Bildung

Kita-Check geht im Herbst in Brandenburg in die Pilotphase

Kindergartenkinder sitzen an einem Tisch in einer Kindertagesstätte.

Kindergartenkinder sitzen an einem Tisch in einer Kindertagesstätte.

Foto: dpa

Potsdam. Der sogenannte Kita-Check soll ab Herbst in Brandenburg eingeführt werden. Kindertagesstätten können sich dann auf diese Weise freiwillig messen lassen, wie Bildungsministerin Britta Ernst am Donnerstag mitteilte. Der Check soll die Kita-Qualität aus verschiedenen Blickwinkeln abbilden - zum Beispiel von Kindern, Eltern, Fachkräften und externen Experten.

Den Angaben nach sollen sich die Horte, Krippen und Tagesstätten durch die einheitliche Analyse in drei Feldern entwickeln: der Betreuungsquote, der Elternbeitragsbefreiung und bei der pädagogischen Qualität. Nach einer dreijährigen Pilotphase soll der Kita-Check allen Einrichtungen in Brandenburg zur Verfügung gestellt werden. Bis 2023 soll außerdem ein neues Kitagesetz vorgelegt werden.

Dietmar Sturzbecher, Direktor des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung (IFK) an der Universität Potsdam, stellte laut Mitteilung des Bildungsministeriums klar, dass der Kita-Check nicht eingeführt wird, weil eine "schlechte Qualität" herrsche, "sondern weil die Kindertagesbetreuung mit den Anforderungen des gesellschaftlichen Wandels Schritt halten muss". Kindertagesstätten sollten so nicht kontrolliert, sondern gezielt gefördert werden.