Ausflugs-Tipp

Ab durch die Mitte: Spaziergang durch die City-Ost

Der Spaziergang durch die City-Ost führt von der Jannowitzbrücke entlang der Spree zum Leipziger Platz.

Blick von einem der Hochhäuser auf der Fischerinsel auf die Leipziger Straße.

Blick von einem der Hochhäuser auf der Fischerinsel auf die Leipziger Straße.

Foto: imago images / Kraehn

Vorbei an großen und kleinen Museen, Denkmälern, historisch bedeutenden und modernen Gebäuden, Botschaften und so manchem Flagshipstore führt unser kurzer Winterspaziergang quer durch die City-Ost. Vom S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke geht es entlang der Spree zum Kupfergraben und von dort zur Einkaufsmeile Friedrichstraße. Wir bewegen uns in den Nebenstraßen, machen so manche kleine Entdeckung und kommen schließlich zum Leipziger Platz, dem Ziel der gut anderthalbstündigen Tour, auf der rund sechs Kilometer zurückgelegt werden.

Los geht es an der Jannowitzbrücke, die im Sommer von vielen Ausflugsschiffen unterquert wird. Rechter Hand, bereits von weithin erkennbar, befindet sich die Chinesische Botschaft. Bevor wir diese erreichen, halten wir uns rechts und steigen so hinab zum Märkischen Ufer, dem wir westwärts folgen.

Links taucht nun das Märkische Museum auf, das Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin, das von der Gründung bis in die Gegenwart durch die gut 800-jährige Geschichte Berlins führt. 2022 wird das Haus saniert. In etwa drei Jahren Bauzeit sollen aus dem Märkischen Museum und dem vis-à-vis liegenden „Marinehaus“ das Museums- und Kreativquartier am Köllnischen Park werden.

Die Jungfernbrücke ist die älteste Klappbrücke der Stadt

Der Weg führt weiter geradeaus. An der Roßstraßenbrücke halten wir uns links, dann gleich wieder rechts und folgen nun dem Verlauf der Wallstraße bis zu einer kleinen Grünfläche. Von dort geht es zur Leipziger Straße, die überquert man und biegt dann in die Niederwallstraße ein. Mittwochs und freitags findet an der Ecke ein Wochenmarkt statt.

Über die Kleine Kurstraße geht es zurück ans Ufer des Kupfergrabens. Nach wenigen Hundert Metern erreicht man die Jungfernbrücke, die älteste noch erhaltene Klappbrücke der Stadt. An der Schleusenbrücke halten wir uns rechts, passieren das Auswärtige Amt und anschließend die Friedrichswerdersche Kirche, die im Januar nach Jahren der Sanierung erstmals wieder für den Publikumsverkehr einmalig geöffnet war.

Shopping in der Friedrichstraße

Der Spaziergang führt weiter auf der Französischen Straße vorbei am Pierre-Boulez-Saal und der im Umbau befindlichen St. Hedwigs-Kathedrale. An der Markgrafenstraße halten wir uns links und kommen so zum Gendarmenmarkt mit dem Konzerthaus, dem Französischen und dem Deutschen Dom. An der Mohrenstraße geht es nach rechts, vorbei am Hilton-Hotel und dem Traditionsunternehmen Rausch mit seinem bekannten Schokoladenhaus. Wir kreuzen die Friedrichstraße. Hier kann nun ein Zwischenstopp eingelegt werden, um in einem der zahlreichen Geschäfte einzukaufen.

Wer den Einkaufstrubel nicht mag, hält sich links und anschließend rechts. Die Kronenstraße endet am Gelände der Nordkoreanischen Botschaft, auf dem sich das umstrittene Cityhostel Berlin befindet. Man hält sich nun rechts und dann wieder links. Hinter der Tschechischen Botschaft, einem architektonisch beeindruckenden Gebäude, befindet sich die Mall of Berlin. Über deren Innenhof geht es zum Leipziger Platz, dem Ziel unseres Spaziergangs.

Einkehr und Entdeckung

Märkisches Museum: BerlinZEIt – Geschichte Kompakt, Am Köllnischen Park 5, Mitte, Di.–So. 10–18 Uhr, Tel. 24 00 21 62, Karten: 5, erm. 2,50 Euro, bis 18 Jahre Eintritt frei, jeden ersten Mittwoch im Monat Eintritt frei.

Rausch Schokoladenhaus: Schokoladenmanufaktur mit Café und Erlebniswelt, Charlottenstraße 60, Mitte, tägl. 10–20 Uhr, www.rausch.de/schokoladenhaus/

Mall of Berlin: Einkaufszentrum, Leipziger Platz 12, Mitte, Mo.–Sbd. 10–21 Uhr, www.mallofberlin.de

Ausflugsinfo: Der Ausflug dauert rund anderthalb Stunden. Dabei werden rund sechs Kilometer zurückgelegt.

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