Agrar

Dürrehilfe: 72 Millionen Euro gehen an Brandenburger Bauern

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, spricht vor einer Sitzung des Präsidiums der CDU zu Journalisten.

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, spricht vor einer Sitzung des Präsidiums der CDU zu Journalisten.

Foto: dpa

Berlin. Landwirte in Brandenburg haben wegen der langen Dürre im Jahr 2018 bundesweit am meisten staatliche Nothilfe erhalten - insgesamt 72 Millionen Euro. Bis zum Ende der Auszahlungsfrist am 31. Dezember 2019 flossen jeweils 36 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 735 Betriebe in Brandenburg wurden demnach unterstützt. Berlin ging leer aus, weil keine Anträge gestellt worden waren.

Bund und Länder halfen den von der Dürre betroffenen Bauern mit insgesamt 291,7 Millionen Euro. Durch die starke und sehr lange Trockenheit im Sommer 2018 war es bundesweit zu erheblichen Schäden und Ernteausfällen gekommen. 7214 Betriebe, die in ihrer Existenz gefährdet waren, bekamen Hilfe. Fast dreiviertel von ihnen (71 Prozent) waren Einzelunternehmen wie klassische Familienbetriebe.

Die Auszahlung der Dürrehilfe war 2018 zwischen der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), und den Ländern beschlossen worden. Klöckner hatte die Ernteschäden als Ereignis "nationalen Ausmaßes" eingestuft.