Fischerei

Glasaale werden in Brandenburger Gewässern ausgesetzt

Ein winziger Glasaal liegt auf einer Hand.

Ein winziger Glasaal liegt auf einer Hand.

Foto: dpa

Saarmund. Etwa 1,1 Millionen wenige Zentimeter große junge Glasaale sollen in Gewässern bei Nauen im Havelland ein neues Zuhause finden. Die Tiere sollten heute (7.30 Uhr) ausgesetzt werden. In Spezialbehältern gekühlt und mit Sauerstoff versorgt, waren sie per Auto nach Brandenburg gefahren worden. Am Wochenende hatte man sie an der französischen Atlantikküste gefangen. Brandenburger Angler sorgen mit dem Aussetzen der Tiere für eine nachhaltige Förderung des Aalbestandes, hieß es vom Landesanglerverband.

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) pflanzt sich in der Sargassosee vor Mittelamerika fort, überquert den Atlantik und lebt als ausgewachsener Aal in Mitteleuropa.

Durch den Transport werde den Fischen der gefährliche Weg vom Meer ins Binnenland erspart, sagte Andreas Koppetzki, Hauptgeschäftsführer des Landesanglerverbandes. Wasserkraftanlagen seien unter anderem ein tödliches Hindernis. Die Aale bleiben den Angaben zufolge die nächsten vier bis fünf Jahre bis zur Laichreife in Brandenburger Gewässern. Dann geht es zurück zum Laichen.