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Berliner CDU-Landeschef für Merz als Parteivorsitzenden

Wer soll neuer CDU-Chef und Kanzlerkandidat werden? Drei Namen werden genannt, noch hat sich keiner klar erklärt. Berlins CDU-Vorsitzender Wegner legt sich schon mal fest.

Kai Wegner, Parteivorsitzender der Berliner CDU, bei einer Pressekonferenz.

Kai Wegner, Parteivorsitzender der Berliner CDU, bei einer Pressekonferenz.

Foto: dpa

Berlin. Der Berliner CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner hat sich für Friedrich Merz als neuen Parteichef ausgesprochen. "Friedrich Merz bringt aus meiner Sicht das mit, was unser Land und die CDU jetzt brauchen. Er spricht eine klare Sprache und er hat ein erkennbares Profil", sagte Wegner am Donnerstag der Deutschen Presse- Agentur. "Mit seiner klaren Haltung kann er der CDU Orientierung geben."

Merz - früher Unionsfraktionschef im Bundestag - stehe für einen konsequenten Kurs in der Wirtschafts- und Finanzpolitik und bei der inneren und äußeren Sicherheit. "Daher würde ich es sehr begrüßen und unterstützen, wenn Friedrich Merz für den Parteivorsitz kandidiert", sagte Wegner, der sich damit als erster CDU-Landeschef festlegte.

"Für die Spitze der CDU Deutschlands wünsche ich mir ein breit aufgestelltes Team", fügte er hinzu. "Jens Spahn und Armin Laschet müssen eine wichtige Rolle in der zukünftigen Führungsspitze einnehmen. Auch Frauen und Köpfe mit einem sozialpolitischen Profil müssen in dieser Führungsspitze vertreten sein." Mit einem solchen Team bleibe die CDU "starke Volkspartei der Mitte".

Die bisherige CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte vor wenigen Tagen ihren Rückzug angekündigt. Der neue CDU-Vorsitzende wäre wohl auch Kanzlerkandidat der Union. Neben Merz gelten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet als Anwärter auf den Parteivorsitz und eine Kanzlerkandidatur.

Die offene Führungsfrage in der CDU bewege die Mitglieder in Berlin, sagte Wegner. "Es gibt an der Berliner Basis Mitglieder, die sich für Jens Spahn oder Armin Laschet als Parteivorsitzenden aussprechen. In der Breite spüre ich aber eine ganz klare Stimmungslage für Friedrich Merz."