Berliner Staatssekretärin

Chebli als „islamische Sprechpuppe“ beleidigt - Prozess

Ein 46-Jähriger pöbelte gegen die Politikerin im Netz, bezeichnete sie als „islamische Sprechpuppe“ und „Quotenmigrantin der SPD“.

Sawsan Chebli, Staatssekretärin im Berliner Senat, wird in den sozialen Medien immer wieder übel rassistisch beleidigt.

Sawsan Chebli, Staatssekretärin im Berliner Senat, wird in den sozialen Medien immer wieder übel rassistisch beleidigt.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Weil er die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) im Internet beleidigt haben soll, kommt es zu einem Prozess gegen einen 46-Jährigen. Der Mann habe Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt, sagte die Sprecherin der Berliner Strafgerichte, Lisa Jani, am Montag. In dem Strafbefehl habe das Amtsgericht Tiergarten eine Strafe von 1500 Euro (50 Tagessätze zu je 30 Euro) verhängt. Die Verhandlung sei für den 27. Februar anberaumt worden.

Hintergrund des Verfahrens seien Äußerungen des Mannes im Internet. Er soll die SPD-Politikerin in einem Video als „Quotenmigrantin der SPD“ und „islamische Sprechpuppe“ bezeichnet haben. Im November 2019 sei der Strafbefehl gegen den 46-Jährigen erlassen worden.

Chebli, Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement und Internationales, hatte zuletzt eine Morddrohung von mutmaßlichen Rechtsextremisten gegen sich öffentlich gemacht. Sie erhebt immer wieder ihre Stimme gegen Rassismus und Intoleranz.

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