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CDU-Neuaufstellung: Strobl bringt Teamlösung ins Gespräch

Thomas Strobel (CDU) bei einem Gespräch mit Journalisten.

Thomas Strobel (CDU) bei einem Gespräch mit Journalisten.

Foto: dpa

Berlin. In der CDU werden die Rufe nach einer Teamlösung bei der Neuaufstellung in der Partei lauter. Der baden-württembergische CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl betonte am Sonntagabend im ZDF, dass die Partei "drei exzellente Bewerber" für die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer und "gegebenenfalls" auch von Kanzlerin Angela Merkel habe.

"Es könnte ja auch sein, dass wir in den nächsten Tagen uns darum bemühen, ein Team zu bilden, in dem die Stärken aller drei Bewerber zur Geltung kommen", sagte Strobl im "heute journal". "Der Gedanke, dass wir ein Team bilden, den sollten wir in den nächsten Tagen schon mal intensiv miteinander besprechen."

Kramp-Karrenbauer will in den nächsten Tagen Gespräche mit den potenziellen Kandidaten führen und dann am 24. Februar die CDU-Spitzengremien informieren. An diesem Dienstag ist nach dpa-Informationen ein Treffen mit dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz geplant. Neben ihm werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn als Kandidaten gehandelt.

Strobl betonte, Merz habe nicht von vorneherein gesagt, dass er sich einem Team verschließe. Das gelte auch für die beiden anderen potenziellen Bewerber. Deshalb sei es "aller Ehren wert, dass wir diesen Versuch unternehmen". Er sei absolut dagegen, dass sich die CDU unter Zeitdruck setze. Sie müsse sich in dieser besonderen geschichtlichen Situation die Zeit nehmen, die nötig sei. "Aber wir bummeln natürlich nicht."

Strobl ist nicht nur Präsidiumsmitglied, sondern auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei. Der CDU-Landesverband Baden-Württemberg ist der zweitstärkste nach Nordrhein-Westfalen.