommen sollen, weil sie besonders wichtig für das weitere Funktionieren der Stadt seien, hieß es aus dem Senat. Details sollten am Wochenende erarbeitet werden.

17.48 Uhr: Alle Bars und Kneipen in Berlin ab Dienstag geschlossen

Der Berliner Senat hat weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Alle Kneipen und Bars sollen geschlossen werden. Das Verbot gelte ab Dienstag, weil erst dann der Senat formal die rechtlichen Voraussetzungen schaffen könne, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer Sondersitzung des Senats. Restaurants bleiben mit Auflagen wie bestimmten Abstandsregeln vorerst geöffnet.

Müller appellierte an die Bürger, sich verantwortungsvoll zu verhalten: „Ich bitte alle Berliner um Verständnis. Es geht um Ihre Sicherheit und Ihre Gesundheit. Wir Können von der medizinischen Seite keine schnelle Hilfe versprechen. Deshalb müssen wir die Begegnungen in der Stadt auf das absolute Mindestmaß reduzieren. Jeder wird Einschränkungen fühlen. Aber diese Phase ist sehr wichtig. Ich bitte um Solidarität, insbesondere älteren Menschen gegenüber.“​

17.45 Uhr: BVV in Tempelhof-Schöneberg fällt aus

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden in Tempelhof-Schöneberg voraussichtlich bis nach den Osterferien (19. April) keine bezirkspolitischen Zusammenkünfte wie Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) und Ausschüsse mehr stattfinden. Das hat der Ältestenrat der Bezirksverordnetenversammlung in einer Sondersitzung am Freitagnachmittag beschlossen, wie BVV-Vorsteher Stefan Böltes (SPD) auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mitteilt. Damit werden alle geplanten politischen Entscheidungen vertagt.

Somit fällt die März-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 18. März aus. Große Anfragen müssten verschoben werden, Einwohneranfragen werden schriftlich beantwortet, hieß es.

17.38 Uhr: Flohmarkt im Mauerpark macht bis 19. April dicht

Der bekannte Flohmarkt am Mauerpark bleibt bis zum 19. April geschlossen, heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite. Andere Berliner Flohmärkte bleiben dagegen geöffnet. Die Märkte am Arkonaplatz und am Rathaus Schöneberg werden wie gewohnt stattfinden, wie die Betreiber am Freitag sagten. Vorsichtsmaßnahmen sollen aber auch dort ergriffen werden: Die Händler am Arkonaplatz seien schon in der vergangenen Woche belehrt worden, Rücksicht zu nehmen, hieß es. Am Rathaus Schöneberg sollen Handzettel verteilt werden.

17.25 Uhr: Tierheim Berlin schließt für Besucher

Aufgrund der sich verschärfenden Corona-Krise schließt das Tierheim Berlin für Besucher. Dies gilt ab sofort bis auf weiteres. Grund dafür sei zum einen, dass sehr viele Besucher das Tierheim besuchten und somit Sorge dafür getragen werden müsse, eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden, zum anderen, dass auf Grund des Schulausfalls viele Mitarbeiter bei Ihren Kindern zu Hause bleiben müssten, sagte Annette Rost, Leiterin des Berliner Tierheims.

Die Amtliche Tiersammelstelle auf dem Tierheimgelände bleibt weiterhin täglich von acht bis 16 Uhr geöffnet. Auch Tiervermittlungen sind auf Anfrage weiter möglich. Interessenten können sich täglich von 13 bis 16 Uhr telefonisch direkt an die Tierhäuser wenden oder Vermittlungsanfragen per Email an tiervermittlung@tierschutz-berlin.de senden.

17.12 Uhr: Weniger Plätze bei Clevershuttle und beim Berlkönig

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus reduziert die BVG ab heute die Platzkapazität in den Fahrzeugen des Berlkönig. „Wir werden bestimmte Plätze sperren“, sagte BVG-Sprecher Jannes Schwentu. So solle sichergestellt werden, dass zwischen den Fahrgästen genügend Abstand bestehe. „Vier Fahrgäste ist die Höchstkapazität, die der Berlkönig nun hat.“ Das Pooling-Konzept, also das Fahrgäste mit verschiedenen Ziele sich eine Fahrt teilen, wolle die BVG jedoch nicht aufgeben.

Anders beim Konkurrenten Clevershuttle. Seit Freitag werde „bis auf weiteres“ nur noch eine Partei im Wagen zugelassen, sagte ein Sprecher. Zudem sei die Bargeldzahlung eingestellt worden. Auch der Sitz neben dem Fahrer bleibe nun gesperrt. In den Fahrzeugen sei je nach Größe nun noch Platz für drei oder vier Fahrgäste.

17.08 Uhr: Berliner Schwimmbäder stellen Betrieb bis 19. April ein

Ab Sonnabend sind alle Schwimmbäder in Berlin geschlossen. Das teilten die Berliner Bäder-Betriebe mit. Ausgenommen seien lediglich Trainingsstätten für den Hochleistungssport. Die Schließung der Bäder gilt zunächst bis zum 19. April.

16.58 Uhr: Brandenburg verschiebt Semesterbeginn

In Brandenburg wird wegen des Coronavirus auch der Beginn des Sommersemesters an staatlichen Universitäten und Fachhochschulen verschoben. Die Landesregierung nannte am Freitag dabei eine Verschiebung auf den 20. April. Auch in Berlin wird das Sommersemester verschoben.

16.50 Uhr: Brandenburg setzt regulären Betrieb an Kitas und Schulen aus

Der reguläre Schulunterricht in Brandenburg soll angesichts der Gefahr durch die Ausbreitung des Coronavirus ab Mittwoch vorerst ausgesetzt werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam mit. Der Schulbesuch sei weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend. Die Zeit am Montag und Dienstag können die Lehrkräfte laut Landesregierung nutzen, um Tages- und Wochenpläne für die Schüler zu erstellen.

Auch an Kitas soll es ab Mittwoch keine reguläre Betreuung mehr geben. Kinder von Ärzten, Schwestern oder Pflegern, von Eltern in Behörden, bei Polizei und Feuerwehr, sollten weiter zur Schule und zur Kita gehen können. Notfallpläne dafür sollen bis einschließlich Dienstag mit den Kommunen erarbeitet werden.

16.24 Uhr: Weitere Berliner Bühnen machen vorerst dicht

Wegen der Corona-Krise haben weitere Bühnen und Museen in Berlin ihre vorübergehende Schließung bekanntgegeben. Das Tipi am Kanzleramt und die Bar jeder Vernunft stellen ab Freitag bis zum 19. April den Betrieb ein, wie die Einrichtungen am selben Tag mitteilten. Eintrittskarten könnten gegen Gutscheine oder weitere Veranstaltungen eingetauscht werden.

16.21 Uhr: Bundesliga sagt Spieltag ab, kein Union-Spiel gegen Bayern

Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat beschlossen, den kompletten 26. Spieltag in der Bundesliga und 2. Bundesliga zu verlegen. Davon betroffen ist auch das Spiel Union gegen den FC Bayern München am morgigen Sonnabend. Die DFL reagiere damit auf die "die Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga", hieß es in der Mitteilung der DFL.

16.17 Uhr: Zoo und Tierpark bleiben geöffnet, aber Einschränkungen

Zoo und Tierpark Berlin bleiben weiterhin regulär von 9 bis 18 Uhr geöffnet, laut aktueller Einschätzung gehen die Besucher hier kein erhöhtes Risiko ein, teilten Zoo und Tierpark mit. Allerdings gebe es Vorsichtsmaßnahmen. So gelte ab Sonnabend ein begrenzter Einlass für das Aquarium. Zeitgleich würden maximal 500 Besucher in das dreistöckige Aquarium gelassen. Zu Stoßzeiten – erfahrungsgemäß am Vormittag – kann es daher zu Wartezeiten kommen.

16.00 Uhr: Messe "Velo Berlin" auf dem Flughafen Tempelhof abgesagt

Die Fahrradmesse "Velo Berlin" ist abgesagt. Sie hätte am 18. und 19. April auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof stattfinden sollen. "Auch wenn wir dies befürchtet haben und diese Entscheidung nachvollziehbar ist, so ist sie doch erschütternd und macht uns unglaublich traurig", teilte der Veranstalter mit.

15.30 Uhr: Coronavirus: Aktuelle Informationen in unserem neuen Newsletter

Die Nachrichtenlage in der Coronavirus-Krise ist sehr dynamisch. Damit Sie den Überblick nicht verlieren und immer auf dem aktuellen Stand bleiben, haben wir ein neues Angebot für Sie: Wir informieren Sie per E-Mail am Morgen und am Abend über die neuesten Entwicklungen in Berlin, Deutschland und weltweit. Hier können Sie sich für den Newsletter kostenlos anmelden.

15.16 Uhr: Handelsverband - Versorgung in Supermärkten gesichert

Die Grundversorgung mit Lebensmitteln in Supermärkten in Berlin und Brandenburg ist laut Handelsverband (HDE) gesichert. Die Lager seien jetzt vor Ostern gut gefüllt, sagte Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des HDE Berlin-Brandenburg, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe keine Engpässe bei Produkten. „Unser Appell an die Kunden: Wenn sie sich Vorräte anlegen, dann schrittweise und mit Bedacht.“ Busch-Petersen rief zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf. „Wir merken, dass es eine enorme Nachfrage bei Einzelprodukten gibt“, sagte er. Dazu gehörten länger haltbare, nicht zu kühlende Lebensmittel sowie Hygieneartikel.

15.14 Uhr: Berliner Dom bleibt für Gottesdienste offen und streamt live

Der Berliner Dom streicht angesichts der Ausbreitung des Coronavirus alle Konzerte, Lesungen und Vorträge bis zum 19. April aus seinem Programm, bleibt aber für Gottesdienste weiter offen. Die Krise stelle Christinnen und Christen an die Seite der Kranken und Ängstlichen, an die Seite der Verunsicherten, hieß es. „Deshalb wird der Berliner Dom als Ort des Glaubens geöffnet bleiben“, sagte Domprediger Michael Kösling am Freitag. Alle Gottesdienste, Andachten und Vespern sollen weiter im Dom stattfinden – allerdings unter besonderen Hygienemaßgaben. So weisen zum Beispiel Abstandhalter in den Bankreihen auf mehr räumliche Distanz hin.

Abgesagt werden auch Gemeindeveranstaltungen wie Bibelnachmittag und Konfirmandenunterricht und das Glaubensprogramm. Ab diesem Sonntag (15. März) sollen die Gottesdienste aus dem Dom per Livestream online übertragen werden.

14.50 Uhr: Senat bittet Bundeswehr um Unterstützung

Bei der Bewältigung der Corona-Krise hat der Berliner Senat die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Die Innen- und die Gesundheitsverwaltung hätten der Bundeswehr dazu ein entsprechendes Amtshilfeersuchen übermittelt, bestätigte ein Sprecher der Innenverwaltung am Freitag auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Die Bundeswehr habe auch bereits ihre Bereitschaft für Unterstützung signalisiert. Konkret soll es um logistische Hilfe geben, zum Beispiel bei der Lagerung und Verteilung von Medikamenten und Ausrüstung.

14.05 Uhr: Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg schließt am Montag

Ab Montag wird das Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg geschlossen. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, soll es keinen Kundenverkehr mehr geben. Nur Notfälle wegen Geldzahlungen werden am Empfang behandelt. Alles weitere kann nur noch telefonisch oder online erledigt werden. Ob noch andere Jobcenter oder Arbeitsämter betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

13.55 Uhr: Bezirk Mitte schließt Volkshochschulen und Museen

Das Bezirksamt Mitte schließt ab Sonntag, 14. März, sämtliche kommunalen Einrichtungen für Besucher. Darunter fallen Volkshochschulen, Musikschulen, Jugendkunstschulen, kommunale Galerien und Museen. Das hat der Bezirk am Freitag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 19. April.

13.49 Uhr: Jüdisches Museum schließt ebenfalls

Das Jüdische Museum an der Lindenstraße in Kreuzberg schließt ebenfalls. Ab Sonnabend bleibe die Einrichtung "bis auf weiteres" für den öffentlichen Besucherverkehr geschlossen,

13.32 Uhr: Dehoga öffnet Info-Portal auch für Nichtmitglieder

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Berlin (Dehoga) schaltet sein Info-Portal für die gesamte Branche frei. Normalerweise ist es nur Dehoga-Mitgliedern vorbehalten. Hier bekommen Hoteliers und Gastronomen Informationen zu Kurzarbeitergeld, Überbrückungskrediten (ab nächster Woche) und eine Checkliste für das Krisenmanagement. Zur Dehoga-Seite geht es hier.

13.29 Uhr: Fast 40 Corona-Infizierte in Brandenburg

Die Zahl der Menschen, die in Brandenburg mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, ist offiziell auf 39 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagmittag in Potsdam mit. Die meisten offiziell registrierten Fälle gab es demnach mit acht in Cottbus, gefolgt von jeweils fünf in den Landkreisen Elbe-Elster und Märkisch-Oderland. Die Stadt Cottbus teilte inzwischen mit, dass dort bereits elf Menschen infiziert seien, darunter ein zweijähriges Kind.

13.27 Uhr: Berliner SPD lässt Parteileben ruhen

Der Berliner Landesverband der SPD schränkt die Arbeit ein. „Wir lassen unser Parteileben ruhen“, twitterten die Sozialdemokraten am Freitag. „Alle Veranstaltungen, Wahlveranstaltungen und Sitzungen der Berliner #SPD werden abgesagt!“. Das Kurt-Schumacher-Haus sei ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Gesundheit aller müsse in Zeiten des Corona-Virus oberste Priorität haben.

13.16 Uhr: Vater eines Schülers mit Corona infiziert

Das Archenbold-Gymnasium (Treptow-Köpenick) teilte auf der Homepage mit, dass der Vater eines Schülers der Oberstufe positiv auf das Coronavirus getestet wurde. "Der Schüler besucht derzeit nicht die Schule. Wir haben Gesundheitsamt und Schulaufsicht über den Sachverhalt sofort informiert", heißt es in einer Stellungnahme.

12.33 Uhr: Stadtfeste in Spandau abgesagt

Das Coronavirus hat erhebliche Folgen für die traditionellen Spandauer Stadtfeste und die Bezirksmarketing-Agentur „Partner für Spandau“, die die Open-Airs organisiert: Drei Feste – der Brandenburg-Tag am 25. April, das „Konzert und Bürgerfest am Maselakepark“ vom 21. bis 24. Mai und das dreitägige Pfingstkonzert an der Scharfen Lanke – werden ersatzlos abgesagt. Das ursprünglich für Anfang Juni vorgesehene Spandauer Havelfest am Lindenufer soll nach derzeitigem Stand auf Ende Juli/Anfang August verschoben werden. „Mit diesem Maßnahmenpaket versuchen wir, dem Ruf der Politik nach Begrenzung sozialer Kontakte in den nächsten Monaten zu entsprechen, auch wenn das an die wirtschaftliche Substanz der Gesellschaft geht“, sagt Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer von „Partner für Spandau“.

12.25 Uhr: Kreuzberger Kult-Club SO36 bittet um Spenden

Der Kreuzberger Kult-Club SO36 bittet wegen der Corona-Krise um Spenden. Weil Touren abgesagt, Veranstaltungen verboten und verschoben wurden, steuere man „in eine Katastrophe“, schreibt der verantwortliche Verein „Sub Opus 36“ auf der Internetseite des Clubs. Man könne schätzungsweise einen Monat durchalten. „Strom, Löhne, Sozialversicherung, das sind alles Kosten, die unabhängig davon anfallen, ob hier auch nur ein einziges Bier über den Tresen oder ein einziger Song aus den Boxen kommt.“

Für Kleinbeträge wurde unter spenden@so36.de ein Paypal-Account angelegt. Man könne aber auch Geld auf das Spendenkonto DE52 1005 0000 0670 0073 15 bei der Berliner Sparkasse überweisen (Inhaber Sub Opus 36 e.V.). Wer Bargeld vorbeibringen möchte, wird gebeten, sich wegen der Öffnungszeiten vorher unter post@so36.de zu melden. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein und können steuerlich relevante Belege über eure Spende ausstellen“, heißt es weiter.

12.18 Uhr: Notbetreuung für Kinder

Die Oberstufenzentren schließen ab Montag, ab Dienstag sind auch die Schulen und Kitas in Berlin zu. Der Brief der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie an die Schulleitungen liegt der Berliner Morgenpost vor. Darin heißt es ;„Ab kommenden Dienstag, 17. März 2020, werden die allgemeinbildenden Schulen des Landes Berlin bis zum Ende der bevorstehenden Osterferien geschlossen."

Weiter steht dort: „Die allgemeinbildenden Schulen werden die Notbetreuung für Kinder in den Grundstufen 1-6 übernehmen, deren Eltern zu den von den Senatsverwaltung für Gesundheit definierten Berufsgruppen gehören.“ Dazu gehört medizinisches Personal, Angehörige der Feuerwehr oder der Polizei.

Außerdem sei die Durchführung aller Prüfungen sicherzustellen – ob mündlich oder schriftlich. „Die Schüler erscheinen zu den Prüfungsterminen in ihrer jeweiligen schule.“ Lehrkräfte, Schulleitung und pädagogisches Personal sollten sich „bis auf weiteres auf ihren Dienststellen“ einfinden. Weitere organisatorische Informationen zu den Prüfungen würden in Kürze folgen.

11.43 Uhr: RBB zeigt Theater- und Opernaufführungen im Stream und Fernsehen

Während der Schließung von Museen, Theatern und Opernhäusern will der RBB möglichst viele Kulturangebote im Fernsehen zeigen und im Internet streamen. „Der RBB macht's“ - unter diesem Motto sei zur Zeit die Übertragung von rund 15 Inszenierungen im Gespräch, teilte der Sender am Freitag mit. So laufe die „Carmen“-Inszenierung aus der Staatsoper Unter den Linden mit Daniel Barenboim am Pult am Samstag um 20.15 Uhr im RBB-Fernsehen. Am Sonntag folgen um 22.20 Uhr die Berliner Philharmoniker mit ihrem früheren Chefdirigenten Sir Simon Rattle. Das Konzert war am Donnerstag vor leeren Rängen aufgezeichnet worden.

Wenn möglich werde der RBB auch Live-Konzerte im Radio anbieten. Alle Aufführungen sollen im Live-Stream möglichst zu den ursprünglich geplanten Zeiten angeboten werden. Fast alle großen Berliner Bühnen und das Potsdamer Hans-Otto-Theater seien über weitere Termine im Gespräch.

11.15 Uhr: Sandra Scheeres: "Auf Schließungen vorbereitet"

In Berlin schließen ab kommender Woche die Schulen und Kitas. „Selbstverständlich haben wir uns auf Schul- und Kitaschließungen in Berlin vorbereitet. Benachrichtigungsketten sind sichergestellt“, twitterte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Darauf antwortete der SPD-Politiker Kevin Hönicke: „Also mal ehrlich. Ich bekomme in meiner Schule davon nichts mit. Keine Infos an uns!“ Die Kitas und die Schulen sollen bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben.

11.10 Uhr: Kitas schließen ab Dienstag

Die Berliner Kitas schließen, wie die anderen allgemeinbildenden Schulen, ab Dienstag, den 17. März aufgrund des Coronavirus, heißt es aus Senatskreisen. Damit beginnt ab Dienstag für die Kitas und Schulen eine Zwangspause, bei den Oberstufenzentren gilt die sogar schon ab Montag.

10.50 Uhr: Allgemeinbildende Schulen schließen ab Dienstag

Dem Vernehmen nach aus Senatskreisen ist der Zeitplan der Schulschließungen jetzt klar: Ab Montag werden die Oberstufenzentren geschlossen, ab Dienstag, den 17. März, dann alle allgemeinbildenden Schulen – von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule. Für Eltern mit kleinen Kindern, die z.B. als Pfleger, Arzt, Polizist oder bei der Feuerwehr arbeiten, wird eine Notbetreuung organisiert. Die Berufe gelten als wichtiger Teil für das öffentliche Leben.

10.43 Uhr: Bezirk Lichtenberg setzt alle BVV-Sitzungen aus

Die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg hat alle Sitzungen und Ausschüsse bis zum Ende der Osterferien abgesagt.

10.40 Uhr: Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten steigt auf 158

Inzwischen ist bei 158 Menschen in Berlin das neue Coronavirus nachgewiesen worden. Bei 83 Männern und 74 Frauen ist eine Infektion bestätigt, wie die Gesundheitsverwaltung am Freitag mitteilte. Bei einem weiteren Fall war demnach das Geschlecht nicht bekannt. Der Zuwachs im Vergleich zum Vortag liegt bei 40 Fällen. Inzwischen werden acht Patienten im Krankenhaus behandelt. Alle anderen Infizierten sind zu Hause isoliert. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bleibt am stärksten betroffen mit nun 31 Fällen. Die meisten Infizierten kommen nach wie vor aus den mittleren Altersgruppen, allerdings sind inzwischen auch drei Betroffene über 70 Jahre erfasst. Darüber hinaus gibt es eine Dunkelziffer an unerkannten Fällen.

10.30 Uhr: Spandau schließt seine Sportanlagen

Das Spandauer Schul- und Sportamt hat beschlossen, alle Sporthallen und Sportplätze des Bezirks zu schließen. Wie es in einer Mitteilung heißt, gilt die Schließung ab diesem Freitag, 13. März, bis zunächst einschließlich 3. April. Betroffen sind dabei sowohl der Trainings- als auch der Spielbetrieb.

10.20 Uhr: Potsdam schließt Schwimmbäder

Die Stadtwerke Potsdam haben am Donnerstagmorgen ihre Bäder geschlossen. Alle Kurse und Buchungen wurden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

10.15 Uhr: Schrittweise Schließung der Schulen sorgt für Irritation

Die geplante stufenweise Schließung der Berliner Schulen ab Montag – begonnen werden soll mit den Oberstufenzentren – sorgt für Irritationen. „Vage Ankündigungen des Senats über schrittweise Schließungen sind Ausdruck der anhaltenden Unentschlossenheit“, sagt Dirk Stettner, bildungspolitischer Sprecher der Berliner CDU-Fraktion. „In Berlin müssen ab sofort alle Schulen bis nach Ende der Osterferien geschlossen werden.“ Der FDP-Sprecher in Bildungsfragen forderte die Senatsbildungsverwaltung auf, eine Notbetreuung für kleine Kinder zu organisieren, „damit u.a. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Polizistinnen und Polizisten ihrer wichtigen Tätigkeit für uns alle nachgehen können.“ Silke Gebel, Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, hatte schon am Morgen die Schließung aller Berliner Schulen und Kitas gefordert, weil das auch eine Expertenempfehlung der Virologen sei.

9.35 Uhr: BVG von Plänen überrascht, den Betrieb einzuschränken

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeigten sich am Freitagmorgen überrascht von der Entscheidung, den öffentlichen Nahverkehr einzuschränken. Grundsätzlich sei man auf solche Situationen jedoch vorbereitet, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken. „Wir haben Pandemiepläne, wir wissen wie sowas funktioniert. Aber das Land Berlin muss nun entscheiden, wie das konkret aussehen soll.“ Die BVG setze die Maßnahmen dann um. Unter dem Fahrpersonal der Verkehrsbetriebe sei bislang noch kein Coronafall amtlich bestätigt, sagte sie.

9.30 Uhr: Krankenhausbetrieb und Strom- und Wasserversorgung gesichert

Die kritischen Infrastrukturen wie Strom- und Wasserversorgung, aber auch der Betrieb von Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehr sollen weiter gewährleistet bleiben, sagt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD).

9.25 Uhr: Öffentlicher Nahverkehr soll auf Mindestmaß reduziert werden

Alle nicht unbedingt nötigen Veranstaltungen sollen unterbleiben, hieß es aus der Senatskanzlei. Am Mittag um 14 Uhr kommt der Senat zusammen, um die verschiedenen Konzepte abzustimmen. Insgesamt sollen die sozialen Kontakte in Berlin deutlich verringert werden.

Dazu soll auch gehören, den öffentlichen Personennahverkehr auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Der Fokus solle auf den Schienenverkehr gelegt werden, hieß es. Die BVG bestätigte das bislang noch nicht.

9.15 Uhr: Berliner Schulen und Kitas werden geschlossen

Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit. Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen. Die Maßnahmen sollen bis zum Ende der Osterferien laufen.

6 Uhr: In Berlin gibt es 137 bestätigte Corona-Fälle

In Berlin hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 137 erhöht. Das meldet das Robert Koch-Institut auf seiner Website.

+++ Donnerstag, 12.03.2020 +++

23 Uhr: Acht Schulen zurzeit in Berlin geschlossen

Diese Schulen sind zurzeit geschlossen:

• Christoph-Földerich-Grundschule, Spandau

• Conrad-Grundschule, Steglitz-Zehlendorf

• Emanuel-Lasker-Schule, Friedrichshain-Kreuzberg

• John-F.-Kennedy-Schule (Grundschulbereich), Steglitz-Zehlendorf

• Johann-Peter-Hebel-Grundschule, Charlottenburg-Wilmersdorf

• Schule Eins, Pankow

• Sophie-Scholl-Schule, Tempelhof-Schöneberg

• Wangari-Maathai-Internationale-Schule, Charlottenburg-Wilmersdorf

Geschlossene Kitas:

• Kita Pappelallee 40, Prenzlauer Berg

• Kita Waldräuber, Reinickendorf

22 Uhr: Mann mit Verdacht auf Corona aus Zug geholt

Am Bahnhof Spandau ist eine Person mit Verdacht auf den Coronavirus aus einem Zug geholt und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden. Der Fahrgast saß in in einer Bahn, die von Berlin nach Hamburg fahren sollte. Die Feuerwehr war mit einem Einsatzleitwagen und zwei Rettungswagen vor Ort.

21.36 Uhr: Generali Berliner Halbmarathon abgesagt

SCC Events hat den für den 5. April geplanten Halbmarathon in Berlin abgesagt. Dies sei aufgrund der "Allgemeinverfügung zum Verbot von Großveranstaltungen" notwendig gewesen, erklärte Robert Fekl, Leiter der Kommunikation SCC Events.

21.33 Uhr: Grüne Berlin sagen Parteitag ab

Der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Berlin hat beschlossen, alle nicht zwingend notwendigen Veranstaltungen des Landesverbands abzusagen oder zu verschieben. Die Maßnahme gilt vorerst bis zum Ende der Osterferien, dann wird unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und der Gesundheitsämter eine erneute Bewertung vorgenommen. Auch der Parteitag am 28. März wird damit nicht stattfinden.

21:32 Uhr: Coronavirus-Verdacht: Person in Spandau aus Zug geholt

Am Fernbahnhof Spandau ist am Abend eine Person noch unbekannten Geschlechts aus dem Zug von Berlin nach Hamburg geholt worden. Es habe ein begründeter Coronavirus-Verdacht bestanden. Die Feuerwehr sei um 18.50 Uhr alarmiert worden, sagte ein Sprecher. Die Person wurde in ein Krankenhaus gebracht.

20.58 Uhr: Veranstaltungsverbot gilt jetzt für alle Bezirke

Neuen Bezirke hatten am Donnerstag sogenannte Allgemeinverfügungen erlassen. Diese regeln das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vom 13. März bis zum 19. April sowie den Zuschauerausschluss für Sportveranstaltungen. Lediglich Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Treptow-Köpenick hatten diese Verfügungen bis zum Abend nicht entlassen. Das übernahm dann die Senatsgesundheitsverwaltung und berief sich auf das Eintrittsrecht. Man habe die Verfügung ersatzweise für die drei Bezirke erhalten, weil man ein einheitliches Vorgehen in Berlin für unabdingbar halte.

20.55 Uhr: Berliner Schulen bleiben vorerst offen

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat im Kampf gegen das Coronavirus strengere Regeln für Schulen angeordnet: Der Unterricht soll weiter stattfinden, Ausflüge und Schülerfahrten ins Ausland werden aber bis auf weiteres untersagt, wie die Senatsbildungsverwaltung am Donnerstagabend mitteilte. Zunächst dürfen auch keine neuen Reisen gebucht werden. Scheeres bezog sich auf Empfehlungen aus der Beratung der Kultusminister der Länder vom selben Tag.

Schulische Veranstaltungen sollen zur Begrenzung eines Infektionsrisikos auf das erforderliche Mindestmaß begrenzt werden, hieß es. Den Unterricht, das Mittagessen und die Angebote der ergänzenden und außerunterrichtlichen Förderung und Betreuung soll es hingegen weiter geben. Exkursionen, Wandertage und Ausflüge sollen aber unterlassen werden. Auch soll es keine klassenübergreifenden außerunterrichtlichen Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Konzerte, Podiumsdiskussionen und Sportwettkämpfe geben.

19.34 Uhr: Deutscher Volleyball-Verband beendet Spielbetrieb vorzeitig

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat beschlossen, den laufenden Spielbetrieb in den Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus (Covid-19) mit sofortiger Wirkung zu beenden. Darunter zählen auch alle Veranstaltungen der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) und im Seniorenbereich. Für den Spielbetrieb im Hallen-Volleyball unterhalb der Regionalligen sowie im Beach-Volleyball, der im Zuständigkeitsbereich der Landesverbände liegt, wird eine sofortige Beendigung ebenfalls empfohlen. Darauf haben sich das DVV-Präsidium sowie der DVV-Vorstand verständigt.

19.25 Uhr: re:publica auf August verschoben

Die Veranstalter haben die Digitalkonferenz re:publica auf den 10. - 12. August dieses Jahres verschoben. Ursprünglich hätte die re:publica vom 6. bis zum 8. Mai in Berlin stattfinden sollen. "Da sich die Situation aufgrund der Pandemie... stetig wandelt, möchten wir nicht länger darauf warten, dass das Land Berlin hier klare Richtlinien vorgibt, sondern übernehmen Verantwortung gegenüber unseren Teilnehmer*innen, den Partnern und dem Team", heißt es zur Begründung.

19.02 Uhr: Auch Handball-Liga stellt Spielbetrieb ein

Fußball, Basketball, EIshocke und jetzt auch Handball. Die Handball-Liga setzt den Spielbetrieb aus, bis zum 22. April, wie die Handball-Liga und die Füchse Berlin per Twitter mitteilten.

18.21 Uhr: Blick von der Bühne der Staatsoper in den leeren Zuschauerraum



17.57 Uhr: Berliner Fußball-Verband stellt Spielbetrieb bis 22. März ein

Die Koordinierungsgruppe, die sich innerhalb des Berliner Fußball-Verbandes mit den Auswirkungen des Coronavirus auf den Berliner Amateurfußball auseinandersetzt, und das Präsidium haben sich entschieden, den Spielbetrieb vom 12. März zunächst bis einschließlich Sonntag, 22. März 2020 einzustellen. Dieses gilt für sämtliche Spiele, die im Verantwortungsbereich des BFV liegen also Meisterschaftsspiele, Pokalspiele, Freundschaftsspiele, Turniere, Spielfeste und Mini-Fußball-Turniere. Die Absage gilt auch für alle Bereiche, also Männer, Frauen, Jugend und Freizeit.

17.52 Uhr: Stiftung Preußischer Kulturbesitz schließt ab Sonnabend alle Museen

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz schließt ab Sonnabend bis auf weiteres sämtliche Standorte in Berlin. Betroffen sind unter anderem alle Museen auf der Museumsinsel, etwa das Alte Museum, das Neue Museum das Pergamonmuseum und das Bode-Museum. Betroffen sind außerdem der Hamburger Bahnhof, das Museum Berggruen und das Museum für Fotografie.

16.23 Uhr: Kultureinrichtungen des Landes Berlin schließen ab 13./14. März

Ab dem 13. März stellen alle staatlichen Theater, Opern und Konzerthäuser ihren Spielbetrieb vor Publikum ein. Das erklärte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Donnerstag nach einer Abstimmung mit Intendeanten der staatlichen Kulturbetriebe und von privaten Bühnen wie dem Berliner Ensemble, der Schaubühne, dem Grips-Theater und der Komödie am Kurfürstendamm. Dem würden die privaten Theater, die an der Konsultation beteiligt gewesen seien, folgen, so Lederer weiter. Die Schließungen gälten bis 19. April. Lederer weiter: "Die Landesmuseen, Gedenkstätten und Galerien in Trägerschaft der Kulturverwaltung des Landes Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) werden entweder bereits ab morgen oder jedenfalls ab Sonnabend, dem 14. März, den Besucherverkehr in geschlossenen Räumen, ebenfalls bis vorerst 19. April 2020, einstellen."

Zu dieser Entscheidung sei man gekommen, um die Ausbreitung des Virus zu hemmen. Zugleich forderte Lederer Hilfen vom Bund. Die Maßnahmen würden bereits sehr akut die Existenz insbesondere von kleinen Einrichtungen und freien Künstlern gefährden.

16.05 Uhr: Schlösser in Berlin und Brandenburg schließen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten teilt mit, dass die Schlösser der SPSG in Berlin und Brandenburg ab dem 13. März bis zum 19. April geschlossen bleiben, die Veranstaltungen würden entfallen. Das betreffe auch die Pfaueninsel. Zu den Schlössern gehören Schloss Sanssouci, Schloss Charlottenburg, Schloss Babelsberg, die Neuen Kammern, der Normannische Turm auf dem Ruinenberg, Neues Palais, Orangerieschloss, Schloss Cecilienhof, Marmorpalais und andere. Bis auf die Pfaueninsel würden die Gärten geöffnet bleiben. Auch Museen des Stadtmuseums Berlin werden ab dem 13. März geschlossen. Das teilte Stadtmuseum Berlin per Twitter mit.

16.04 Uhr: Basketball-Bundesliga setzt Spielbetrieb aus

Wegen des Coronavirus setzt auch die Basketball-Bundesliga ihren Spielbetrieb aus. Das teilte die BBL mit. Der Beschluss sei bei einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft BBL, der Geschäftsführung der BBL GmbH und der 17 Klubs der Basketball Bundesliga in Stuttgart gefallen. Dabei sei einstimmig beschlossen worden, den Spielbetrieb der Basketball-Bundesliga bis auf weiteres auszusetzen. Dies treffe bereits für den 23. Spieltag am kommenden Wochenende zu. Es bleibe aber das Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende zu spielen. Die Klubs wollen sich innerhalb der nächsten 14 Tage wieder treffen, um die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien und Handlungsoptionen erneut zu besprechen.

15:53 Uhr: Staatliche Museen bleiben vorerst geöffnet

Die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz bleiben zunächst geöffnet, wie die Museen auf ihrer Website mitteilen. Der Museums- und Ausstellungsbetrieb laufe bis auf weiteres im Normalbetrieb. Bildungs- und Veranstaltungsformate mit bis zu 50 Personen fänden wie geplant statt. Veranstaltungen mit mehr als 50 erwarteten Personen wie Ausstellungseröffnungen, Konferenzen und Symposien würden bis zum 19. April abgesagt. Bei neuen Entwicklungen könne sich die "Gesamtsituation selbstverständlich jederzeit kurzfristig ändern".

15.40 Uhr: Polizei schließt Sporthallen und Krafträume

Die Berliner Polizei hat angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus eine weitere Vorsichtsmaßnahme zum Schutz ihrer Mitarbeiter ergriffen. Dafür wurden die Sporthallen und Krafträume für die Beamten geschlossen. Es handelt sich um die Räume und Hallen in der Radelandstraße in Spandau, in der Kruppstraße in Moabit, in der Ruppiner Chaussee in Schulzendorf, in der Gallwitzstraße in Lankwitz, sowie in der Ceciliensraße in Marzahn-Hellersdorf. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus dem Umfeld der Behörde.

„Es ist absolut richtig, dass die Polizeiführung hier ihrer Fürsorgepflicht nachkommt, die Kollegen keinem unnötigen Risiko aussetzt und die Sporthallen und Krafträume vorübergehend geschlossen werden“, kommentierte der Sprecher des Berliner Landesverbandes der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus finden Sie hier.

15.26 Uhr: Street Food Thursday in Markthalle Neun bis auf weiteres geschlossen

Die Markthalle Neun in Kreuzberg bleibt weiterhin geöffnet, schließt bis auf weiteres allerdings den "Street Food Thursday". Das gaben die Betreiber bekannt. Das reguläre Wochenmarkt- und Gastronomieangebot bleibe geöffnet.

15.22 Uhr: Berliner Polizei warnt vor Corona-Trickbetrügern

Die Polizei hat Berliner Senioren vor einer neuen Enkeltrick-Masche gewarnt. Betrüger sollen sich derzeit vermehrt am Telefon als Angehörige ausgegeben haben, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Täter fragen die Senioren nach Geld für teure Medikamente. Anschließend vereinbaren sie einen Abholtermin an der Wohnanschrift. Die Polizei rief dazu auf, niemals Geld und Wertsachen an Unbekannte zu geben und misstrauisch zu sein, wenn Anrufer sich nicht mit Namen melden.

14.28 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci: "Wir brauchen einheitliches Umgehen"

Im Moment habe Berlin noch keine Kapazitätsprobleme in den Kliniken, informiert Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). „Aber wir bereiten uns darauf vor, dass wir mehr Intensivpatienten haben könnten.“ Die bislang sechs Abklärungsstellen in Berlin sind bisher gut besucht, eine weitere ist in Spandau geplant. Pro Tag können die Labore bis zu 2000 Tests aus der Hauptstadt auswerten, auch hier sollen Kapazitäten noch aufgestockt werden.

Kalayci betont, dass die Amtsärzte in den Bezirken mit Blick auf das öffentliche Leben frei in ihren Entscheidungen seien. Sie können auch Allgemeinverfügungen treffen, sagt die Senatorin. Das heiße, ein Amtsarzt in Reinickendorf könne alle Clubs in Reinickendorf für die nächste Zeit schließen.

Die Amtsärzte halten es für unerlässlich, alle Veranstaltungen mit einem höheren Risiko für Infektionsübertragungen ab sofort nicht mehr stattfinden zu lassen, insbesondere Sportveranstaltungen sowie kulturelle Veranstaltungen inklusive des Programms in Clubs. Sie gehen mit dieser Position über das bisherige Verbot der Gesundheitsverwaltung hinaus, nur größere Veranstaltungen ab 1000 Personen abzusagen.

Kalayci appelliert, sich nicht mit Forderungen und Maßnahmen zu überbieten. „In Zeiten von Pandemien brauchen wir evidenzbasierte und einheitliche Umgehenssituationen“, sagt sie. Aufgrund der Dynamik könnten jeden Tag neue Maßnahmen erforderlich sein. Sie sollten am besten national abgestimmt sein und auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts basieren.

13.33 Uhr: Fünf weitere Corona-Fälle in Reinickendorf

In Reinickendorf haben sich insgesamt acht Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte Amtsarzt Patrick Larscheid der Berliner Morgenpost mit. In Berlin wurden mittlerweile 123 Menschen positiv getestet.

Infizierte nach Bezirk

  • Charlottenburg-Wilmersdorf 23
  • Friedrichshain-Kreuzberg 14
  • Lichtenberg 6
  • Marzahn-Hellersdorf 3
  • Mitte 18
  • Neukölln 7
  • Pankow 13
  • Reinickendorf 8
  • Spandau 6
  • Steglitz-Zehlendorf 14
  • Tempelhof-Schöneberg 8
  • Treptow-Köpenick 3

13.30 Uhr: "Stündliche neue Nachrichten über Schulen, die geschlossen werden"

Schulinspektionen und schulische Gremiensitzungen werden bis nach den Osterferien durch die Senatsverwaltung für Bildung in der Hauptstadt abgesagt. Das sagte Staatssekretärin Beate Stoffers (SPD) in der aktuellen Viertelstunde des Schulausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus. „Wir wollen den Virus durch diese Absagen möglichst verlangsamen“, erklärte Stoffers. Ganz wichtig sei jetzt die Entschleunigung der Virus-Verbreitung. Die Situation sei momentan sehr dynamisch. „Es kommen stündlich neue Nachrichten rein über Schulen, die geschlossen werden“, so Stoffers. Aktuell berät man in der Kultusministerkonferenz - darunter auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) - wie man deutschlandweit mit dem Thema Corona in Schulen umgeht. Auch die anstehenden Prüfungen wie Abitur und MSA spielen dann eine Rolle. Ergebnisse werden am späten Nachmittag erwartet.

13.25 Uhr: Katholische Kirche sagt Prozession durch Kreuzberg ab

Das Erzbistum Berlin hat wegen der Corona-Welle den Bußgang der Katholiken an diesem Samstag durch Kreuzberg abgesagt. Gleichzeitig wies das Erzbistum darauf hin, dass die Sonntagsgottesdienste von zu Hause mitgefeiert werden könnten. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) übertrage über seine Kulturwelle jeden Sonn- und Feiertag um 10.00 Uhr einen Gottesdienst aus dem Sendegebiet. Der nächste katholische Gottesdienst komme am Sonntag aus St. Antonius in Berlin-Oberschöneweide.

13.23 Uhr: Virologen-Kongress abgesagt

Am Donnerstag wurde der Virologen-Kongress, der in Berlin stattfinden sollte, abgesagt.

12.42 Uhr: CSD-Organisatoren prüfen Absage oder neuen Termin

Auch die Veranstalter des Berliner Christopher Street Days (CSD) überlegen, ihre diesjährige Parade zu verschieben oder abzusagen. „Wir beobachten die Lage weltweit sehr genau“, sagte Vorstandsmitglied Ralph Ehrlich der Deutschen Presse-Agentur. Das Organisationsteam sei in engem Kontakt mit den Behörden. Mit anderen Paraden in Deutschland und in anderen Ländern bestehe ebenfalls reger Austausch. Der CSD Berlin soll in diesem Jahr am 25. Juli stattfinden. Das Myfest und der Karneval der Kulturen wurden wegen der Coronakrise bereits abgesagt.

12.33 Uhr: Kind in Potsdamer Klinik geht es besser

Dem mit dem Coronavirus infizierten zweijährigen Kind in einem Potsdamer Krankenhaus geht es nach Klinikangaben besser. „Es befindet sich in einem gesundheitlich stabilen Zustand, ist fieberfrei und weiter auf dem Weg der Besserung“, berichtete eine Sprecherin des Ernst-von-Bergmann-Klinikums am Donnerstag auf Anfrage. Das Kind ist an einer Lungenentzündung durch Covid-19 erkrankt. Es war zur Vorsorge auf die Intensivstation gekommen. Dort bleibe es auch vorerst, da es so am besten zu isolieren sei, sagte die Sprecherin.

Das Kind war wegen Kapazitätsproblemen aus einer Berliner Klinik nach Potsdam überwiesen worden. Es hatte zunächst Fieber und Husten, als es am Montagabend nach Potsdam kam. Bei seiner Aufnahme wurde ein Test auf den Erreger Sars-CoV-2 gemacht, dessen positives Ergebnis am Dienstag vorlag. Das Kind schwebte nicht in Lebensgefahr, wie die Klinik am Mittwoch auf einer Pressekonferenz berichtet hatte. 25 Kontaktpersonen waren ermittelt worden, bei ihnen wurden ebenso wie bei den Eltern des Kindes Tests auf das Coronavirus vorgenommen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

12.04 Uhr: Grundschule in Wilmersdorf nach mutmaßlichem Corona-Fall geschlossen

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus wurde in Berlin eine weitere Schule geschlossen. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, wurden die Schüler der Johann-Peter-Hebel-Grundschule in der Emser Straße in Wilmersdorf am Donnerstagvormittag nach Unterrichtsbeginn wieder nach Hause geschickt. Der Sprecher der Senatsschulverwaltung, Martin Klesmann, bestätigte die Schließung, konnte am Vormittag aber noch keine Details zu den Gründen nennen.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost wurde der Vater eines Schülers positiv auf den Coronavirus getestet. Eine Lehrerin stellte in der Schule bei dessen Kind demnach Erkältungssymptome fest. Die Schulleitung entschied daraufhin, offenbar in Absprache mit dem bezirklichen Gesundheitsamt, die Schule sofort zu schließen. Klesmann sagte, dass Schüler nun wegen einer möglichen Infektion getestet würden. Erst wenn die Ergebnisse vorlägen, werde über die Dauer der Schließung entschieden.

Ein Vater eines Schülers bestätigte der Berliner Morgenpost, dass das Sekretariat der Schulleitung alle Eltern informiert habe. Die Schließung betreffe alle Klassenstufen. "Ich weiß gar nicht, wie lange es dauern wird, bis die Schule wieder öffnet und was ich in der Zwischenzeit mit meinen Kindern machen soll", sagte der Vater. Sorgen mache er sich nicht, weil seine Kinder und er selbst gesund seien. Die Familie habe auch keine älteren Angehörigen, an die das Virus bei einer möglichen Infektion weitergegeben werden könne.

12.00 Uhr: Kein internationaler Basketball für Alba Berlin

Auch im internationalen Basketball sind die Wettbewerbe wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf weiteres ausgesetzt worden. Das teilten der Weltverband und die Euroleague am Donnerstag in getrennten Mitteilungen mit. Davon betroffen sind auch die Partien von Alba Berlin.

11.52 Uhr: Frühjahrsempfang der Grünen in Tempelhof-Schöneberg abgesagt

Die Fraktion der Grünen der Bezirksverordnetenversammlung in Tempelhof-Schöneberg haben aufgrund des Coronavirus ihren jährlichen Frühjahrsempfang abgesagt. Zu dem Empfang waren rund 200 Gäste aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik, Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft, der örtlichen Vereine, Verbände und Institutionen sowie der Religionsgemeinschaften erwartet worden.

11.40 Uhr: Kind aus Tegeler Kita positiv getestet

Die Kita Waldräuber in Tegel-Süd bleibt bis zum 18. März geschlossen, das teilte die Einrichtung auf ihrer Homepage mit. Ein Kind war positiv auf das Corona-Virus getestet worden, hieß es seitens des Gesundheitsamtes Reinickendorf. „Es ist davon auszugehen, dass das Kind in der Kita ansteckend gewesen ist. Zusätzlich besteht bei einer Erzieherin ein dringender Verdacht, dass sie zu dem Zeitpunkt ebenfalls das Virus ausgeschieden hat“, so das Gesundheitsamt.

11.37 Uhr: Häßler-Club BFC-Preussen in Quarantäne - Zwei positive Tests

Der von Ex-Weltmeister Thomas Häßler trainierte BFC Preussen ist vom neuartige Coronavirus betroffen. Ein Spieler und ein Physiotherapeut des Berliner Amateurvereins wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, bestätigte der Abteilungsleiter Fußball, Alfred Stolzenberg, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf habe für alle Spieler des Landesligisten eine zweiwöchige häusliche Quarantäne festgelegt, erklärte Stolzenberg. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Trainer Häßler selbst stehe nicht unter Quarantäne, das habe das für ihn zuständige Gesundheitsamt Reinickendorf festgelegt, sagte Stolzenberg.

11.30 Uhr: Kita an der Pappelallee in Prenzlauer Berg geschlossen

Die Kita an der Pappelallee 40 ist bis einschließlich Freitag, den 20.03.2020 durch das Gesundheitsamt Pankow geschlossen worden. Dort wurde eine Mitarbeiterin positiv auf den Corona-Virus getestet.

11.20 Uhr: Zwei Menschen in Reitverein in Heiligensee positiv getestet

Der Reit- und Fahrverein Diakoniezentrum Heiligensee hat den Betrieb bis zum 22. März eingestellt. „In unserem Reitverein wurden zwei Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Sie sind bereits zuhause isoliert, alle Kontaktpersonen sind informiert“, teilte der Verein mit. Die Versorgung der Tiere sei gesichert, heißt es.

11.15 Uhr: Amtsarzt rät: Keine Besuche in Pflegeheimen und Krankenhäusern

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid rät, dass bis auf Weiteres möglichst der Besucherverkehr in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen komplett eingestellt werden sollte.

10.44 Uhr: Erster Corona-Fall in Flüchtlingsheim bestätigt

In Berlin ist ein erster Corona-Fall in einem Flüchtlingsheim bestätigt worden. Alle 135 Bewohner der Unterkunft wurden unter Quarantäne gestellt, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Die Bewohner des Heimes in Charlottenburg werden ihren Angaben nach von einem Caterer mit Essen versorgt, weil sie den gemeinsamen Speisesaal nicht mehr nutzen können. Ein Bewohner, dessen Geschlecht und Alter nicht genannt wurde, war zuvor positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden und wird im Krankenhaus behandelt.

10.27 Uhr: Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen Corona aufgehoben

Berlin hebt das Sonntagsfahrverbot für Lkw auf, um die Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Das kündigte Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Donnerstag an. So sollen die Warenketten zur Belieferung der Supermärkte aufrecht erhalten werden.

9.20 Uhr: Müller: Über Einschränkung des Bahnverkehrs wegen Corona reden

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat vor Beginn der Ministerpräsidenten-Konferenz eine Einschränkung des Bahnverkehrs wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ins Spiel gebracht. „Wird sie (die Deutsche Bahn) nun in Zukunft in Berlin und München und in Köln genauso halten wie bisher oder schränken wir den Verkehr ein“, fragte er am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Mit dieser Frage müsste man sich auf Bundesebene beschäftigen. An diesem Donnerstag beraten die Ministerpräsidenten in Berlin unter anderem über die Corona-Krise.

Im Umgang mit der Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 räumte Müller Fehler ein. „Ich glaube, dass ich auch schneller hätte entscheiden müssen, wirklich alles abzusagen“, sagte er. Zugleich kritisierte er, dass es in der Vergangenheit keine Möglichkeit gegeben habe, ein gemeinsames Vorgehen in der Krise abzustimmen. Deshalb forderte Müller eine koordinierende Ebene für die Dinge, die länderübergreifend zu regeln sind.

8.40 Uhr: Karneval der Kulturen und Myfest finden nicht statt

In diesem Jahr wird es weder das Myfest am 1. Mai noch den Karneval der Kulturen an Pfingsten in Berlin-Kreuzberg geben. Das sagte ein Sprecher des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg am Donnerstagmorgen. Der Bezirk reagiere damit unter anderem auf Empfehlungen des Amtsarztes, berichtet der Sender rbb. Auch wenn die Veranstaltungen erst im Mai stattgefunden hätten, habe sich der Bezirk zu der Absage schon jetzt entschieden, denn die beiden Feste vorzubereiten sei sehr aufwendig in der Vorbereitung.

7.15 Uhr: Berliner Amtsärzte fordern, alle Veranstaltungen abzusagen

Berlins Amtsärzten geht die befristete Absage größerer Veranstaltungen in Berlin wegen des Coronavirus noch nicht weit genug. In einem Schreiben an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) fordern sie, sämtliche Sport- und Kulturveranstaltungen ab sofort nicht mehr stattfinden zu lassen, bestätigte Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid. Das gelte auch für Veranstaltungen in Clubs. "Es besteht die Notwendigkeit einer gesamtstädtischen Regelung, eine berlineinheitliche Lösung ist unverzüglich erfoderlich", schrieben die Amtsärzte. Kalayci hatte am Mittwoch angekündigt, dass alle größeren Veranstaltungen ab 1000 Personen bis zum Ende der Osterferien am 19. April untersagt sind.

4.31 Uhr: Technische Universität plant Online-Prüfungen

Die Technische Universität Berlin plant wegen der Coronavirus-Pandemie in den nächsten Wochen Online-Prüfungen. „Wir bauen dabei auf die Ehrlichkeit der Studierenden“, sagte TU-Präsident Christian Thomsen der Deutschen Presse-Agentur. Natürlich gebe es für die Uni keine absolute Sicherheit, dass nicht Freunde oder Eltern die Klausuren am Computer schrieben. „Aber auch bei normalen Klausuren wird geschummelt“, ergänzte Thomsen.

Vielleicht würden Online-Klausuren ein bisschen schwerer ausfallen, weil mehr Hilfsmittel greifbar seien. „Aber mit null Kenntnis kommt man auch mit mehr Hilfsmitteln nicht durch“, sagte der TU-Präsident. Denn die zeitliche Begrenzung für die Prüfungen bleibe.

Mittwoch, 11. März 2020

20.30 Uhr: Museum Barberini in Potsdam schließt

Das Museum Barberini hat am Mittwochabend entschieden, den Betrieb vorerst einzustellen. Wie das Museum in einer Pressemitteilung bekannt gab, „wird das Museum ab Donnerstag, 12. März, bis einschließlich Dienstag, 17. März, schließen."

20 Uhr: Mehrere Berliner Schulen bleiben geschlossen

Die Conrad-Schule in Wannsee bleibt bis zum 13. März geschlossen. Grund sei ein Abklärungsfall, wie es auf der Homepage der Grundschule heißt. Man koordiniere die Maßnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt. „Wenn wir Informationen zum weiteren Vorgehen haben, melden wir uns umgehend bei Ihnen“, schreibt die Schulleitung.

Immer noch geschlossen ist die Emanuel-Lasker-Schule, eine Sekundarschule in Friedrichshain, wo ein Lehrer und eine Schülerin nach einer Skifahrt positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Auch die „Schule Eins“, eine private Gemeinschaftschule in Pankow, ist bis zum 20. März geschlossen. In der Nürtingen-Grundschule im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat der Schulleiter in einem Infobrief den Eltern mitgeteilt, dass eine Lehrerin der Schule womöglich erkrankt ist. Deshalb sollen einzelne Schüler und Mitarbeiter bis zum 16. März der Schule fernbleiben.

18.30 Uhr: Alba-Heimspiele ohne Publikum

Auch die Heimspiele von Alba Berlin finden bis zum Ende der Osterferien ohne Zuschauer statt. Das gab der Verein in einer Mitteilung bekannt. „Die Behörden haben eine klare Entscheidung getroffen, der wir selbstverständlich nachkommen“, sagt Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. „Wir werden dementsprechend unsere EuroLeague-Heimspiele bis zum Ende der Osterferien ohne Zuschauer austragen. Wie es konkret in der Bundesliga weitergeht, werden wir morgen mit den anderen BBL-Clubs und der Liga besprechen.“ Informationen für Dauerkarten-Besitzer sollen laut Alba bald folgen.

18.28 Uhr: Zwei Berliner Schulen schließen vorübergehend

Die Sophie-Scholl-Schule, eine Sekundar- und Europaschule im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, bleibt aufgrund des Coranavirus am Donnerstag, 12. März, und Freitag, 13. März, geschlossen. „Es findet kein Unterricht statt“, steht auf der Homepage der Schule. Allerdings fänden die Nachklausuren am Sonnabend statt. Wie es am Montag weitergehe, sollen Schüler und Eltern dann der Homepage entnehmen, rät die Schulleitung. Laut Bezirkstadtrat Oliver Schworck (SPD) hat sich dort eine Lehrkraft mit dem Coronavirus infiziert.

Auch die Christoph-Földerich-Grundschule, „Spandaus einzige musikbetonte Grundschule“, wie es auf der Homepage heißt, muss schließen. „Hier ist eine Zeitperspektive derzeit noch nicht absehbar“, heißt es aus der Senatsverwaltung für Bildung.

18.02 Uhr: Technische Universität Berlin schließt ihre Bibliotheken

Die Technische Universität Berlin schließt ab sofort unbefristet alle ihre Bibliotheken und PC-Pools, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das kündigte die Hochschule am Mittwochabend an. „So etwas gab es noch nie“, sagte Sprecherin Stefanie Terp. „Wir schauen jetzt von Woche zu Woche, wie es weitergeht.“ Die TU-Hauptbibliothek wird täglich von mehr als 1000 Menschen genutzt. Den Hochschulen steht es frei, eigene Entscheidungen für ihre Einrichtungen zu treffen. An der Hochschule mit rund 35 000 Studierenden sind bisher drei bestätigte Infektionen bekannt.

17.57 Uhr: Keine Veranstaltungen im Berghain bis 20. April

Berlins berühmtester Club reagiert auf das Coronavirus und sagt alle Veranstaltungen bis zum 20. April ab. Das gab der Club am Mittwoch auf seiner Internetseite bekannt. "Anlässlich der aktuellen Gefährdungslage und im besten gesundheitlichen Interesse unserer Mitarbeitenden, Künstler und Gäste entfallen vorsorglich unsere eigenen bereits angekündigten Klubveranstaltungen in Berghain, Panorama Bar und Säule bis 20. April 2020", heißt es auf der Internetseite des Clubs.

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