Krankheiten

Häufung von Mumps-Fällen in Berlin

Ein Impfausweis mit dem Feld für die Krankheit Mumps.

Ein Impfausweis mit dem Feld für die Krankheit Mumps.

Foto: dpa

Berlin. In Berlin sind seit Ende vergangenen Jahres vermehrt Menschen an der Virusinfektion Mumps erkrankt. Bei 33 Patienten wurde der Erreger zwischen Mitte November und Anfang Februar nachgewiesen, die meisten von ihnen Männer zwischen 18 und 41 Jahren. "Die bisherigen Daten legen eine Übertragung besonders zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, nahe", teilte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) am Freitag der dpa mit.

In den vergangenen Jahren traten laut Lageso-Wochenbericht im gleichen Zeitraum im Mittel sechs Mumps-Fälle in der Hauptstadt auf. Es müsse mit dem Auftreten weiterer Erkrankungen gerechnet werden. Das Lageso teilte mit, die zweifache Impfung gegen Mumps sei die wirksamste Vorbeugemaßnahme. 15 Betroffene waren nicht dagegen geimpft. Mumps-Viren würden durch Tröpfchen und direkten Speichelkontakt übertragen.

Symptome sind unter anderem Fieber und eine schmerzhafte entzündliche Schwellung der Speicheldrüsen. Komplikationen werden laut Robert Koch-Institut (RKI) mit steigendem Alter häufiger. Wie das Lageso erklärt, kann sich bei 20 bis 30 Prozent der erwachsenen Männer eine Hodenentzündung entwickeln, die als Risikofaktor für Hodenkrebs gelte.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden laut RKI bundesweit mehrere größere Mumps-Ausbrüche erfasst. 2010/11 etwa seien in Bayern fast 300 Fälle gezählt worden, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Insgesamt wurden bundesweit zuletzt zwischen rund 530 und 840 Mumps-Fälle pro Jahr gemeldet.