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Das sind die besten Tipps zum Wochenende in Berlin

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30.000 Quadratmeter umfasst das Flughafengebäude.

30.000 Quadratmeter umfasst das Flughafengebäude.

Foto: dpa Picture-Alliance / Bildagentur-online/Schoening

Berlin abseits der ausgetretenen Pfade entdecken: Wir stellen die besten Veranstaltungstipps aus den Bezirken vor.

Besichtigungstour durch den Flughafen Tempelhof

Seit das neue Besucherzentrum „Check in“ im Tempelhofer Flughafen eröffnet hat, bekommen Besucher auch die Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen. In der zweistündigen Führung wird neben der Geschichte des während der Luftbrücke 1948/49 berühmt gewordenen Flughafens auch seine Zukunft thematisiert. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit: Symbol der Freiheit auf der einen Seite, war der Flughafen aber auch einst Ausdruck des Nationalsozialismus, im Zweiten Weltkrieg diente es der Rüstungsproduktion. Mit 30.000 Quadratmetern ist das Gebäude riesig. Wer an der Führung teilnehmen möchte, sollte sich vorher anmelden. Sie finden in regelmäßigen Abständen statt und kosten ab 16,50 Euro pro Person. Die nächsten Termine sind am 7. März um 15 Uhr, am 8. März um 12 und 15 Uhr oder am 9. März um 16 Uhr.

Führungen durch den Flughafen Tempelhof, unter anderem 7. bis 9. März, Platz der Luftbrücke, 12101 Berlin-Tempelhof, Tel. 030 2000 374-41

Frühlingserwachen und erste Vogelgesänge im Museumsdorf Düppel

Dass der Frühling in der Luft liegt, ist nicht nur an den milderen Temperaturen zu merken. Nach der langen winterlichen Ruhe erwacht auch die Natur langsam wieder aus ihrem Schlaf. Hektische Betriebsamkeit macht sich in der Vogelwelt breit. Auf einem Spaziergang mit dem Wildtierexperten Derk Ehlert über das Gelände des mittelalterlichen Museumsdorfes Düppel werden die gefiederten Wintergäste und Heimkehrer beobachtet sowie den ersten Vogelgesängen gelauscht. Der Treffpunkt der Teilnehmer ist am Eingang des Museumsdorfes. Der Rundgang dauert etwa eineinhalb Stunden. Bei Frost sollten unbedingt rutschfeste Schuhe mitgebracht werden, da die Wege nicht geräumt sind. Vormerken kann man sich schon den richtigen Start in den Frühling, der im Museumsdorf an dem Wochenende vom 21. und 22. März mit dem „Märkischen Winteraustreiben“ gefeiert wird.

Museumsdorf Düppel, Clauertstraße 11, Sonntag, 8. März, 12 Uhr, 2,50 Euro inkl. Eintritt. Keine Anmeldung erforderlich. www.dueppel.de

Pfarrer aus Aleppo hält einen Vortrag zur Situation der Christen in Syrien

„Die Menschen in Syrien kämpfen den alltäglichen Kampf in einem Land, in dem es beinahe an allem fehlt – und der Tod lauert an jeder Ecke.“ So beschreibt der armenisch-evangelische Pfarrer der Bethelgemeinde Aleppo, Haroutune Selimian, den Kampf um das Überleben in der syrischen Stadt Aleppo. Von ehemals 80.000 Armeniern leben laut Selimian heute noch rund 12.000 dort. Viele Christen hätten Syrien nach Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 entweder verlassen oder sind zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden. Der Pfarrer spricht in seinem Vortrag über die Bedrohung und Verfolgung von Christen in Syrien, einem Land, das viele Armenier als ihre Heimat betrachten. Nach dem Genozid am armenischen Volk in der heutigen Türkei vor rund einem Jahrhundert fanden viele der Überlebenden in Syrien Asyl.

Evangelische Kirchengemeinde Waidmannslust, Pfarrhaus, Bondickstraße 76, 13469 Berlin, Sonnabend 7. März, 19 Uhr, Vortrag in englischer Sprache mit Übersetzung, Eintritt frei

Auf den Spuren Rosa Luxemburgs: Mitte Museum bietet Audiowalk an

Zum Todestag von Rosa Luxemburg am 8. März bietet das Mitte Museum einen Audiowalk, der den letzten Tag im Leben der 1919 ermordeten Politikerin rekonstruiert. Die stadtgeschichtliche Führung beginnt am Ort der Festnahme vor dem Haus an der Mannheimer Straße. Anschließend führt der Weg entlang des Ortes der Vernehmung, dem damaligen Hotel Eden nahe dem heutigen Olof-Palme-Platz, über die Budapester Straße, wo der Todesschuss fiel, bis hin zu der Stelle, an der die Leiche Rosa Luxemburgs in den Landwehrkanal geworfen wurde. Erst Monate später wurde sie an der Schleuse Tiergarten gefunden. Die Teilnehmer der Führung werden mit einem Mediaplayer ausgestattet und rund 70 Minuten lang von der Stimme einer Stadtführerin begleitet. Zu hören sind Zitate von Rosa Luxemburg, aber auch Augenzeugenberichte und der O-Ton einer Schülerin, die ihren Aktualitätsbezug zu Luxemburg beschreibt.

Sonntag, 8. März. Treffpunkt 11 Uhr an der Mannheimer Straße 27, 10731 Berlin, Teilnahmegebühr: 7 Euro. Um Anmeldung wird gebeten über E-Mail: audiowalk@mittemuseum.de

Ausstellung zeigt Spandaus Verbindungen zur Staatssicherheit

Seit Jahren forscht die Spandauer Jugendgeschichtswerkstatt zu den Aktivitäten des Staatssicherheitsdienstes im Bezirk und hat dafür viele Akten im Stasi-Unterlagen-Archiv gesichtet. Aus den Forschungsergebnissen, zu denen mehrere Projekte mit Schülern des Lily-Braun-Gymnasiums geführt haben, ist nun eine neue Ausstellung entstanden, die in der Bastion Kronprinz auf der Zitadelle Spandau präsentiert wird. Die Schüler erhielten bei den Untersuchungen Einblick in verschiedene Weisen, wie der Staatssicherheitsdienst in Spandau tätig war – unter anderem durch das Anlegen von „toten Briefkästen“, die Auswertung von Grenzzwischenfällen sowie das Ausspähen von Gaststätten, Polizei und Bewohnern des Bezirks. Unterstützung kam dabei auch von Spandauern, die für die Stasi gearbeitet haben. Ergänzt wird die Ausstellung durch Modelle von Mauerabschnitten im Bezirk.

Bastion Kronprinz, Am Juliusturm 64, Spandau, Fr. bis Mi. von 10-17 Uhr, Do. von 13-20 Uhr, Eintritt 4,50 Euro, erm. 2,50 Euro.

Waldbaden und Wunderlauch pflücken am Frauentag

Fast 90 Hektar groß ist der Plänterwald. Das Rauschen der Zweige zu hören, die Waldluft einzuatmen und unter Eichen und Buchen auf weichem Boden zu gehen – dazu lädt die Waldschule Plänterwald am Sonntagnachmittag Mädchen ab zwölf Jahren und Frauen ein. „Wir sammeln Wunder-Lauch, Knoblauchsrauke, Giersch und andere Waldkräuter“, sagt Carola Fabian, die den Nachmittag leitet. Eine Dozentin, die Erfahrung im sogenannten Waldbaden hat, sei auch dabei. „Wir werden Achtsamkeitsübungen machen und ganz absichtslos durch den Wald schlendern.“ Im Anschluss bereiten die Teilnehmerinnen in der Waldschule ein kaltes Buffet zu und verwenden dabei die gesammelten Waldkräuter. Ein Rezept hat die Waldpädagogin Carola Fabian schon vorab ausprobiert: „Eine Lachsscheibe mit Crème fraîche, dazwischen Wunderlauch, wird in ein Wrap eingerollt – das ist ein Leckerbissen.“ Am Abend werden Kräutermärchen am Feuer erzählt.

Waldschule Plänterwald, Dammweg 1b, 8. März, 15 Uhr, Kosten 7 Euro, Anmeldung unter Tel. 030 53 00 09 70 oder ws-plaenterwald@wb.de.

( BM )