„Quo Vadis“ in Berlin

Initiative ruft zu Protest gegen Immobilienkongress auf

Ab 10. Februar findet im Berliner Hotel Adlon der Immobilienkongress „Quo Vadis“ statt. Eine Initiative hat Proteste angekündigt.

Absperrgitter vor dem Hotel Adlon (Archivbild)

Absperrgitter vor dem Hotel Adlon (Archivbild)

Foto: Annette Riedl / dpa

Berlin. Vom 10. bis 12. Februar wollen Hunderte Vertreter der Immobilienwirtschaft mit Bundestagsabgeordneten im Berliner Hotel Adlon über die Zukunft der Branche beraten. Doch auch beim diesjährigen Branchentreff weht den Veranstaltern, die seit mehr als 30 Jahren bundesweit Dialoge, Firmen- und Messeveranstaltungen mit Immobilienbezug moderieren, ein feindlicher Wind entgegen.

Das Berliner Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn hat zu Protestaktionen aufgerufen. Am 11. Februar ist für 17 Uhr eine Kundgebung vor dem Adlon angekündigt. „Die Geschäftsmodelle der Immobilienfirmen und generell die Mechanismen des Marktes fordern eine ständig steigende Rendite. Egal, ob diese durch spekulativen Handel mit Wohnungen oder durch Modernisierungen erzielt werden: Für Mieterinnen und Mieter läuft es immer auf noch mehr Ausbeutung oder den Verlust der Wohnung hinaus”, erklärte Kim Meyer vom Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn in einer Mitteilung am Dienstag.

Bereits im Vergangenen Jahr hatte es Proteste gegen die Veranstaltung gegeben. Ein geplantes abendliches Treffen in der Kreuzberger Markthalle Neun musste damals aus Sorge vor Krawalle abgesagt werden.