Bildung

Berlins Schulen treten langsam ins Digitalzeitalter

257 Millionen Euro aus Bundesmitteln erwarten Berlins Schulen bis 2024. Jetzt muss das Geld nur abgerufen werden.

Für viele Schüler ist der Umgang mit dem Tablet und Notebook ganz normal - oft ist der Sprung für die Lehrkräfte größer

Für viele Schüler ist der Umgang mit dem Tablet und Notebook ganz normal - oft ist der Sprung für die Lehrkräfte größer

Foto: Getty

Berlin.  Rund 370 Medienkonzepte, die eine Voraussetzung für eine Finanzierung durch den Digitalpakt sind, sind inzwischen bei der Senatsverwaltung für Bildung eingegangen. Die werden nun geprüft. „Bei der Prüfung der Medienkonzepte ist auffällig, mit wie viel Elan und Engagement die Lehrkräfte an der Umsetzung der Kultusministerkonferenz (KMK)-Strategie ,Bildung in der digitalen Welt’ in der eigenen Schule arbeiten“, so die zuständige Referatsleiterin Anja Tempelhoff.

Der Wunsch nach digitalen Medien sei an vielen Schulen groß. Berlin erhält zur Umsetzung des Digitalpaktes in den Berliner Schulen bis 2024 rund 257 Millionen Euro aus Bundesmitteln, gibt als Land noch einen Eigenanteil von 28,5 Millionen Euro dazu.

Nur zwei der zehn Stellen sind bislang besetzt

Um den Digitalpakt gut umsetzen zu können, habe man in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie inzwischen zehn Stellen geschaffen. Das geht aus einer Anfrage über den „Umsetzungsstand des Digitalpakts“ der Abgeordneten Stefanie Remlinger von der Berliner Grünen Fraktion hervor. Diese Mitarbeiter seien auch für die „Fachliche Beratung der Schulen bei der Erstellung von Medienkonzepten“ und der „Erstellung von Förderbescheiden“ zuständig. Allerdings, räumte die Senatsverwaltung für Bildung ein, sind von den zehn Stellen bislang nur zwei besetzt.

Bisher konnten Anträge der Schulen auf bessere digitale Ausstattung noch nicht bewilligt werden, da die passende Förderrichtlinie fehlte. Die dringend erforderlichen „Maßnahmen im Land Berlin zur Umsetzung Digitalpakt Schule“ wurden aber nun im November 2019 im Amtsblatt veröffentlicht. „Damit konnten die ersten Anträge bewilligt werden“, so Martin Klesmann, Sprecher der Bildungsverwaltung. Klar ist, dass jede Schule eine individuelle Lösung sucht und erhält. Die „Zuwendungsrichtlinien“ für Schulen in freier Trägerschaft, also Privatschulen, stehen aber noch nicht fest. Sie werden gerade erstellt.