Musik

Triumphales Comeback der Strokes: Neues Album im Anschlag

Julian Casablancas, Sänger der US-Rockband The Strokes, steht beim Konzert in der Columbiahalle auf der Bühne.

Julian Casablancas, Sänger der US-Rockband The Strokes, steht beim Konzert in der Columbiahalle auf der Bühne.

Foto: dpa

Berlin. Ohne große Vorwarnung hat die US-Rockband The Strokes ein exklusives Konzert in Berlin gegeben und ein neues Album angekündigt. In der ausverkauften Columbiahalle spielten sich die New Yorker am Valentinstag durch ihr Repertoire und garnierten die Show mit ausgewählten Stücken des neuen Langspielers.

Das Publikum schob und drückte sich durch die Halle. Schon während des zweiten Songs "You Only Live Once" musste der erste weibliche Fan aus der brodelnden Menge gezogen werden. Mosh-Pits wurden eröffnet und Refrains mitgesungen, als wären zwischen dem als Rettung des Rock 'n' Roll gefeierten Debüts der Band aus dem Jahr 2001 und heute nicht knapp 20 Jahre vergangen.

"Ich will, dass ihr mir die Sch... aus dem Leib prügelt", bat Sänger Julian Casablancas, bevor die Band dann mit der Indie-Hymne "Last Night" abhob. Schon weit vorher im Set gab es allerdings kein Halten mehr, weder auf den Rängen noch vor der Bühne.

Erst zehn Tage vor dem Konzert in Berlin konnten Fans Karten kaufen, die dann laut Veranstalter auch innerhalb von "Minuten" vergriffen waren. Noch am gleichen Tag wurde auf diversen Ticketbörsen mindestens das Doppelte des Einkaufspreises verlangt. Verständlich der Andrang, das letzte Hallen-Konzert gab die Band in Deutschland vor knapp 14 Jahren.

"The New Abnormal" soll nun am 10. April erscheinen (Cult/RCA). Es ist das erste Album der Strokes seit sieben Jahren und wurde aufgenommen von Produzent Rick Rubin (Beastie Boys, Johnny Cash, Kanye West). Als Artwork hat die Band Jean-Michel Basquiats "Bird on Money" aus dem Jahr 1981 gewählt. Die von Synthesizern getragene erste Single "At The Door" ist bereits erschienen.

Nach Berlin stehen erstmal nur zwei weitere Konzerte der Band an, in Paris und Belfast. Später im Jahr soll die Band mehrere Festivals spielen.